A.S. Création Tapeten AG

Umsätze von A.S. Création gehen weiter zurück

Infolge der sinkenden Tapetennachfrage und den steigenden Beschaffungskosten geht der Vorstand des Unternehmens von einem operativen Verlust von bis zu -9,0 Mio. EUR aus. Doch rechnet er damit, dass A.S. Création mittelfristig wieder ertragsstark wird.

Keine Trendwende in Sicht: Auch in dem normalerweise saisonal starken Monat September ist der Konzernumsatz des Gummersbacher Tapetenherstellers gegenüber dem Vorjahreswert erneut deutlich gesunken, so dass das dritte Quartal einen Umsatzrückgang von 8,2 % ausweist. Wie das börsennotierte Unternehmen mitteilte, gingen in den ersten neun Monaten die Konzernumsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 7,3 % von 110,5 Mio. EUR auf 102 Mio. EUR zurück.

Grund für diese Entwicklung seien im Wesentlichen die aus dem Ukraine-Krieg resultierende Inflation und die Sorge der privaten Haushalte vor steigenden Gast- und Stromkosten, was die allgemeine Konsumneigung belaste. Davon sei im laufenden Geschäftsjahr auch die Nachfrage nach Tapeten betroffen.

Außer den Umsätzen geht auch der Ertrag von A.S. Création zurück. Die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energien sowie sonstige betriebliche Aufwendungen wie Frachtraten konnten nach Unternehmensangaben auch im dritten Quartal nicht durch eigene Preissteigerungen und Kosteneinsparungen kompensiert werden. Das führte zu einem operativen Verlust in Höhe von -1,7 Mio. EUR, nach einem operativen Gewinn von 0,1 Mio. EUR im dritten Quartal 2021. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2022 verzeichnet der Tapetenhersteller einen operativen Verlust von -2,7 Mio. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum war noch ein operativer Gewinn von 5,5 Mio. EUR erzielt worden.

Der Vorstand von A.S. Création geht davon aus, dass sich die Nachfragesituation und die operative Ertragslage bis zum Ende dieses Jahres nicht wesentlich verändern werden und das Unternehmen deshalb auch im vierten Quartal 2022 in der Verlustzone liegen wird. Um A.S. Création künftig wieder in die Gewinnzone zu bringen, wurde ein Restrukturierungsprogramm gestartet, in dessen Rahmen unter anderem die Produktionskapazitäten reduziert und die -effizienz erhöht wird. Durch diese Maßnahmen wird das Ergebnis nach Einschätzung des Vorstands im vierten Quartal voraussichtlich mit 3,5 Mio. EUR bis 4,5 Mio. EUR zusätzlich belastet. Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet er deshalb einen operativen Verlust zwischen -6,5 Mio. EUR und -9,0 Mio. EUR.

Außer den Organisationsstrukturen wird auch die Produkt- und Preispolitik an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst und stärker auf die Schaffung von Mehrwerten ausgerichtet. Der Vorstand gibt sich überzeugt, dass A.S. Création mit dieser Ausrichtung mittelfristig wieder ein ertragsstarkes Unternehmen wird. Schließlich sei es mit seinen Produkten und seiner Marktposition gut aufgestellt.
Umsätze von A.S. Création gehen weiter zurück
Foto/Grafik: A.S. Création
A.S. Création wurde 1974 von Jürgen Schneider in Gummersbach gegründet. Das börsennotierte Unternehmen leidet unter der sinkenden Tapetennachfrage, die aus der Inflation resultiert.
aus BTH Heimtex 12/22 (Tapeten, Wandbeschichtungen)