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Sopro Bauchemie: Eigenes Neubau-Projekt nimmt konkrete Formen an

Marktposition weiter ausgebaut


Auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main konnte Sopro Bauchemie über erneut positive Wirtschaftsdaten, eine verbesserte Marktposition sowie sein eigenes Neubauprojekt berichten. Die beiden Geschäftsführer Michael Hecker und Andreas Wilbrand stellten einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten vor. Sie zeigten sich zuversichtlich, auch 2019 die eigene Position weiter ausbauen zu können.

Das Geschäftsjahr 2018 ist für Sopro Bauchemie in Deutschland erneut sehr erfolgreich verlaufen. Im mittlerweile 18. Jahr der Zugehörigkeit zur internationalen Mapei-Gruppe konnte das Unternehmen den Umsatzrekord aus dem Jahr 2017 weiter ausbauen und ein Umsatzwachstum von fast 6 % auf rund 150 Mio. EUR erzielen. In der gesamten Sopro-Gruppe mit allen Umsätzen der Sopro-Auslandsaktivitäten gab es einen Zuwachs von ungefähr 6 % auf rund 220 Mio. EUR.

Aktuell ist Sopro in Deutschland mit der Planung des Neubaus eines modernen leistungsfähigen Laboratoriums für Forschung, Entwicklung und Anwendungstechnik beschäftigt. Es ist kombiniert mit einem Kundenschulungszentrum in Wiesbaden, nahe der Sopro-Produktion in Amöneburg. Auf einem über 20.000 m2 großen Grundstück soll demnächst gebaut werden. Details zum Neubauprojekt hatte FussbodenTechnik bereits in Ausgabe 03 / 2019 im Interview des Monats vorgestellt.

Fliesentechnik legt deutlich zu

Aus Sicht von Sopro hat man sich im Jahre 2018 erneut mit den Fliesentechnik-Produkten besser entwickelt, als der Markt, den die Wiesbadener aus verschiedenen Statistiken zum Gesamtfliesenverbrauch in Deutschland ableiten. Die eigenen Fliesentechnik-Produkte konnten erneut mengenseitig deutlich zulegen. Geschäftsführer Andreas Wilbrand: "Es zeigt sich vor dem Hintergrund des erneut überproportional angestiegenen Sopro Kleber- und Fugenmörtelabsatzes, dass Sopro Bauchemie in Deutschland die sortimentsbezogene Marktposition entgegen der Markt- und Wettbewerbsentwicklung weiter ausbauen und festigen konnte."

Wesentlichen Anteil am Erfolg hatte vor allem Deutschland, aber auch die Tochtergesellschaften haben ihre Beiträge dazu geleistet. Dazu Sopro-GeschäftsführerMichael Hecker: "Der für unsere Geschäftsentwicklung primär wichtige Fliesenmarkt hat sich in allen Ländern günstig entwickelt, freilich mit unterschiedlichen Wachstumsraten. Diese rangieren von +0,6 % in der Schweiz bis zu +7,5 % in Ungarn. Die Fliesenmärkte in Österreich, Polen und den Niederlanden wuchsen um 3 bis 5 %."

Wilbrand wies darauf hin, dass der Wettbewerb im bauchemischen Umfeld an Schärfe deutlich zugenommen habe und die Margen bei vielen Anbietern unter Druck stünden. "Die Kostensenkungsmöglichkeiten sind weitgehend ausgereizt - der größte Umsatz kommt aus dem Bereich bestehender und etablierter Produkte und ohne Innovationen würde es noch schwieriger werden. Die Schärfung der Marke, die echte Bedeutung und der Mehrwert derselben werden immer wichtiger, erst recht, weil die Tendenz zu gesichtslosen Private Label Produkten deutlich ansteigt", so Wilbrand weiter.

Bedeutung der
mobilen Generalisten wächst

Neben der professionell arbeitenden, oft "meisterlich" qualifizierten Handwerkerklientel für hochwertige Bauchemie treten zunehmend als wichtige Handwerkerzielgruppe die meist "werkstattlosen, mobilen Generalisten" in Erscheinung, ohne die es in vielen Bereichen nicht mehr geht. Nach Recherchen der Hansa Unternehmensberatung sollen in Deutschland mittlerweile rund 30 Mio. m2 keramische Fliesen allein durch diese Handwerkergruppe verlegt werden. Das wären schon mehr als 22 % der gesamten deutschen Verlegeleistung. Diese Zielgruppe drängt weiterhin in den Fokus der deutschen Baustoff- und Fliesenfachhändler. Auch die Baumarktbranche hat das Potenzial erkannt und versucht, diese Kleinsthandwerkergruppen noch besser zu erfassen und erschließen.

Mit "kritischer Zurückhaltung" werden die Kleinsthandwerker ohne Meisterbrief jedoch von den klassischen, professionellen Fliesenverlegebetrieben betrachtet, weil diese zusätzliche Konkurrenz oft die Preise deutlich unter Druck setzt und durch verschiedentlich handwerklich unzureichende Qualität auch manche "Schlechtleistung" hinterlässt, die das Image der Keramik als attraktiven Wand- oder Bodenbelag auch negativ beeinträchtigen kann.

Daher wird der Ruf nach einer Rückkehr zum "Meisterzwang" im Gewerk der Fliesen-, Platten- und Mosaikleger immer lauter und verschiedene politische Strömungen und Versprechungen lassen eine künftige Rückkehr zur Meisterpflicht derzeit auch nicht ganz unwahrscheinlich erscheinen. Wilbrand betonte einen weiteren Aspekt: "Dennoch ist festzuhalten, dass die Kleinsthandwerker auf dem deutschen Markt derzeit eine wichtige Rolle einnehmen - speziell vor dem Hintergrund des eklatanten Fachhandwerkermangels, der unsere Branche immer noch deutlich negativ beeinflusst und im Wachstum limitiert."

2018 schulte Sopro
28.000 Teilnehmer

Weiterhin ausbauen will man bei Sopro auch die viel beachteten Akademieaktivitäten, die man nach dem sagenhaften Erfolg des letzten Jahres, wo Sopro über 28.000 Teilnehmer weiterbilden konnte, fortführen wird. Dazu gehört natürlich auch wieder die Sopro Profitage 2019, die das Unternehmen bereits für zwei Veranstaltungstage vorbereitet. Tipp von FussbodenTechnik: Termine 19 oder 21. November 2019 vormerken.
aus FussbodenTechnik 05/19 (Wirtschaft)