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Pressekonferenz

MMFA meldet zweistelliges Wachstum bei modularen Mehrschichtböden

Mehrschichtig modulare Bodenbeläge bleiben auf Wachstumskurs. Damit steigende Produktionsmengen und immer neue Aufbauten nicht zu lasten der Qualität gehen, widmet sich der ebenfalls wachsende Herstellerverband MMFA intensiv der Normenarbeit.

Modulare Mehrschichtböden schreiben eine Erfolgsgeschichte - und das gilt auch für den Herstellerverband MMFA. So wie die Absatzzahlen wachsen, wächst auch der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge. Mit Aspecta, Novalis, Designflooring, James Halstead und ter Hürne sind 2016 noch einmal fünf ordentliche Mitglieder hinzu-gekommen. Damit hat sich deren Zahl innerhalb von vier Jahren nach der Verbandsgründung auf 20 nahezu verdreifacht. Es gibt 18 außerordentliche Mitglieder aus der Zulieferer- und Zubehörindustrie sowie zwei Forschungsinstitute als Fördermitglieder.

Der MMFA war von vornherein als internationaler Verband angelegt. Aktuell gehören ihm Firmen aus neun europäischen Ländern an. Seit 2016 gibt es auch ein Pendant in den USA, wo sich die Multilayer Flooring Association (MFA) gegründet hat. Beim MMFA wird das ausdrücklich begrüßt. "Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle, partnerschaftliche Zusammenarbeit", sagte der MMFA-Vorsitzende Matthias Windmöller (Windmöller). Es gebe Überschneidungen bei den Mitgliedsfirmen, einige MFA-Vorstände kenne man persönlich. Deren Präsident Harlan Stone (Vertex) war zur Domotex nach Hannover gekommen und nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit den europäischen Kollegen.

Von denen konnte er beeindruckende Zahlen zur Absatzentwicklung hören. Für die MMFA-Klasse 1 (siehe Kasten) sprach Sebastian Wendel (Akzenta), Obmann des Arbeitskreises Marktentwicklung, von einer Steigerung im Verband um 20 % in den letzten drei Jahren. Inklusive einer Hochrechnung für das vierte Quartal geht er für 2016 von insgesamt 9,2 Mio. m2 aus. "In dieser Klasse schätzen wir die Markt-abdeckung durch unsere Verbandsmitglieder auf 90 %", so Wendel. Besonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz seien diese Produkte beliebt; knapp 80 % der Gesamtmenge werden hier abgesetzt. "Aber mittlerweile finden sie auch in den übrigen europäischen Ländern immer mehr Zuspruch."

Die Absatzzahlen der Verbandsmitglieder in der MMFA-Klasse 2 liegen mittlerweile bei hochgerechnet 33,8 Mio. m2. Ein Vergleich mit dem Vorjahr (6,3 Mio. m2) sei wenig aussagekräftig, erläuterte Wendel, weil die Zahlen durch neue Mitglieder verfälscht würden. Bereinigt um diese Effekte bezifferte er die Steigerung auf 10 bis 15 %.

Für die MMFA-Klasse 3 dürfen weiterhin aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, die mindestens fünf meldende Firmen verlangen, keine Aussagen gemacht werden. Mittelfristig sei jedenfalls mit weiter guten Zuwachsraten für das gesamte Segment modularer Mehrschichtböden zu rechnen, gab sich der Obmann zuversichtlich.

Einer der Gründe für das anhaltende Mengenwachstum ist die Innovationskraft der Branche, die fortlaufend Produkte weiterentwickelt oder komplett neue Aufbauten zur Marktreife führt. Dass dabei Qualitätskriterien eingehalten werden, sieht der MMFA als eine seiner Kernaufgaben. "Unser Ziel heißt, bestehende Normungs-lücken zu erkennen und sinnvoll zu schließen. Dazu betreiben wir im Verband eine intensive Grundlagenforschung, die wir als Beitrag zur inhaltlichen Weiterentwicklung der internationalen Normen verstehen", erklärte Volker Kettler (Meisterwerke Schulte), Obmann des Arbeitskreises Technik. Die Ergebnisse zweier Test-reihen zur Prüfung der Verriegelungsfestigkeit und zur Temperatur-beständigkeit konnten 2016 veröffentlicht werden. Aktuell läuft ein Folge-projekt zur oberseitigen punktuellen Wärmebeanspruchung von MMF-Belägen.


MMFA Produktklassen bei Mehrschichtböden
Klasse 1: HDF-basierte Mehrschichtböden mit elastischen oder semielastischen Oberflächen, ohne reine Lacksysteme
Klasse 2: Mehrschichtböden auf Polymer- oder Polymerkompositbasis mit Polymeroberflächen und/oder Polymerlacksystemen
Klasse 3: Mehrschichtböden auf Basis unterschiedlichster Kombinationen, die in den Klassen 1 und 2 nicht erfasst sind
aus BTH Heimtex 02/17 (Wirtschaft)