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PCI: Ausbau der Werke Hamm und Wittenberg

Investitionen in Steine und Strukturen


PCI Augsburg treibt die Integration seiner Fußbodentechnik-Marke Thomsit kräftig voran. Investitionen im zweistelligen Millionenbereich fließen in den Ausbau von Produktion und Logistik in den Standorten Hamm und Wittenberg.

Fast zeitgleich im Oktober 2018 nahm PCI Augsburg in Hamm ein neu errichtetes Lieferzentrum sowie in Wittenberg einen Erweiterungsbau offiziell in Betrieb. Mit dem Ausbau der logistischen Einrichtungen und Produktionsanlagen entstanden in beiden Werken insgesamt 58 neue Arbeitsplätze. Mit den "Investitionen in Steine und Strukturen" unterstreicht die BASF-Tochter den eingeschlagenen Wachstumskurs im Rahmen der Übernahme des westeuropäischen Bauchemiegeschäfts von Henkel mit der Fußbodentechnik-Marke Thomsit und der einlizensierten Fliesen-Marke Ceresit. "Mit den Investitionen in den Ausbau unserer Standorte wie auch in zusätzliches Personal und in unsere Marken PCI und Thomsit rüsten wir uns für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft", betonte Marc C. Köppe, Vorsitzender der Geschäftsführung der PCI-Gruppe, bei der Eröffnung des 4.300 m2 großen Neubaus in Hamm.

Das neue Lieferzentrum bietet zusätzliche 4.900 Palettenstellplätze und ist über automatische Förderanlagen mit dem bestehenden Transportsystem verbunden. Damit schafft das Unternehmen Platz für die Produkte der Marke Thomsit: Zurzeit noch in einer von Henkel geleasten Produktion in Unna hergestellt, soll das gesamte Portfolio ab Mitte 2019 in Hamm und Wittenberg produziert werden. Dafür werden die Produktionsanlagen an beiden Standorten erweitert. Neu entstehende Arbeitsplätze sollen bevorzugt Beschäftigten angeboten werden, die in Unna von der Rückgabe der von Henkel bis Ende 2019 geleasten Produktion betroffen sind. In Hamm beschäftigt PCI in Produktion und Transportlogistik zurzeit rund 120 Mitarbeiter.

Konzentration auf die Marken
Thomsit und PCI

Für die Integration von Thomsit, innerhalb der Gruppe als Leitmarke für den Sortimentsbereich Fußbodentechnik positioniert, sei die Eröffnung des neuen Logistikzentrums ein "Meilenstein", sagt Holger Sommer, Leiter Fußbodentechnik Thomsit. "Wir rücken deutlich näher an unsere Kunden heran und setzen auf die eingeschliffene, funktionierende Logistik der PCI auf". Seit der Übernahme habe das Unternehmen deutlich in die Marke investiert - in neue Produkte ebenso wie in Mitarbeiter: "Wir haben Vertriebspersonal aufgebaut und Lücken in der Marktabdeckung geschlossen", so Sommer. Inzwischen seien 40 Vertriebsmitarbeiter in Deutschland für die auf das Fachhandwerk ausgerichtete Marke aktiv.

In seinen beiden anderen Sortimentsbereichen Fliese und Bau setzt die Gruppe hingegen voll auf die Marke PCI: Die einlizensierte Marke Ceresit werde zeitnah nicht aktiv weitergeführt, teilte Marc C. Köppe in Hamm mit, die Ceresit-Aktivitäten gingen 2019 in die PCI auf.

Obwohl das Unternehmen mit dem Umbau seiner Produktions- und Logistikstrukturen alle Hände voll zu tun haben dürfte, verläuft das aktuelle Geschäftsjahr offensichtlich nach Plan: "Wir haben ein weiteres gutes Jahr mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich hinter uns", konstatierte der Geschäftsführungsvorsitzende. 2017 belief sich der Netto-Umsatz der Gruppe mit 1.250 Mitarbeitern auf rund 300 Mio. EUR. | Imke Laurinat
aus Parkett Magazin 01/19 (Wirtschaft)