ePrivacy and GPDR Cookie Consent by CookieConsent.com

Bostik GmbH

Mapei lässt die Konkurrenz hinter sich

Mapei landet in der Großhandelsumfrage Verlegewerkstoffe 2018 auf Platz eins und entscheidet zehn von 13 Einzelkriterien für sich. An zweiter Stelle steht Schönox, gefolgt von Pallmann und Thomsit auf Rang drei. Insgesamt gaben die Grossisten ihren Lieferanten gute Noten.

Bei Mapei dürften die Sektkorken knallen. Der italienische Bauchemie-Konzern, dessen deutsche Tochter ihren Sitz in Großostheim bei Aschaffenburg hat, ist aus der Großhandelsumfrage Verlegewerkstoffe 2018 von BTH Heimtex mit der Note 1,6 als Gewinner hervorgegangen und hat die Vorjahressieger Schönox und Uzin abgelöst. Auf Platz zwei folgt Schönox. Pallmann und Thomsit teilen sich Rang drei. Top ist Mapei aber nicht nur im Gesamtergebnis. Das Unternehmen führt auch ganze zehn von 13 Einzelkriterien an, ist unter anderem der sympathischste Anbieter von Verlegewerkstoffen.

Im Vorjahr hatten Schönox und der bisherige Dauersieger Uzin, der aktuell zusammen mit Ardex an vierter Stellte steht, noch das Ranking angeführt. Mapei war aufgrund zu weniger Bewertungen nicht mit in die Detailbetrachtung eingegangen. Auf Basis der wenigen zurückgesandten Bögen zeichnete sich aber schon im vergangenen Jahr ab, dass Mapei von seinen Großhandelskunden hoch geschätzt wird.

Das diesjährige Ergebnis macht einmal mehr deutlich, dass es trotz gleichbleibender Umfrage-Ansprechpartner Jahr für Jahr zu deutlichen Verschiebungen kommen kann. Dies liegt unter anderem daran, dass nicht alle Befragten jedes Mal mitmachen. Auch werden die Bewertungen, die die Großhändler und Einkaufskooperationen über ihre Verlegewerkstoff-Lieferanten abgeben, von persönlichen Beziehungen beeinflusst. Schon ein personeller Wechsel in der Außendienstmannschaft reicht manchmal aus, um die Zufriedenheitswerte positiver oder negativer ausfallen zu lassen. Schließlich handelt es sich um Momentaufnahmen.

Diese Faktoren dürfen bei der Betrachtung der Umfrageergebnisse zwar nicht außer acht gelassen werden. Wichtiger aber ist, dass die Hersteller Hinweise erhalten, in welchen Leistungskriterien sie sich tendenziell verbessern können. Von daher ist die Umfrage ein ernst zu nehmendes Instrument, um die Wünsche der Großhandelskunden zu erfüllen, die anders als bei Bodenbelägen im Bereich Verlegewerkstoffe nur auf wenige Lieferanten zurückgreifen.

Dass die Industrie auf dem richtigen Weg ist, zeigen die durchweg guten Durchschnittsnoten, die sich in einem Korridor von 1,6 bis 2,6 bewegen, wobei lediglich Mapei und Schönox mit einer 1 vor dem Komma punkten. Das heißt: Die Grossisten sind im allgemeinen zufrieden mit ihren Verlegewerkstoff-Lieferanten. Die Abstände zwischen dem Erst- und Letztplatzierten betragen in einigen Einzelkriterien lediglich etwa eine Note. Handlungsbedarf besteht vor allem in der Entwicklung innovativer Produkte und der Vertriebspolitik.

Fast alles richtig macht der Umfrage zufolge mit der Note 1,6 Mapei. Aber auch Schönox (1,8), Mapei im Gesamtranking dicht auf den Fersen, schindet Eindruck im Großhandel. Der Hersteller führt zudem in vier Leistungskriterien. Pallmann und Thomsit folgen mit 2,0 auf dem dritten Platz. Uzin Utz, die mit ihrer Marke Uzin bisher ein Abo auf den ersten Platz zu haben schienen, sich diesen im vergangenen Jahr mit Schönox teilten, landen aktuell zusammen mit Ardex auf dem vierten Rang mit der Note 2,1. Dabei kann Uzin vor allem auf seine Markenstärke bauen. Kein Grund also, den Kopf in den Sand zu stecken.

Hier nun die Stärken und Schwächen der einzelnen Lieferanten in alphabetischer Reihenfolge:

ist für den Großhandel einer der wichtigsten Lieferanten. Mehr als zwei Drittel führen Produkte des expandierenden Familienunternehmens mit Sitz in Witten. Zum Sortiment zählen vor allem Verlegewerkstoffe, aber auch Wandspachtelmassen und das System Pandomo zur dekorativen Gestaltung von Wand- und Bodenflächen. Vertreten ist die Ardex Gruppe mit 49 Tochtergesellschaften in mehr als 50 Ländern. Sie erwirtschaftet einen Gesamtumsatz von rund 720 Mio. EUR und setzt weiter auf Wachstum. So wurde erst im vergangenen Jahr die Mehrheit an der Knoop Unternehmensgruppe übernommen, einem Anbieter von Estrich- und Betonzusatzmitteln im bayerischen Dettelbach.

In der Großhandelsbefragung Verlegewerkstoffe reichte es diesmal für Ardex zwar nicht für einen Platz unter den ersten drei wie im vergangenen Jahr, als das Unternehmen im Ranking an dritter Stelle rangierte. Doch die Grossisten gaben ihm wie im Vorjahr die Note 2,1 und machen damit deutlich, dass sie mit Ardex deutlich mehr als nur zufrieden sind.

Besonders loben die Großhändler die Lieferzuverlässigkeit, die Lieferschnelligkeit und den Sympathiewert (alle Platz drei) sowie die Produktqualität und die Markenstärke. Alles in allem sehen die Befragten deshalb gute Zukunftsperspektiven (2,0) für die Wittener, die kräftig in den Ardex Campus mit Hauptverwaltung, neuem Logistikzentrum und erweiterten Produktionsanlagen investieren. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.

Ein Kritikpunkt betrifft das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das kommt mit der Note 2,5 nicht ganz so gut bei den Großhändlern an.

hat sich der gesamten Lebensdauer von Holzfußböden verschrieben. Das 1919 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Schweden bietet Produkte für deren Verlegung, Renovierung, Reinigung und Pflege an. Es ist weltweit durch Tochtergesellschaften und Vertriebspartner in mehr als 90 Ländern vertreten, darunter mit Bona Deutschland und 90 Mitarbeitern in Limburg.

Mit der Note 2,3 liegt Bona auf dem fünften Platz im Ranking der Verlegewerkstoff-Anbieter. Die beste Beurteilung heimst das Unternehmen mit der Note 1,9 für seine Lieferzuverlässigkeit ein. Zudem gilt Bona den Großhändlern als starke Marke. Verbesserungsbedarf besteht jedoch beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Ansonsten ist das Unternehmen durchweg mit relativ guten Werten für seine Leistungen honoriert worden.


liegt gleichauf mit Bona auf dem fünften Platz. Der Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen für Industrie, Bau und private Verbraucher gehört seit 2015 zum französischen Spezialchemiekonzern Akrema und macht weltweit rund 2 Mrd. EUR Umsatz. Sitz der Deutschlandzentrale ist im nordrhein-westfälischen Borgholzhausen. Deutliches Zeichen für den geplanten Wachstumskurs ist die personelle Aufstockung des Verkaufs- und Technikteams in jüngster Vergangenheit.

Nachdem Bostik im vergangenen Jahr zu wenig Bewertungen erhalten hatte, um einen fairen Vergleich mit den Wettbewerbern zu ermöglichen, ist das Unternehmen im diesjährigen Ranking dabei. Sein Notenspektrum für die 13 Einzelkriterien bewegt sich in einem Korridor von 2,0 bis 2,7, was keinerlei Anlass zur Sorge darstellt. Am besten bewerten die Großhändler die Qualität des Innendienstes, die Lieferzuverlässigkeit und die Reklamationsbearbeitung. Auch mit Lieferschnelligkeit und Produktqualität kann das Unternehmen punkten.

Schwächen zeigt es dagegen bei der Markenstärke und dem Marketing - wichtige Kriterien, die auch die Zukunftsperspektiven mit beeinflussen. Die werden mit der Note 2,5 beurteilt, was den achten Platz bedeutet.

ist ein 1959 gegründetes Familienunternehmen, das seinen Stammsitz im schwäbischen Esslingen hat. Über Tochtergesellschaften und Vertriebspartner ist es in Europa, Asien, Nordamerika und Ozeanien vertreten. Markenzeichen des Herstellers von Klebstoffen, Spachtelmassen und Mörtel ist das Gelb im Erscheinungsbild. Viola Mergenthaler hat im vergangenen Jahr die Aufgabe übernommen, dieses als Marketingleiterin noch stärker ins Bewusstsein der Verarbeiter zu rücken. Geleitet wird das Unternehmen von Wolfgang Kiesel und seiner Tochter Beatrice Kiesel-Luik, die bereits in dritter Generation zum Erfolg des Verlegewerkstoffherstellers beiträgt.

Wie die Mitbewerber Bona und Bostik landete auch Kiesel mit der Note 2,3 auf dem fünften Platz im Gesamtranking. Die Großhändler schätzen vor allem die Qualität des Innendienstes und die Lieferschnelligkeit. In beiden Kriterien nimmt Kiesel den dritten Platz ein. Auch Lieferzuverlässigkeit und Produktqualität erhalten gute Werte.

Nachholbedarf gibt es bei Innovationen, Markenstärke, Marketing und Sympathiewert. So bekommt Kiesel für die Zukunftsperspektiven lediglich die Note 2,6 und damit den letzten Platz in diesem Kriterium.

hat in diesem Jahr groß abgeräumt, nachdem der italienische Bauchemie-Konzern im vergangenen Jahr mangels ausreichend vieler Rückläufer nicht in die engere Bewertung der Großhandelsumfrage eingegangen war. Besser Ergebnisse sind kaum möglich: Platz eins im Gesamt-Ranking mit der Note 1,6 und führend in zehn von 13 Einzelkriterien. Die Italiener mit deutscher Tochter bei Aschaffenburg lassen bei den Grossisten keine Wünsche offen. Die Neuausrichtung, nachdem der im Baumarkt und Baustoff-Fachhandel einkaufende mobile Generalist als neue Zielgruppe aufgenommen wurde, tut der Beliebtheit von Mapei keinen Abbruch.

Der 1937 in Mailand gegründete Konzern ist mittlerweile mit 70 Werken in 32 Ländern vertreten. Sein Jahresumsatz liegt bei rund 2,3 Mrd. EUR. Damit ist Mapei ein echtes Schwergewicht in der Verlegewerkstoff-Branche. Stark ist das Unternehmen vor allem beim Systemgedanken. Das heißt, seine Produkte sind systematisch abgestimmt. Darüber hinaus hat sich Mapei auf die Fahnen geschrieben, das umweltfreundliche Bauen voranzutreiben. Mehr als 150 Produkte des Unternehmens entsprechen dem internationalen Bewertungssystem LEED.

Nach Einschätzung der Großhändler macht Mapei fast alles richtig und erntet damit die Auszeichnung, sympathischster Anbieter zu sein. Schwachpunkte erkennen sie allerdings noch bei der Produktqualität und der Markenstärke. Doch die lassen sich leicht beheben, was die Zukunftsperspektiven deutlich machen. In diesem Kriterium siedeln die Grossisten den italienischen Verlegewerkstoff-Hersteller mit der Note 1,7 gleich hinter Schönox (1,5) an.

ist ein Komplettanbieter von Produkten für das Verlegen von Parkett. Das Sortiment reicht von der Oberflächenveredlung über Pflege und Reinigung bis zu Parkettklebstoffen und Produkten für die Untergrundvorbereitung. Kernmarkt des 1900 gegründeten Unternehmens mit Sitz in Würzburg, das zu Uzin Utz gehört, ist Deutschland.

Und die deutschen Großhändler honorieren die Leistungen von Pallmann mit der Gesamtnote 2,0 und damit dem dritten Platz im Ranking - gemeinsam mit Thomsit. Große Zustimmung gibt es für Reklamationsbearbeitung, Marketing, Vertriebspolitik und Lieferschnelligkeit mit jeweils ersten Plätze in den Einzelkriterien.

Insgesamt landet Pallmann auf Basis der positiven Beurteilung bei den Zukunftsperspektiven auf Platz drei mit der Note 1,9 nach Schönox und Mapei. Das Unternehmen überzeugt vor allem im Servicebereich, der ihm den dritten Rang einbrachte.

Trotz dieses Erfolgs bleibt dennoch etwas zu tun: Verbessern könnten sich Markenstärke und die Qualität des Innendienstes.

ist eine Tochter des international agierenden Chemiekonzerns BASF. Seit vergangenem Jahr befindet sich unter dem Dach des 1950 gegründeten Unternehmens auch die ehemalige Henkel-Marke Thomsit. Diese Akquisition und die Einlizensierung der ebenfalls von Henkel übernommenen Marke Ceresit zog jetzt eine Neuordnung der Vertriebsorganisation nach sich.

Udo Weimer, der erst vergangenes Jahr von Quick-Mix als Geschäftsführer Vertrieb für Deutschland, Österreich und Benelux zu PCI gegangen war, hat die Gruppe wieder verlassen. Im Zuge der Konzentration der operativen Führung in die Augsburger Zentrale hätte er seinen Dienstsitz von Hamm dorthin verlegen müssen und entschied sich aus persönlichen Gründen dagegen. Die Gesamtvertriebsleitung hat Marc C. Köppe zusätzlich zum Vorsitz der Geschäftsführung übernommen. Ziel ist es, das Vertriebsgeschäft einzelner europäischer Länder an die neu geschaffene Stelle eines zentralen Vertriebsleiters Europa zu übergeben. Der Fokus der PCI-Aktivitäten liegt auf dem Kernmarkt Deutschland.

Bleibt abzuwarten, wie sich PCI weiter entwickelt. Derzeit jedenfalls erhoffen sich die Großhändler Verbesserungen von dem Unternehmen. Sie bewerten seine Zukunftsperspektiven mit der Note 2,6 und dem letzten Platz in diesem Kriterium. Im Vorjahr war es noch eine 2,3. Ein Grund dafür ist sicherlich auch der verbesserungswürdige Wert für Produktinnovationen (2,6), mit dem PCI ebenfalls die rote Laterne übernimmt. Insgesamt reichte es nur für den sechsten Platz nach Durchschnittsnoten (2,4). Im vergangenen Jahr waren es noch der fünfte Rang (2,2) mit zwei Siegen in den Einzelkriterien Lieferschnelligkeit und -zuverlässigkeit. Aber vielleicht sind die aktuellen Werte ja Ansporn, die Wünsche der Großhändler zu erfüllen.

ist seit 2013 eine Marke der schweizerischen Sika-Gruppe, die im vergangenen Jahr mit Sika Deutschland am Standort Rosendahl verschmolzen wurde. Im Rahmen der Einbindung in den Konzern soll sie weiter wachsen. Die Voraussetzungen sind gegeben, Schönox kann auf einem guten Ruf aufbauen.

Nach dem ersten Platz im vergangenen Jahr belegt Schönox 2018 mit der gleichgebliebenen Gesamtnote von 1,8 den zweiten Rang hinter Mapei, die im vergangenen Jahr aufgrund zu weniger Bewertungen nicht mit in die Auswertung eingegangen waren. Stark ist die Marke in den wichtigen Kriterien Produktqualität und Marketing. Aber auch mit der Reklamationsbearbeitung kann Schönox punkten. Ansonsten bewegen sich die Zustimmungswerte fast durchgängig im oberen Bereich, so dass letztlich die Zukunftsperspektiven auch weiterhin mit dem ersten Platz als sehr viel versprechend eingestuft werden. Insgesamt lässt sich sagen: Die Großhändler sind mit den Leistungen der Marke hoch zufrieden.

ist weiter auf Erfolgskurs. Der Schweizer Bauchemiekonzern, der in einem Übernahmestreit mit dem französischen Konkurrenten Satint-Gobain steht, hat im vergangenen Jahr mit 563 Mio. EUR einen Reingewinn auf Rekordhöhe eingefahren, der gegenüber dem Vorjahr um 14,5 % höher ausfiel. Das Umsatzplus soll im laufenden Jahr 10 % betragen. Mit seiner Tochtergesellschaft Sika Deutschland in Stuttgart ist der Konzern auch auf dem hiesigen Markt vertreten. Die seit 2013 zu Sika gehörende Marke Schönox wurde im vergangenen Jahr mit Sika Deutschland verschmolzen.

So erfolgreich Sika auch ist, bei den deutschen Großhändlern muss das Unternehmen noch Boden gut machen. Es rangiert mit der Note 2,6 auf dem letzten Platz im Ranking. Ähnlich sieht es in fast allen Einzelkriterien aus. Eine Ausnahme bilden die Zukunftsperspektiven. Hier nimmt Sika mit der Note 2,2 trotz ansonsten überwiegend steigerungsfähiger Werte einen Mittelplatz ein. Dies mag der Größe des bekannten Konzerns geschuldet sein und seiner Markenstärke.

war bis 2016 eine Marke des Düsseldorfer Konzerns Henkel. Der verkaufte sein Fußbodengeschäft an den Chemieriesen BASF, der die Marke wiederum bei der Tochter PCI Augsburg integrierte. Auch hier gilt: Es bleibt abzuwarten, wie sich zwei Verlegewerkstoffmarken in einem Unternehmen entwickeln.

Bislang bescheinigen die Großhändler der ehemaligen Henkel-Marke noch bessere Leistungen als PCI. Thomsit belegt mit der Note 2,0 im Gesamtranking wie in der Umfrage 2017 Platz drei - gemeinsam mit Pallmann. Sehr geschätzt werden der Außendienst, die Produktqualität und die Markenstärke (alle Platz drei), die sich trotz Übernahme durch PCI gegenüber dem Vorjahr sogar noch leicht verbessert hat. Auch der Sympathiewert kletterte von 2,3 auf 2,0.

Alles in allem trauen die Grossisten Thomsit zu, sich weiterhin erfolgreich am Markt zu behaupten. Immerhin hat die Marke eine ähnlich starke Verbreitung im Markt wie Ardex. Sie wird im übergeordneten Kriterium Mensch, das sich aus der Qualität des Innen- und Außendienstes zusammensetzt, als besonders angenehm wahrgenommen. Aber auch beim Image weiß sie zu überzeugen.
hat sich kräftiges Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Die Ulmer Uzin Utz Gruppe verzeichnete 2016 einen Umsatz von 272,9 Mio. EUR nach 253,2 Mio. EUR im Vorjahr.

Anfang dieses Jahres wurden die Aufgaben im Vorstand neu verteilt und damit die Weichen für die zukünftige Entwicklung des 1911 gegründeten, börsennotierten Familienunternehmens gestellt. Mit Julian Utz und Philipp Utz, Söhne des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. H. Werner Utz und Enkel des Firmengründers, trat die dritte Generation in den Vorstand ein. Julian Utz übernahm die Ressorts Produktion, Forschung, Entwicklung, Personal und Recht; sein Bruder Philipp ist zuständig für Marketing, Vertrieb Logistik und Einkauf.

Uzin ist eine Verlegewerktstoff-Marke, die im Großhandel wertgeschätzt wird. Auch wenn sie vom ersten Platz, den sie sich im vergangenen Jahr mit Schönox teilte, auf den vierten Rang abrutschte, bleibt sie eine feste Größe bei den Grossisten. Vor allem die Markenstärke ist unschlagbar. In diesem Kriterium belegt das Unternehmen wie schon im Vorjahr den ersten Platz. Mit einer Gesamtnote von 2,1 ist es gegenüber 2017 um 0,3 Punkte leicht abgefallen, was unter anderem an den Produktinnovationen liegt, die etwas geringer bewertet wurden.

Erstaunlich ist, dass die Befragten die Zukunftsperspektiven von Uzin mit 2,0 und dem vierten Platz deutlich geringer einschätzen als im Vorjahr (1,6; erster Platz). Dies mag an der Neuordnung des Vorstands und dem Ausscheiden des erst 2016 berufenen Vorstandschefs Müllerschön liegen. Doch der Aufsichtsrat selbst versteht diese Neuordnung ja gerade als Weichenstellung für die Zukunft. | cornelia.kuesel@snfachpresse.de

BTH Heimtex Großhandelsumfrage - Verlegewerkstoffe Panel und Methodik
Die Exklusiv-Umfrage von BTH Heimtex zur Qualität der Anbieter von Verlegewerkstoffen im deutschen Großhandel wurde im März 2018 schriftlich durchgeführt. Auf Produkt-, Segments- oder Vertriebsschwerpunkte geht die Befragung nicht ein. Großhändler und Einkaufskooperationen bewerten ihre Lieferanten mit Schulnoten zwischen 1 (sehr gut) und 5 (mangelhaft). Für jeden Hersteller werden 13 Kriterien abgefragt, darunter objektiv messbare wie Lieferschnelligkeit genauso wie subjektiv empfundene wie Sympathiewert und Zukunftsperspektiven. Anschließend werden sämtliche Noten pro Kriterium zusammengezählt und durch die Anzahl der Bewertungen geteilt. Heraus gekommen sind vergleichbare Durchschnittsnoten, aus denen die einzelnen Rankings gebildet werden.
aus BTH Heimtex 05/18 (Wirtschaft)