A.S. Création

Rückgang in der EU


Die nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im ersten Halbjahr 2017 negativ auf die Umsatzentwicklung bei A.S. Création ausgewirkt. Der Konzernumsatz des börsennotierten Tapetenherstellers blieb in den ersten sechs Monaten mit 75,7 Mio. EUR um 7,3 % hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Entgegen den Erwartungen konnten die Einbußen im zweiten Quartal nicht gestoppt werden. In der EU gab es einen Rückgang von 12,5 %. Insbesondere Deutschland und Frankreich zeigten sich schwach mit gesunkener Nachfrage bei Tapeten wie Dekorationsstoffen (Indes Fuggerhaus). Die Brutto-Umsätze, die der Hersteller in den osteuropäischen Ländern außerhalb der EU realisierte, lagen dagegen in den ersten sechs Monaten um 11 % über dem Vorjahresniveau. Dazu hat auch der höhere Wert des Russischen Rubels im Verhältnis zum Euro beigetragen.

Infolge der Umsatzrückgänge, gestiegenen Rohstoffkosten und hoher Währungsverluste ist das Ergebnis nach Steuern von +5,6 Mio. EUR zum Halbjahr 2016 auf aktuell -2,2 Mio. EUR zurückgegangen; ohne Berücksichtigung von Währungseffekten wäre es ein Rückgang von +3,4 Mio. EUR auf -0,8 Mio. EUR.

Der Vorstand geht davon aus, dass die Gesamtjahresplanung für 2017, die ein Umsatzniveau zwischen 155 und 160 Mio. EUR sowie ein Ergebnis nach Steuern zwischen 4 und 5 Mio. EUR vorsah, wahrscheinlich nicht mehr erreicht werden kann. Das zweite Halbjahr wird nach seiner Einschätzung weiterhin vom Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet werden. Eine allgemeine Trendwende in den west- und osteuropäischen Märkten sei bis Ende des Jahres nicht zu erwarten. Daher hat die Verbesserung der Kostenstrukturen große Bedeutung für A.S. Création.

Aufgrund der zur Zeit herrschenden Unsicherheiten am Markt beabsichtigt der Vorstand, erst nach Ablauf des dritten Quartals 2017 eine revidierte Planung für das Gesamtjahr 2017 vorzulegen.
aus BTH Heimtex 09/17 (Wirtschaft)