Hometex Winter 2025

Heimtextilien und Teppiche im Fokus

Ein kompaktes Messeerlebnis mit zusätzlichen Ausstellern aus den Bereichen Heimtextilien und Teppiche bietet die Hometex Winter im November in Bad Salzuflen. Die Organisatoren sprechen über die Weiterentwicklung der Messe, neue Schwerpunkte sowie Perspektiven für Aussteller und Besucher.

BTH Heimtex: Seit diesem Jahr liegt die Hometex ganz in den Händen des SN-Verlags. Wie fühlt sich dieser neue Schritt an?

Tim Steinert: Für uns ist das eine spannende Entwicklung. Der Verlag begleitet die Branche seit vielen Jahren mit Titeln wie BTH Heimtex, Carpet Home oder Haustex - jetzt gestalten wir mit der Hometex auch die Bühne, auf der die Branche sich trifft. Das ergänzt sich ideal: Wir wissen, welche Themen den Handel und die Industrie bewegen, und können diese Erfahrung in die Messe einfließen lassen. Wichtig ist für mich: Die Hometex bleibt eine unkomplizierte, überschaubare Veranstaltung, die trotzdem alle relevanten Player anzieht.

Lisa Brokbals: Die Hometex ist ursprünglich aus einer Idee der Bettenbranche entstanden: Man wollte die eigene Messe auch für andere Marktteilnehmer öffnen. Daraus entwickelte sich die ABK Open, die mit den Jahren immer wichtiger wurde - nicht zuletzt, weil sich Verbände wie ABK, Garant, Musterring, MZE oder Katag beteiligt haben. Heute ist die Sommerausgabe fest etabliert. Der nächste logische Schritt war, die Sortimente der Raumausstattung einzubeziehen. Und auch für die Wintermesse sehen wir großes Potenzial, diese Entwicklung gemeinsam mit weiteren Anbietern und Verbänden aus der Heimtextilbranche weiterzuentwickeln.

Thomas Fehr: Genau diese Nähe zur Branche war immer unsere Stärke. Durch den Verlag im Hintergrund wird die Messe noch stärker: Sie erhält nicht nur professionelle Organisation, sondern auch die mediale Sichtbarkeit und journalistische Begleitung. Gleichzeitig bleibt das Wesentliche erhalten: kurze Wege, familiäre Atmosphäre, und am Ende zählen die relevanten Kontakte.

BTH Heimtex: Wo liegen die Schwerpunkte in diesem November?

Fehr: Traditionell sind die modischen Haustextilien wie Bettwäsche, Frottier, Decken oder Tischwäsche das Herzstück der Wintermesse. Aber seit 2024 haben wir mit Teppichen und Heimtextilien - also Dekostoffen, Gardinen, Sonnenschutz - zwei zusätzliche Segmente, die an Fahrt aufgenommen haben. Bei den Teppichen waren schon im letzten Jahr Unternehmen wie Golze, Paulig, Ragolle, Reinkemeier oder Theo Keller erfolgreich dabei. Jetzt kommen weitere Anbieter hinzu, etwa Osta Carpets, Heitmann Felle oder Dekowe.

Steinert: Und bei den Heimtextilien ist die Entwicklung ebenso erfreulich. Gerster, Neutex, Verdi und Indes Fuggerhaus haben im Vorjahr eine sehr positive Bilanz gezogen, darum sind sie auch 2025 wieder dabei. Dazu gesellen sich neue Namen wie Gardinia, Omega Heimtextilien, SAM, DNW oder Luxan. Beide Bereiche sind nicht nur größer geworden, sondern rücken räumlich in den Mittelpunkt, direkt an die zentrale Cateringfläche. Das sorgt für Frequenz und Sichtbarkeit.

BTH Heimtex: Warum ist gerade die Kombination aus Heimtextilien, Haustextilien und Teppichen so interessant?

Steinert: Viele Einkäufer, die auf die Messe kommen, sind nicht nur für ein Segment zuständig, sondern verantworten komplette Sortimente vom Frottier über Dekostoffe bis hin zum Teppich. Für sie ist es ein echter Vorteil, alle Warengruppen an einem Ort kompakt vorzufinden.

Fehr: Das spiegelt sich auch in den Gesprächen wider. Wer Bettwäsche ordert, schaut sich gleich die neuen Dekostoffe an und beim Rundgang landet man dann automatisch bei den Teppichen. Dieser natürliche Zusammenhang ist für Händler und Lieferanten gleichermaßen attraktiv und wird von uns bewusst gefördert.

BTH Heimtex: Wie sieht denn die Besucherstruktur aus?

Brokbals: Wir haben eine sehr gemischte Struktur: vom klassischen Fachhändler bis zu den großen Einkaufsverbänden. Dazu zählen bekannte Möbel- und Raumausstattungshäuser ebenso wie Versender und Online-Plattformen. Und die Zahl der internationalen Besucher wächst: Bei der Sommermesse lag der Anteil bereits bei rund 15 %. Das ist ein starkes Signal, dass Bad Salzuflen zunehmend auch international an Bedeutung gewinnt.

Steinert: Für Aussteller besonders wichtig ist, dass die richtigen Entscheider kommen. Wir sprechen nicht von Laufkundschaft, sondern von Einkäufern, die Budgets verantworten und Sortimente gestalten. Das macht die Messe für die Aussteller so wertvoll. Und für die Besucher wiederum ist es der Vorteil, eine konzentrierte Übersicht zu bekommen, ohne sich durch endlose Hallen kämpfen zu müssen.

BTH Heimtex: Die Messe ist bekannt für ihren besonderen Charakter. Was macht die Hometex so anders?

Brokbals: Sie ist kompakt, effizient und nahbar. Wir bieten den Besuchern ein Rundum-sorglos-Paket mit freiem Eintritt, kostenlosen Parkplätzen direkt vor der Halle und durchgängiger Gratisverpflegung. Das klingt vielleicht banal, ist aber ein echter Pluspunkt, weil sich Aussteller wie Besucher voll auf das Wesentliche konzentrieren können: Geschäft machen und Kontakte pflegen. Und nicht zuletzt gehört auch das gemeinsame Ausklingenlassen des ersten Messetages dazu, etwa beim Get-together anlässlich der Verleihung des Branchenpreises "Haustex Unternehmer des Jahres".

Steinert: Und genau das spüren auch die Teilnehmer. Viele Aussteller heben die entspannte, fast familiäre Atmosphäre hervor. Man kennt sich, man begegnet sich auf Augenhöhe. Gleichzeitig ist die Messe trotz vergleichsweise geringer Kosten professionell organisiert, mit klaren Abläufen und gutem Service. Dieses Gleichgewicht macht den Unterschied - und sorgt dafür, dass sich Aussteller wie Besucher gleichermaßen wohlfühlen.

BTH Heimtex: Lassen Sie uns zum Abschluss nach vorne schauen. Wo steht die Hometex in ein paar Jahren?

Fehr: Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass sich die Messe weiterentwickelt und sich auch in schwierigen Zeiten behaupten kann. Wir wollen die Dynamik bei Teppichen und Heimtextilien halten und die Hometex zu einem Pflichttermin sowohl der Haustextilien- als auch der Heimtextilienbranche ausbauen. Die Voraussetzungen sind da: Bad Salzuflen bietet Platz für Wachstum, die Struktur passt und das Interesse steigt.

Steinert: Unser Ziel ist, die Hometex als für alle leistbaren "place to be" für die Haus-, Teppich- und Heimtextilienbranche zu etablieren. Wir wollen, dass Aussteller und Besucher das Gefühl haben: Hier treffe ich die richtigen Leute, hier bin ich am Puls des Marktes. Dafür arbeiten wir gemeinsam mit der Branche. Und ich bin überzeugt, dass die Hometex Winter 2025 ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg sein wird.


Lisa Brokbals, Projektleiterin Hometex: "Aussteller wie Besucher können sich auf das Wesentliche konzentrieren: Geschäft machen und Kontakte pflegen."

Thomas Fehr, Initiator Hometex: "Wir wollen die Hometex zu einem Pflichttermin der Haustextilien- und Heimtextilienbranche ausbauen. Bad Salzuflen bietet Platz für Wachstum, die Struktur passt und das Interesse steigt."

Tim Steinert, Geschäftsführung SN-Verlag: "Viele Einkäufer auf der Messe verantworten komplette Sortimente. Für sie ist es ein echter Vorteil, alle Warengruppen an einem Ort kompakt vorzufinden."



Hometex Winter 2025

Wann: 19. und 20. November 2025, jeweils 9 bis 18 Uhr
Wo: Messezentrum Bad Salzuflen
Wie viel: Eintritt und Verpflegung für Fachbesucher frei,
kostenlose Parkplätze direkt vor der Halle
Was: Haustextilien (Bettwäsche, Frottier, Wohndecken, Tischwäsche),
Heimtextilien (Dekostoffe, Gardinen, Sonnenschutz)
und abgepasste Teppiche
Weitere Informationen: hometex.de
Kontakt: Lisa Brokbals, Tel.: +49 (0)40 / 24 84 54-50, Mail: brokbals@hometex.de
aus BTH Heimtex 10/25 (Wirtschaft)