Sanierungslösung gescheitert
MFO wird abgewickelt
Für die Kölner Matratzen Direct AG geht es nicht mehr weiter. Ende März hatte das Unternehmen, das die MFO-Filialen betreibt, beim Amtsgericht Köln Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Ziel von Insolvenzverwalterin Annamia Beyer, Partnerin der Kanzlei Lambrecht, und Jens Schmidt von der Kanzlei Runkel Rechtsanwälte als Sachwalter war es, den Betrieb zu stabilisieren und ihn mit einer Umstrukturierung zukunftsfähig aufzustellen. Im Zuge dessen wurde die Zahl der Filialen von 124 auf 97 reduziert. So sei eine wirtschaftlich tragfähige Basis geschaffen worden. Im zweiten Step waren mehr als 44 potenzielle Interessenten angesprochen worden. Doch letztlich lehnten alle ab. "Grundlage des Sanierungskonzepts für eine dauerhaft rentable Fortführung sind auch Investitionen in die Zukunft, die ohne Investor nicht möglich sind", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. "Eine nachhaltig rentable Fortsetzung des Geschäftsbetriebs hätte dies vorausgesetzt."
Bis zum Jahresende sollen die Filialen und der Onlineshop nun noch geöffnet bleiben und die Produkte abverkauft werden. Spätestens am 31. Dezember stellt Matratzen Direct seinen Geschäftsbetrieb ein. Die rund 300 Mitarbeiter verlieren ihren Job.
Matratzen Direct fuhr schon mehrere Jahre in schwierigem Fahrwasser. Bereits 2017 hatte das Unternehmen ein Schutzschirm-Insolvenzverfahren durchlaufen und zahlreiche Filialen geschlossen.
aus
Haustex 11/25
(Wirtschaft)