Nachgefragt bei Peter Abraham, Bereichsleiter Einzelhandel
"Konstruktives Miteinander mit den Gesellschaftern und der Industrie"
Wie hat sich der Bodenbelagsabsatz im vergangenen Geschäftsjahr entwickelt, differenziert nach Parkett, Laminat und Designböden?
Durch den Relaunch unseres bewährten Bodenbelagskonzeptes und die damit verbundene Einführung der Handelsmarke Prima für Bodenbeläge zum Jahresbeginn sind wir in der aktuell turbulenten Liefersituation gut aufgestellt. Die im Vorfeld geplanten Produktionsmengen der Erstauflage haben uns vor größeren Engpässen bewahrt und unseren Gesellschaftern eine - bis auf wenige Ausnahmen - gute Warenversorgung gesichert. Besonders positiv hat sich dabei in 2021 das Sortiment Parkett entwickelt. Trotz zeitweiser Störungen in der Beschaffung konnten wir hier einen Zuwachs von knapp 3 % verzeichnen. Noch besser sieht es beim Sortiment Laminat mit einem Plus von über 5 % aus. Am meisten zugelegt haben Designböden mit etwas über +11 %.
Und wie ist das erste Halbjahr verlaufen?
Im ersten Halbjahr 2022 hat sich der positive Trend im Sortiment Parkett mit einer Steigerung von über 10 % verstärkt. Allerdings müssen wir weiterhin sehr genau hinschauen, woher das Wachstum kommt. Ist der Umsatzanstieg in erster Linie preisbedingt oder hat sich auch der Mengenabsatz positiv entwickelt? Bei Laminat verzeichnen wir derzeit einen Rückgang von ca. 3 %. Dafür legen Designböden mit einem Plus von aktuell 10 % noch einmal kräftig zu.
Was vermarkten Sie konkret unter dem Eigenlabel "Prima"?
Unter dem Label "Prima mein Zuhause" bieten wir Parkett, Laminat und Vinylbeläge mit insgesamt 25 verschiedenen Dekoren und dazu passende Unterlegematerialien an. Das Programm wird sehr gut von unseren Gesellschaftern angenommen. Auch vor dem Hintergrund, dass wir neben den attraktiven Preisen und der Verfügbarkeit ein passendes Vermarktungspaket geschnürt haben, das auf die Gesamtkonzeption des Themas einzahlt und komplettiert.
Das Konzept beinhaltet neben der Warenpräsentation für die Fach- und Baufachmärkte eine Auswahl verschiedener Musterständer und -tafeln sowie Broschüren, Flyer und Plakate. Zudem können die Gesellschafter auf zahlreiche digitale Maßnahmen, wie z. B. Social-Media-Posts zugreifen, die dazu dienen, auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen "Prima Bodenbeläge" viral zu positionieren, um einen größeren Kundenkreis zu erreichen.
In welchen Geschäftsbereich fallen die genannten Bodenbeläge bei Ihnen?
Hier müssen wir etwas differenzieren, da sich der Bereich Einzelhandel in einzelnen Punkten von den Warenbereichen unserer Baustoffkollegen unterscheidet. Der Schwerpunkt des kooperationseigenen Dienstleistungscampus ist die Beschaffung. Hier setzen wir einerseits auf langjährige Partnerschaften mit den relevanten Industrieunternehmen und andererseits auf die Erfahrungen unseres starken Category Managements unter der Leitung von Joachim Schock mit Category Manager Holz Jürgen Bentz.
Unsere Dienstleistungen für Fach- und Baufachmärkte sowie die Fachhandelsausstellungen haben neben dem Schwerpunkt Beschaffung aber auch das Ziel, die Vermarktung am POS mit entsprechenden Selbstbedienungskonzepten f zu unterstützen. Neben vielen anderen Leistungen, die wir für das Tagesgeschäft in den Märkten zur Unterstützung bereithalen, sind wir sehr stark in der Planung und Umsetzung der Fachhandelsausstellungen engagiert. Dazu zählen unter anderem auch die dekorativen Bodenbeläge. Infolgedessen haben wir die Möglichkeit, über mehrere Faktoren am Erfolg unserer Gesellschafter mitzuwirken. Zumal wir beim Ausbau und der Weiterentwicklung unserer Leistungen von dem guten Austausch mit unseren Gesellschaftern und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern profitieren. Im Rahmen dieses konstruktiven Miteinanders sehen wir uns und die Gesellschafterhäuser gut aufgestellt.
aus
Parkett Magazin 05/22
(Wirtschaft)