Barth & Co.

Verstärkung im Terrassenbereich, Neuheiten bei Parkett und Designböden


Barth & Co hat wie immer zur Messe gleich eine ganze Reihe an Neuheiten in seinen verschiedenen Segmenten im Gepäck. Stichwort Dreischicht-Landhausdielen: Nach dem erfolgreichen Einstand der neuen "Loopy Face"-Oberfläche mit ihrer ausdrucksstarken, dabei soften Tiefenstruktur und werksseitigen Veredelung mit Naturöl auf der Holzland-Expo wird das Thema in der Maritim XL Collection nun auf sechs Farben ausgedehnt. Auch die Safetop-Oberfläche mit ihrer natürlichen Rohholz-Optik gewinnt immer mehr Fans und wurde deshalb in alle Kollektionen aufgenommen.

Auf den Designboden-Zug ist Barth & Co schon früh aufgesprungen und befeuert ihn mit vier Kollektionen für den Einsatz im privaten und gewerblichen Bereich. "Wir sehen die Zukunft in Multilayer-Rigid-Produkten", sagt der geschäftsführende Gesellschafter Sebastian Kruczek. Zur Bau gibt es auch im Vinylbereich Neuerungen und Ergänzungen, unter anderem mit der neuen Premium-Serie im XXL-Format.

Gute Perspektiven verspricht man sich in Korschenbroich für den Outdoor-Bereich von der Zusammenarbeit mit der chinesischen Dasso Group. Der 1993 gegründete Bambus-Verarbeiter mit Stammsitz in Hangzhou beansprucht mit über 1.000 Mitarbeitern, sieben Werken und mehr als 40 Patenten eine führende Position in der Branche. Ganz frisch, erst im November 2018, wurde mit Dasso vereinbart, dass Barth & Co. ab sofort den Exklusivvertrieb der hochdruckverpressten XTR- und CTECH-Bambusterrassendielen in den DACH-Ländern übernimmt.

"Hochdruckverpressung können viele", sagt Fabian Kleophas, der das Segment Terrassendielen aus Holz und Bambus betreut, "das Geheimnis liegt in der Haltbarmachung der Fasern vor dem Verpressen". Bis zu diesem Schritt ist der Produktionsprozess gleich: Die Stämme des Riesenbambus (botanischer Name Moso) werden nach fünf bis sieben Jahren Wachstum geschlagen, in circa 2 m lange Stücke aufgetrennt, geachtelt, innen und außen geschält und in Strands aufgeteilt. Beim patentierten XTR-Verfahren von Dasso wird der Bambus thermisch behandelt. Das verleiht den Terrassendeckings den charakteristischen dunklen Braunton und macht sie in Kombination mit dem Verpressen strapazierfähig, formstabil und resistent gegen Pilze und Mikroorganismen.

Eine Alternative, um eine hellere Färbung zu erreichen, ist die zum Patent angemeldete CTECH-Technologie: Dafür werden die Bambusfasern in einem Wasserbad mit feinsten Keramikpartikeln getränkt, die sich anlagern und so das Material vor Pilzbefall schützen. Die weiteren Verarbeitungsgänge bis zur fertigen Terrassendiele sind wieder analog: Die hochdruckverpressten Platten werden geschnitten, gehobelt, profiliert, geschliffen und werksseitig geölt, so dass sie verlegefertig sind.

Barth & Co. bietet beide Dielenarten in zwei Profilvarianten zunächst in 137 mm Breite an. Weitere Breiten sollen folgen. Ebenso sei mittelfristig eine sukzessive Ergänzung mit weiteren Bambusprodukten von Dasso denkbar, heißt es. Idealerweise sollten die Deckings auf einer Aluminium-Unterkonstruktion verlegt werden. Weil sich die Bambusfasern leicht hochstellen können (das fühlt sich aber nur ganz leicht rau an, hat die Parkett Magazin-Redaktion im Eigentest erfahren) wird empfohlen, sie nach der Verlegung noch einmal zu ölen. Zum Reinigen reichen Schrubber und Wasser.
aus Parkett Magazin 01/19 (Sortiment)