Schneppensiefen aus Bergisch Gladbach

Dem guten Namen gerecht werden

Christian Nowak und Ole Zimmermann haben zum Jahresbeginn 2024 die Geschäftsführung des Verlegebetriebs Schneppensiefen aus Bergisch Gladbach übernommen. 1969 von Willy Schneppensiefen gegründet, hat dessen Sohn Ralph nun den Familienbetrieb an zwei talentierte Nachfolger übergeben, die bereits seit vielen Jahren in dem Unternehmen in der Nähe von Köln tätig sind.

Vom Praktikanten zum Geschäftsführer: Der 36-jährige Christian Nowak hat in dem Verlegebetrieb Schneppensiefen aus Bergisch Gladbach eine beeindruckende Karriere hingelegt. Seit 1. Januar 2024 leitet der Parkettlegermeister zusammen mit seinem gleichberechtigten Co-Geschäftsführer, dem 47-jährigen Ole Zimmermann, die Geschicke des Unternehmens aus der Nähe von Köln. Auch der Parkettlegergeselle Zimmermann war wie Nowak zuvor als Handwerker bei Ralph Schneppensiefen, dem Sohn des Firmengründers Willy Schneppensiefen, angestellt gewesen.

Nach fast 30 Jahren als Geschäftsführer hat Ralph Schneppensiefen den Staffelstab vor rund eineinhalb Jahren weitergegeben. Er hat die geordnete Übergabe, die bereits 2019 begann, intensiv begleitet und freut sich, mit Nowak und Zimmermann kompetente Nachfolger aus den eigenen Reihen gefunden zu haben: "Ich bin überzeugt davon, dass die beiden auch in Zukunft alles daransetzen werden, weiterhin der Qualitätsmarktführer für Parkett- und Bodenbelagsarbeiten in der Region zu sein", betont Ralph Schneppensiefen, der sich künftig vor allem auf seine Tätigkeit als Sachverständiger und sein ehrenamtliches Engagement als stellvertretender Obermeister der Innung Köln-Bonn-Aachen konzentrieren wird.

Geschäftsführer bewies schon
als Praktikant Hartnäckigkeit

Als er 2006 als Jahrespraktikant bei Schneppensiefen startete, ahnte Christian Nowak wahrlich noch nicht, dass er nicht einmal 20 Jahre später die Geschicke des Traditionsunternehmens aus dem Bergischen Land selbst leiten wird. Damals war der Ausbildungsplatz in dem Betrieb zwar schon besetzt, aber Nowak blieb hartnäckig, da er unbedingt Parkettleger werden wollte - seine Ausbildung konnte er 2007 bei Ralph Schneppensiefen beginnen und schloss diese als Landesbester Nordrhein-Westfalens ab. 2015 folgte der Meistertitel. "Ich hatte damals wirklich tolle Ausbilder. Unser Altmeister Klaus Meyer ist mit seinen 63 Jahren immer noch bei uns im Betrieb. So auch Oleg Steinbrecher, mit dem ich viel während meiner Ausbildung unterwegs war", erinnert sich der Geschäftsführer. Ehrenamtlich engagiert sich Nowak als stellvertretender Lehrlingswart der Innung Köln-Bonn-Aachen.

Das 1969 gegründete Unternehmen hat sich im Laufe der Jahre deutlich gewandelt. Unter Willy Schneppensiefen war es ein reiner Bodenleger-Betrieb mit Schwerpunkt auf dem Wohnungsbau in Leverkusen gewesen. Mit der Übernahme durch dessen Sohn Ralph 1996 kam die Parkettverlegung und -aufbereitung als weiteres wichtiges Standbein hinzu. "Wir sind stetig gewachsen. Während meiner Ausbildung waren wir zwölf Mitarbeiter, heute sind es 21 inklusive zweier Azubis", berichtet Christian Nowak. Er und Ole Zimmermann haben sich für die Anschaffung neuer Maschinen stark gemacht und die Digitalisierung des Betriebs vorangetrieben. Zudem etablierten sie fugenlose Böden - also Sichtspachtelmassen und Mikrozemente - als Ergänzung zu den klassischen Bodenbelagsarbeiten. "Das ist eine lukrative Nische, unser Schwerpunkt bleibt aber die Parkett- und Bodenbelagsverlegung."

In einem Radius von 40 km rund um den Firmensitz sind die Handwerker unterwegs: etwa in Köln, Leverkusen und vor allem in der Stadt Bergisch Gladbach mit ihren rund 110.000 Einwohnern selbst. Die Kunden, von denen viele dem Betrieb bis in die dritte Generation treu geblieben sind, sind zum größten Teil Privatleute. In der rund 70 m2 großen Ausstellung finden die Interessierten zahlreiche Muster vor: Bei Parkett setzen die Verantwortlichen vor allem auf Bauwerk und Drüsedau, die elastischen Beläge stammen von Forbo Flooring. Bei der Bauchemie ist Wakol die erste Wahl.

In vielen Kindergärten
der Region im Einsatz

Bei den gewerblichen Baustellen handelt es sich vor allem um Kindergärten aus der Region. "Im vergangenen Jahr haben wir in einem Kindergarten in Köln auf über 500 m2 den alten Linoleumbelag mit einer Beschichtung wiederaufbereitet. Ein sehr schönes Ergebnis und wir mussten den Altbelag nicht rausreißen", berichtet der Geschäftsführer. Für die Zukunft haben sich Christian Nowak und Ole Zimmermann vorgenommen, der Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter einen großen Stellenwert beizumessen. So sollen zweimal jährlich Mitarbeitergespräche stattfinden.

Christian Nowak blickt mit Zuversicht in die Zukunft: "Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Team unseren Kunden schöne Böden zu realisieren. Wir möchten dem guten Namen des Betriebs Schneppensiefen gerecht werden und diesen solide weiterführen. Wir sind dabei immer offen für neue Ideen." Auch die Ausbildung wird weiterhin einen hohen Stellenwert haben: Mehr als 20 Parkett- und Bodenleger haben seit 1996 bei Schneppensiefen ihre Lehre erfolgreich absolviert - darunter Kammer- und Landessieger. Gute Gehälter seien entscheidend, um bei der jungen Generation zu punkten. Auf Instagram und Portalen wie dem Stellenfinder der Ausbildungsinitiative "Das ist Bodenhandwerk" suchen die Nordrhein-Westfalen erfolgreich Nachwuchskräfte. Ab August 2025 starten bei Schneppensiefen wieder zwei Azubis ihre Karrieren - und vielleicht wird ja eines Tages einer von den beiden in Christian Nowaks Fußstapfen treten.


Schneppensiefen im Überblick
Schneppensiefen GmbH & Co. KG
Hermann-Löns-Straße 109 51469 Bergisch Gladbach
Tel.: 0 22 02 / 86 69 20
info@schneppensiefen-kg.de www.schneppensiefen-kg.de

Geschäftsführung: Christian Nowak & Ole Zimmermann
Gründung: 1969
Mitarbeiter: 21
Fuhrpark: 15 Fahrzeuge
Kundenstruktur: 70 % privat, 30 % gewerblich
Dem guten Namen gerecht werden
Foto/Grafik: Ulla Franke
Schöne Referenz des Betriebs Schneppensiefen: Ein massives Eiche-Stabparkett von Drüsedau (22 mm Dicke), verlegt im Frischgrätmuster, sorgt für den würdigen Rahmen für Veranstaltungen im Wirtshaus am Bock in Bergisch Gladbach. Die Verlegewerkstoffe lieferte Wakol.
Dem guten Namen gerecht werden
Foto/Grafik: Schopps Fotografie
In einem Wohnhaus in Rösrath verlegte der Betrieb diese zweischichtigen Drüsedau-Kellerwalddielen in der Holzart Eiche Tradition (geölt, leicht gebürstet, Farbe Pathos) mit Wakol-Produkten.
Dem guten Namen gerecht werden
Foto/Grafik: Schneppensiefen
Der frühere Geschäftsführer Ralph Schneppensiefen
(Neunter von links) hat seinen Betrieb an OleZimmermann und Christian Nowak (Zehnter und Elfter von links)
erfolgreich übergeben.
Dem guten Namen gerecht werden
Foto/Grafik: Schneppensiefen
In diesem Einfamilienhaus in Bensberg erstellte das Team auf 200 m2 Fläche einen fugenlosen Spachtelboden (Wakol Z 625). Der Lack stammte von Loba.
aus FussbodenTechnik 05/25 (Wirtschaft)