Interlübke: Insolvenz angemeldet
Interlübke hat am 26. April 2026 Insolvenz (AZ 43 IN 321/26) angemeldet. Antragstellerin ist die
Lübke GmbH, die hinter der Premiummarke steht. Das Amtsgericht Bielefeld hat Yorck Streitbörger von der Kanzlei Streitbörger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Es läuft die Suche nach einem Investor. Parallel dazu prüft Streitbörger, inwieweit Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden können, um dem Unternehmen eine Fortführung aus eigener Kraft zu ermöglichen.
Der Möbelhersteller mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück war bereits in der Vergangenheit von finanziellen Schwierigkeiten betroffen und erlebte mehrere Wechsel in der Gesellschafterstruktur. 2022 erfolgte die Übernahme durch Domovari. Gegenüber der Zeitschrift Wirtschaftswoche erklärte Frank Oehmke, Mitgesellschafter und Geschäftsführer von Domovari, dass die Insolvenz vor allem auf die Folgen des Iran-Kriegs zurückzuführen sei. So werde das Werk in Rheda-Wiedenbrück mit Öl beheizt, dessen Preise derzeit stark gestiegen sind. Dies bestätigte der vorläufige Yorck Streitbörger sprach gegenüber dem Westfälischen Anzeiger von gestiegenen Kosten von rund 50.000 EUR im Monat. Gleichzeitig seien auch die Kosten bei den Lieferanten deutlich gestiegen.