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Erismann & Cie. GmbH

Integration der P+S-Kollektionen bei Erismann ist gelungen

Erismann hat seinen Absatz im zweistelligen Prozentbereich verbessert. Mit dafür verantwortlich sind die von P+S übernommenen Kollektionen. Eine neue Serie von Guido Maria Kretschmer kommt im Herbst in den Handel.

Für den Tapetenhersteller Erismann hat sich die Übernahme ausgewählter Kollektionen des Ende 2018 in Insolvenz gegangenen Gummersbacher Wettbewerbers Pickhardt + Siebert gelohnt. "Wir haben ein gutes Stück vom P+S-Kuchen bekommen", sagt Geschäftsführer Martin Slotty und verweist auf eine "deutlich im zweistelligen Prozentbereich" liegende Absatzsteigerung. In diesem Herbst bringt Erismann eine neue Lizenzkollektion des Modedesigners Guido Maria Kretschmer auf den Markt, der seinen mit P+S geschlossenen Vertrag mit dem Breisacher Unternehmen fortsetzt.

Erismann hat von P+S alle IP-Rechte, Design-Rechte sowie Marken übernommen und damit die Rechte an allen Kollektionen, Mustern und Entwürfen. Auch die Marke P+S ist auf Erismann übergegangen. Zum Zeitpunkt der Insolvenz umfasste das Sortiment von P+S rund 2.000 Artikel. Davon führt Erismann jene rund 130 Artikel weiter, die sich größerer Beliebtheit erfreuten und integrierte sie ins eigene Sortiment. Darunter befindet sich auch die sehr hochwertige Kretschmer-Lizenz Deluxe.

Wie Slotty hervorhebt, stand sein Unternehmen bei der planmäßig verlaufenen Integration vor einigen Herausforderungen. "Es war ein Stück Neumusterung", betont er. "Wir mussten die Kollektionen an unsere Maschinen anpassen."

In diesem Prozess wurden eigene Projekte zunächst hinten angestellt, weil die Kapazitäten nicht ausreichten. Alles in allem lief es nach Ansicht des Geschäftsführers aber zufrieden stellend, auch für die Handelskunden. Die werden weiterhin unter anderem von Dietmar Everding betreut; der ehemalige P+S-Geschäftsführer ist als Geschäftsführer Vertrieb zu Erismann gewechselt.

Große Hoffnungen setzt Slotty in die neue Kollektion von Guido-Maria Kretschmer, die in diesem Herbst an den Start gehen soll. "Wir arbeiten noch daran. Die Tapeten werden derzeit auf unseren Maschinen koloriert", erläutert er.

Für Erismann war die Übernahme der P+S-Kollektionen eine Erfolgsgeschichte. Aber angesichts der von Umsatzrückgang gebeutelten Branche will sich Slotty keineswegs auf dem Erfolg ausruhen. "Auch wenn wir uns 2019 deutlich verbessert haben, bleibt der Markt insgesamt doch schwierig. Wir Hersteller stehen unter erheblichem Druck."
aus BTH Heimtex 11/19 (Wirtschaft)