Hammer Raumstylisten

Masseunzulänglichkeit und Räumungsverkauf in allen verbliebenen Filialen


46 Standorte der insolventen Fachmarktkette Hammer Raumstylisten sind inzwischen geschlossen. Für die übrigen 41 liefen zuletzt noch Gespräche mit Interessenten aus der Food- und Non-food-Branche, die auch dem Personal Übernahmeangebote machen wollten.

Die Löhne und Gehälter der dortigen Beschäftigten wurden bis Ende März 2026 von der Agentur für Arbeit gezahlt. Mit dem Wegfall des Insolvenzgeldes zum 1. April sah sich der vorläufige Insolvenzverwalter Stefan Meyer aber dazu veranlasst, auch in den verbliebenen Filialen den Räumungsverkauf zu starten. "Nur mit diesen Maßnahmen (...) kann (...) die Zahlungsfähigkeit im eröffneten Insolvenzverfahren überhaupt aufrechterhalten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Nur so lasse sich sicherstellen, "dass für diese Standorte die Mieten, das weiterbeschäftigte Personal und die sonstigen Kosten aus den bisherigen und zukünftigen Einnahmen hinreichend sicher gedeckt werden können." Anderenfalls käme es zu "sehr erheblichen Verlusten" und innerhalb weniger Tage/Wochen müsse die Geschäftstätigkeit wegen Illiquidität eingestellt werden.

Am 1. April wurde vom Insolvenzverwalter für das vom Amtsgericht Bielefeld am selben Tag eröffnete reguläre Insolvenzverfahren (AZ 43 IN 69/26) Masseunzulänglichkeit angezeigt: Die Insolvenzmasse reiche nicht aus, um sowohl die Kosten des Verfahrens als auch die sonstigen Masseverbindlichkeiten zu erfüllen.
Masseunzulänglichkeit und Räumungsverkauf in allen verbliebenen Filialen
Foto/Grafik: Screenshot hammer-raumstylisten.de (17.03.2026)
85 Filialen zeigte Mitte März 2026 die Standortkarte des Unternehmens.
aus BTH Heimtex 04/26 (Wirtschaft)