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100 Jahre

Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie

Auf ein wechselvolles Jahrhundert seines Bestehens blickt der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie zurück. Während der Geburtstagsfeier ging der Blick aber nur kurz zurück. Der Jubilar hat sich für die Zukunft noch einiges vorgenommen.

Die Essener Zeche Zollverein hatte der Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie mit Bedacht für seine Feier zum 100-jährigen Bestehen ausgewählt: ein historischer Ort als Denkmal für die Industrialisierung, der mit dem dort beheimateten Red Dot Design Museum gleichzeitig eine Brücke in die Gegenwart schlägt. So wie der Heimtex-Vorsitzende Ottmar Ihling in seiner Begrüßungsrede: "Wir feiern heute das nicht alltägliche Jubiläum eines Verbandes, der zwei Weltkriege überdauert und einhundert Jahre Verbandsgeschichte erfolgreich gemeistert hat" - um sich dann den Herausforderungen zuzuwenden, denen sich eine moderne Interessenvertretung heute stellen muss. Neben dem Einfluss auf die politische Willensbildung sei das vor allem die Unterstützung der Mitglieder im Tagesgeschäft.

Hauptgeschäftsführer Martin Auerbach führte im Anschluss durch das abwechslungsreiche Programm des Abends, der den über 100 Teilnehmern eine willkommene Gelegenheit zum Austausch und zur Kommunikation bot. Mehr noch: In einer exklusiven Ausstellung textiler Exponate, die allesamt von den Heimtex-Mitgliedsfirmen stammten, konnten die Gäste einen anderen Blick auf Heimtextilien werfen. So nahmen etwa ein Haute-Couture-Kleid aus Steppdecken oder ein Teppich-Unikat aus Webkanten der Stoffproduktion den Rahmen des Designmuseums auf.

In seinem Grußwort machte der Vorsitzende des Verbandrs innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS), Ingo Fahl, deutlich, wie sehr er die Leistungen des Heimtex-Verbands als Kooperationspartner sowie die Kompetenz der Mitarbeiter in dessen Geschäftsstelle schätze. Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer Gesamtverband Textil und Mode, gab den Gästen einen kurzen Einblick in die Arbeit des Dachverbandes und die Zusammenarbeit mit Heimtex: "Wir als Gesamtverband sind für die Politik in Brüssel und Berlin zuständig, Sie als Heimtex-Verband sind für die Unternehmen vor Ort verantwortlich, um sie im Tagesgeschäft zu unterstützen." Als wichtige politische Herausforderung nannte er unter anderem das Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG), in dessen Folge auch die deutsche Heimtextilien-Industrie mit wachsenden Stromkosten zu kämpfen habe.

Kommunikationsdesignerin Dr. Josephine Prokop nahm die Teilnehmer anschließend mit auf eine Zeitreise zum Thema Design im Gründungsjahr 1916 und gab einen interessanten Überblick der Design- und Architekturstile sowie der handelnden Personen und deren Einflüsse auf den jeweiligen Einrichtungsstil in dieser Epoche. Comedy-Redner Dr. Jens Wegmann alias Jan Ditgen erläuterte den Festgästen zum Dessert das Thema "erfolgreiche Digitalisierung im Vertrieb" - als Kabarettist mit der entsprechenden Portion Humor.

Ein besonderes Highlight war die Verlosung der mit dem Red Dot Design Award ausgezeichneten Uhr "Qlocktwo W", deren Armband individuell aus dem Jubiläumsstoff 100 Jahre Heimtex der Firma Apelt gefertigt wurde. Unternehmer Bert Sander durfte das exklusive Stück mit nach Hause nehmen. Und das war nur der Anfang, denn im Anschluss an den offiziellen Teil wurde noch bis in den späten Abend in entspannter Atmosphäre bei Live-Musik des Duos Benny & Joyce gefeiert.
aus BTH Heimtex 12/16 (Wirtschaft)