GD Holz

Deutscher Furnierhandel zufrieden


Für das Geschäftsjahr 2006 hat der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) wieder eine Umfrage im deutschen Furnierhandel durchgeführt. Das Ergebnis: 90% der befragten Furnierhändler waren mit dem Geschäftsverlauf 2006 mehr als zufrieden. Auch für das aktuelle Geschäftsjahr werden die Aussichten positiv beurteilt, einige gehen sogar von weiteren Verbesserungen aus.

Insgesamt 35 Unternehmen nahmen an der GD Holz-Befragung teil. Die meisten von ihnen handeln ausschließlich mit Furnieren, nur acht Unternehmen sind noch in anderen Bereichen tätig. Wichtigste Abnehmerin des Furnierhandels ist mit rund 36% die Furnier verarbeitende Industrie, allen voran die Möbel-, Türen-, Holzwerkstoff- und Fußbodenhersteller. 22% der Furniere gehen an Handwerksbetriebe im Innenausbau und 18% an Tischler und Schreiner. An der traditionellen Holzhandel wurden 21% geliefert.

Dabei haben europäische Holzarten im deutschen Furnierhandel mit 60% des Gesamtumsatzes eine dominierende Rolle. Die Eiche konnte mit 27% (2005: 19% ) ihren Marktanteil weiter ausbauen, das Geschäft mit Ahorn war leicht rückläufig und die anderen Hölzer verharrten in etwa auf dem bisherigen Niveau. Deutlich rückläufig war im abgelaufenen Jahr die Nachfrage nach Furnieren aus nordamerikanischen Holzarten. Während deren Anteil 2005 noch bei 30% lag, sank er 2006 auf 19% - insbesondere auf Grund der Rückgänge bei Hard Maple. Gleichzeitig ist der Anteil tropischer Hölzer im Jahr 2006 deutlich gestiegen. Diese Entwicklung ist nach GD Holz-Erhebung insbesondere auf die verstärkte Nachfrage nach dunklen Furnieren zurückzuführen. Mahagoni, Wengé, Sipo und Sapelli haben gemeinsam einen Anteil von 42%, Zebrano von 14%, Makassar von 9% und Palisander von 4% .
aus Parkett Magazin 05/07 (Wirtschaft)