Initiative Schnittstelle Fußboden

Schnittstelle Fußboden bringt Handwerk und Industrie zusammen

In der Initiative "Schnittstelle Fußboden" haben sich Handwerks- und Industrieverbände aus der Bodenbelagsbranche zusammengefunden. Auf einer Pressekonferenz berichteten sie von ihrer Arbeit und den Zielen.

Mit der Vorstellung ihrer neuen Webseite hat die Initiative "Schnittstelle Fußboden" einen weiteren Schritt in Richtung gemeinsamer, gewerkeübergreifender Zusammenarbeit getan. Auf schnittstelle-fussboden.de informiert sie jetzt über Veröffentlichungen und laufende Projekte.

Die Initiative vereint die maßgeblichen Verbände des bodenlegenden Handwerks, der Zulieferindustrie und der Belagshersteller. Zentrales Anliegen ist es, einheitliche Positionen und abgestimmte Fachinformationen zum Nutzen von Handwerkern, Planern und Endkunden zu erarbeiten. Dabei geht es um "alle technischen Themen oberhalb des Estrichs". Bereits heute werden Merkblätter zu Themen wie "Elastische Bodenbeläge auf Fußbodenheizungen", "Fußbodenheizungsleitungen in Bestandsestrichen", "Zementestriche" oder "Belegreife" über die Schnittstelle Fußboden abgestimmt. Weitere Publikationen zu Lebensdauer und Nachhaltigkeit von Bodenaufbauten sind in Vorbereitung.

Gemeinsam praxisgerechte
Lösungen finden

Jörg Baumann, Bodenexperte beim BV Farbe, sieht die große Zahl der Handwerksbetriebe und die technische Expertise der Beteiligten als starke Argumente pro Schnittstelle Fußboden. Tatsächlich sind laut der Statistik des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) aus dem Jahr 2023 die Maler mit 38.000 bodenverlegenden Betrieben eine große Handwerksgruppe. "Zusätzlich bringen die Techniker aus den Industrieverbänden durch ihre tägliche Praxis einen riesen Erfahrungsschatz in das Gewerk ein", lautet Baumanns Überzeugung. "Für uns ist die verständliche und kurze Darstellung von technischen Themen auf unseren Hinweisblättern ein wichtiges Anliegen."

Ralf Vowinkel, Präsident im Zentralverband Raum und Ausstattung, ist überzeugt, "dass wir gemeinsam mit der Industrie sicherstellen können, dass klare und praxisgerechte Lösungen entstehen, die allen Beteiligten Orientierung geben." Dabei steht für den obersten Raumausstatter Deutschlands der Konsens im Mittelpunkt: "Unser Ziel ist es, durch abgestimmte Hinweise und Empfehlungen Konflikte zu vermeiden, Qualität zu sichern und unseren Kolleginnen und Kollegen die notwendige Sicherheit bei ihrer täglichen Arbeit zu geben."

"Ein zukunftsweisendes Forum"

Unterstützung kommt dazu vom Vorsitzenden im Verband der deutschen Parkettindustrie, Michael Schmidt: "Wir sehen in der Initiative Schnittstelle Fußboden ein zukunftsweisendes Forum, in dem Handwerk, Industrie und Sachverständige gemeinsam praxisnahe Lösungen entwickeln. Erste Veröffentlichungen und Fortschritte im Bereich Nachhaltigkeit und technischer Zusammenarbeit bestätigen diesen Weg."

Dass die Initiative mehr ist als ein Arbeitskreis, betont Ronald Schenk, Fachbereichsleiter Boden im Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raum- und Ausstattung: "Sie ist bereits das Sprachrohr des bodenlegenden Handwerks - und eine starke Stimme dafür, dass technische Richtigkeit und handwerkliche Realität zusammenfinden."

In der Schnittstelle Fußboden sind schon viele der Beteiligten am Fußbodenbau organisiert, aber noch nicht alle. "Wir führen Gespräche mit den anderen Gewerken", berichtet Ralf Vowinkel.


Mitglieder der Schnittstelle Fußboden
-Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raum- und Ausstattung (BSR)
-Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV Farbe)
-Bundesverband Parkett und Fußbodentechnik (BVPF)
-Industrieverband Klebstoffe (IVK/TKB)
-Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB)
-Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA)
-Verband der deutschen Parkettindustrie (VDP)
-Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller (EPLF)
-Zentralverband Raum und Ausstattung (ZVR)
Schnittstelle Fußboden bringt Handwerk und Industrie zusammen
Foto/Grafik: Screenshot www.schnittstelle-fussboden.de
Die neue Webseite informiert über die Aktivitäten und Arbeitsergebnisse der Initiative.
aus BTH Heimtex 01/26 (Wirtschaft)