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Südbund Einkaufsverband für Heimtextilien eG

Südbund Wohntage Familiär und effektiv


Ende Januar öffnen wieder die Wohntage vom Südbund. Die Veranstaltung hat sich von der Haus- zu einer Regionalmesse entwickelt. Vorstand Klaus Kurringer erklärt, warum die Mischung aus familiärer Atmosphäre und Effektivität funktioniert.

BTH Heimtex: Am 23. und 24. Januar laden Sie wieder zu den Südbund-Wohntagen Frühjahr/ Sommer nach Backnang ein. Diese ursprünglich als Hausmesse gestartete Veranstaltung hat sich positiv entwickelt, erreicht mittlerweile einen Einzugsbereich von 250 km und gilt damit als wichtige Regionalmesse. Andere Regionalmessen tun sich hingegen schwer, verlieren an Resonanz oder verschwinden gar. Warum sind die Wohntage anscheinend anders?

Klaus Kurringer: Ich denke der Termin am Anfang des Jahres ist für Aussteller und Besucher gleichermaßen interessant. Hier werden viele neue Kollektionen vorgestellt und es gibt klare Hinweise auf die Trends des Jahres. Nicht ohne Grund hat auch die Branchenmesse Heimtextil ihren Termin in den Januar gelegt. Ein weiterer Vorteil, den vielen Aussteller bei uns schätzen, ist das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

BTH Heimtex: Sie haben also einen guten Termin und sind preiswert. Es muss noch andere Gründe geben für den Erfolg

Kurringer: Da fallen mir natürlich noch viele andere Punkte ein, zum Beispiel die kostenfreie Verpflegung aller Fachbesucher, unsere hohe Servicebereitschaft und die familiäre Atmosphäre. Es ist im Grunde das Gesamtkonzept, das überzeugt.

BTH Heimtex: Sie sprechen von "familiär". Was können sich diejenigen darunter vorstellen, die noch nicht auf der Messe gewesen sind?

Kurringer: Trotz der 3.500 m2 Messefläche sind wir im Vergleich zu anderen Messen eher klein. Doch das sehen wir als Vorteil: Man rückt zusammen und kommt schneller ins Gespräch. Das führt zu einer Wohlfühlatmosphäre, fast wie im Wohnzimmer zuhause. Diese besondere Stimmung lässt sich aber nicht planen, sondern entsteht durch den kreativen und unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiter.

BTH Heimtex: Können Sie Ihr Gebäude erweitern oder die Wohntage in einer größeren Halle ausrichten, wenn der Andrang mittlerweile so groß ist?

Kurringer: Nein, das ist keine Option für uns. Ich glaube, dadurch würde die beschriebene Atmosphäre verloren gehen. Dass wäre so, als würde man Freunde in eine Gaststätte einladen anstatt zu sich nach Hause.

BTH Heimtex: Ist es nicht von Nachteil, wenn der Platz so knapp ist?

Kurringer: Ich bin der Meinung, dass wir gut daran tun, nicht um jeden Preis zu wachsen. Aussteller und Besucher schätzen den persönlichen Kontakt zu uns. Durch eine Vergrößerung wäre aber der intensive Austausch nicht mehr in diesem Maße möglich.

BTH Heimtex: Sind es der persönliche und intensive Austausch auf den Wohntage, der die Veranstaltung zu einer wachsenden Konkurrenz zur Heimtextil macht?

Kurringer: Diese Konkurrenzsituation sehe ich nicht so. Vielmehr haben wir unterschiedliche Schwerpunkte, wodurch es möglich ist, dass sich beide Messen auf ihre Weise positiv entwickeln. Wir unterstützen sogar die großen Messen, indem wir unseren Mitgliedern Pläne zur Verfügung stellen und informieren, wo die jeweiligen Lieferanten zu finden sind.

BTH Heimtex: Sie haben seit einigen Jahren eine weitere Besonderheit auf den Wohntagen: Sie lassen auch "Fremde" als Besucher zu, also Fachhändler und Raumausstatter, die weder Südbund-Mitglieder sind noch mit der Kooperation zusammenarbeiten. Was hat es damit auf sich?

Kurringer: Ja, das war ein bewusster Schritt. Wir wollten unseren Lieferanten die Möglichkeit geben, auch ihre Kunden einladen zu können. Also auch Raumausstatter, die keine Verbindung zum Südbund haben. Mit diesem Schritt war es möglich, aus einer Hausmesse eine Regionalmesse zu entwickeln. Die Anzahl der Messebesucher zeigt, dass es uns gelungen ist.

Das Gespräch führten Michael Steinert, Jochen Lange und Silvia Mändle. | jochen.lange@snfachpresse.de
aus BTH Heimtex 01/19 (Wirtschaft)