Wieder ein schwaches Jahr für die Baumärkte

Für die Bau- und Gartenmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz war auch 2025 ein schwieriges Jahr. "Die Branche kämpft aktuell besonders mit hoher Bürokratie, steigenden Kosten und einer generellen Verunsicherung der Verbraucher, die Investitionen in ihr Eigenheim aufschieben. Die Budgets der Kundinnen und Kunden flossen verstärkt in Bereiche wie Urlaub, Freizeitaktivitäten und Gastronomie statt in Bau- und Gartenmärkte", stellt Peter Abraham, Vorstandssprecher des
BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten, dazu fest.
In Zahlen ausgedrückt heißt das: In Deutschland gingen die Umsätze auf 20,58 Mrd. EUR (-1,6 %) zurück, in der Schweiz auf 3,35 Mrd. CHF (3,67 Mrd. EUR, -1,3 %). Österreich zeigte sich mit 3,10 Mrd. EUR (+0,2 %) zumindest konstant.
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Österreich: Rückgang bei Wandfarben nicht zu kompensieren

Laut Berechnungen von Branchenradar.com Marktanalyse hat der Abwärtstrend bei Farben und Lacken in Österreich auch 2025 angehalten, sich aber verlangsamt. Die Umsätze zu Herstellerpreisen lagen mit insgesamt 193 Mio. EUR um 0,7 % unter Vorjahr. 2024 hatte das Minus noch 3,4 % betragen. Seit 2020 (210 Mio. EUR) ist der Markt damit um rund 8 % geschrumpft.
Positiv entwickelt haben sich 2025 Bautenlacke (22 Mio. EUR, +2,7 %) und Holzschutzmittel/Lausuren (32 Mio. EUR, +0,2 %). Sie konnten aber die nochmals rückläufigen Zahlen bei der mit Abstand größten Produktgruppe nicht ausgleichen: Der Umsatz mit Wandfarben sank auf 138 Mio. EUR (-1,4 %).
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenKährs: Designer Lidberg kehrt zurück
Kährs baut seine Innovations- und Produktentwicklung weiter aus und hat zum 1. Februar 2026 Emanuel Lidberg als Designer zurückgewonnen. Er war bereits in der Vergangenheit für das schwedische Unternehmen aktiv. Lidberg arbeitet eng zusammen mit den Bereichen Marketing, Category Management, Produktion und Innovation und berichtet an Kyösti Puurunen, Head of Category and Innovations. Ziel ist, ein wettbewerbsfähiges Produktportfolio weiterzuentwickeln, das die handwerkliche Tradition von Kährs mit zukunftsweisendem Design verbindet.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenHella-Gruppe: 173 Mio. EUR Umsatz nach strategischer Neuausrichtung

Der österreichische Sonnen- und Wetterschutz-Spezialist
Hella hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von rund 173 Mio. EUR abgeschlossen; 2024 lag dieser bei 185 Mio. EUR. Der Rückgang spiegele eine Phase der strategischen Neuaufstellung wider, die von Konsolidierungen in Vertrieb und Sortiment geprägt war, teilt das Unternehmen mit. Im Zuge einer Fokussierung auf margenstärkere Produkte wurden Geschäftsbereiche mit geringer Profitabilität eingestellt. Dazu zählt auch der geschlossene Standort Duisburg, der im Vorjahr rund 20 Mio. EUR Umsatz generierte.
Parallel investiert Hella in Wachstumsmärkte wie Outdoor Living. Und am Standort Werne wurde die Fertigung auf Fließprozesse umgestellt, die Flächen um rund 35 % erweitert und etwa 1 Mio. EUR investiert. Ziel ist es, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder die Umsatzmarke von 200 Mio. EUR zu erreichen.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenKonflikt am Persischen Golf: Preissteigerungen bei Teppich-Rohstoffen
Die aktuelle politische Instabilität am Persischen Golf und die damit verbundene faktische Schließung der Straße von Hormus belasten die Teppichindustrie durch drastisch steigende Rohstoffkosten. Davon betroffen ist insbesondere die Produktion von Maschinenwebteppichen, da die Preise für die erdölbasierten Kunstfasern Polypropylen und Polyester sprunghaft angestiegen sind. Während Polyester ein Plus von 30 % verzeichnet, verteuerte sich Polypropylen (Stand Mitte März) sogar um 70 % seit Jahresbeginn. Parallel dazu steigen die Kosten für Jute, die im Grundgewebe der Teppiche eingesetzt wird. Verschärft wird die Situation durch spürbar gestiegene Logistik- und Frachtkosten.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenTFI Aachen: Naacke wird Markenbotschafter

Seit März 2026 engagiert sich Stephan Naacke als ehrenamtlicher Markenbotschafter für das
TFI Aachen. Der ehemalige Geschäftsführer bei Nadelvlieshersteller
Findeisen war bis 2025 Vorstandsvorsitzender des Instituts für Boden- und Raumsysteme und will jetzt dazu beitragen, dessen Sichtbarkeit und Netzwerk auszubauen. Dazu wird er es bei Veranstaltungen, in der Kommunikation mit Partnern sowie in der Öffentlichkeit vertreten.
"Wir freuen uns sehr, mit Stephan Naacke einen engagierten Unterstützer gewonnen zu haben, der unsere Arbeit und unsere Ziele aus Überzeugung vertritt", so die TFI-Leiterin Dr. Jacqueline Lemm. "Sein Netzwerk, seine Erfahrung und seine Begeisterung für Innovation und Zusammenarbeit werden eine wertvolle Bereicherung für unser Institut sein."
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenBaugenehmigungen: Guter Start ins Jahr 2026

Die positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau aus 2025 setzt sich zu Jahresbeginn 2026 fort. Laut Statistischem Bundesamt wurde im Januar der Bau von insgesamt 19.500 Wohnungen genehmigt, was einem Plus von 8,4 % zum Vorjahresmonat entspricht. 16.400 Genehmigungen wurden für Neubauwohnungen erteilt, 7,4 % mehr als vor Jahresfrist.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenMMFA: Absatz überschreitet erstmals 100-Mio.-Quadratmeter-Marke

Die Mitglieder des
Verbands mehrschichtig modularer Fußbodenbeläge (MMFA) haben im Jahr 2025 einen Gesamtabsatz von rund 103,5 Mio. m
2 erzielt - ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr und der erste Jahresabschluss oberhalb der Schwelle von 100 Mio. m
2. Das Wachstum verlief regional unterschiedlich und ist laut Verband nicht als flächendeckender Aufschwung der globalen Bodenbelagsbranche zu werten.
Der Gesamtabsatz im Polymer-Bereich stieg um 16,4 % auf rund 95,5 Mio. m
2. Wichtigster Wachstumstreiber war erneut die Kategorie Solid Polymer Core (SPC): Mit knapp 85,7 Mio. m
2 legte sie gegenüber 2024 um 26,6 % zu. Seit 2019 hat sich der SPC-Anteil am MMFA-Absatz von 31 auf 83 % ausgeweitet. Klick-LVT verzeichneten 2025 mit einem Rückgang von 46 % auf knapp 4,9 Mio. m
2 den stärksten Einbruch. EPC sank um rund 8 % auf 4,8 Mio. m
2.
Der größte Einzelmarkt für Polymer-Produkte bleibt die USA mit einem Absatzplus von 63 % auf 28,5 Mio. m
2. In Westeuropa verlief die Entwicklung uneinheitlich: Frankreich (+9,2 %, 15,2 Mio. m
2) und Deutschland (+4,2 %, 13,2 Mio. m
2) verzeichneten moderate Zuwächse, während Italien (-5,8 %) und Großbritannien (-11,5 %) rückläufig waren. In Osteuropa wuchsen Polen und die Tschechische Republik jeweils um rund 12,6 %.
Bei den holzbasierten Produkten entfielen 83 % des Gesamtabsatzes auf Deutschland und Österreich. Deutschland blieb mit 5,3 Mio. m
2 der größte Einzelmarkt, leicht unter Vorjahresniveau (-1,1 %). Österreich legte deutlich zu (+36 %, 1,3 Mio. m
2). Westeuropa blieb mit rund 7,5 Mio. m
2 (+2,3 %) insgesamt stabil.
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