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Reflexa-Werke Albrecht GmbH

Reflexa – Lösungen vor und hinter dem Fenster


Reflexa ist Spezialist für außenliegende Beschattungsprodukte. Insektenschutz und Plissees sind ein weiteres Standbein des bodenständigen Familienunternehmens, bei dem Kundennähe groß geschrieben wird.

Am Ortsausgang der ländlichen Gemeinde Rettenbach befindet sich das Reflexa-Werk am Rande von ausgedehnten Wiesen und Feldern. Zwischen dem Sonnenschutz-Hersteller und dem kleinen Dorf im bayerisch-schwäbischen Landkreis Günzburg besteht eine gegenseitige Verbundenheit. Denn für nicht wenige der rund 1.000 Einwohner ist das 1961 gegründete, familiengeführte Unternehmen schon über Generationen hinweg ein wichtiger Arbeitgeber. Und Reflexa - eine Wortzusammensetzung aus "Rettenbach", "flexibel" und dem "A" aus dem Nachnamen des Gründers und Inhabers Hans-Peter Albrecht - engagiert sich rege in kommunalen Belangen. Sei es als Hauptsponsor des lokalen Fußballvereins, dem FC Reflexa Rettenbach, und dessen Spielstätte im "Hans-Peter Albrecht Sportpark", oder als Unterstützer mehrerer Kindergärten in der Region Donau-Iller. "Wir haben ein hervorragendes Verhältnis zur Gemeinde", lobt Ingo Legnini die enge Kooperation. An dem "Standort auf der grünen Wiese" schätzt der stellvertretende Geschäftsführer von Reflexa nicht nur die "Expansionsmöglichkeiten durch ausreichend Bauland, sondern auch die gute Verkehrsanbindung" an das Fernstraßen-Netz.

Der Produzent von Außen- und Innenjalousien, Rollläden, Markisen, Schräg- und Wintergartenverschattungen, Insektenschutz und Plissees setzte im Jahr 2015 rund 40 Mio. EUR um und hat insgesamt 350 Mitarbeiter. Davon arbeiten 40 im sächsischen Zweigwerk Oederan, wo das gesamte Rollladen-Programm gefertigt wird. "Wir bieten Rundumlösungen vor und hinter dem Fenster, made in Germany", beschreibt Legnini in Kurzform das Leistungsspektrum. Im Außensonnenschutz gibt es ein ebenso breit wie tief gestaffeltes Sortiment. Die Rollladen- und Jalousien-Systeme sind dabei häufig ein integrativer Bestandteil des Fensters. Gefordert sei deshalb ein "gewerkeübergreifendes Denken".

Der Außendienst ist in ganz Deutschland unterwegs

Das zeigt auch die Kundenstruktur der über 6.000 Fachhändler bundesweit. Neben der Hauptklientel - Rollladen- und Jalousiebauer, Sonnenschutz-Fachhändler und Fensterbauer - sind Raumausstatter und Baustoffhändler eine wichtige Zielgruppe. Auch Malergeschäfte, Schreiner, Gipser und Landschaftsgärtner stehen inzwischen in der Kundendatei. Im Objektgeschäft ist man nicht aktiv. Die Fachbetriebe selbst hingegen würden freilich "kleinere Objekte" mit Reflexa-Produkten ausstatten wie Büros und öffentliche Gebäude.

Der Vertrieb ist mit 32 Außendienstmitarbeitern flächendeckend in ganz Deutschland organisiert. Die stärkste Marktdurchdringung gibt es im Süden bis zur Rhein-Main-Linie. Hier ist das Unternehmen auch mit einer eigenen Fahrzeugflotte unterwegs. Die Sprinter mit dem rot-weißen Reflexa-Logo fahren die Kunden ein- bis zweimal wöchentlich an. Ansonsten wird per Generaltransporteur ausgeliefert. Neben dem deutschen Markt agiert man in Österreich, der Schweiz sowie inzwischen auch in verschiedenen anderen Ländern, mit "zunehmenden" Exportaktivitäten bei Raffstores und Markisen.

Spezialist für asymmetrische Systeme

In der Branche hat sich Reflexa als Experte für die asymmetrische Fensterbeschattung schon früh einen Namen gemacht, vom Schrägrollladen (Asyroll) und der Schrägjalousie (Asyflex) bis zum feststehenden Lamellensystem (Wendoflex). Schräglösungen tragen rund 10 % zum Gesamtumsatz bei. "Das ist eine Spezialität von uns und sehr anspruchsvoll, weil man immer ein wenig um die Ecke denken muss", drückt es der 49-jährige Manager plastisch aus. Viele Marktbegleiter hätten individuell gefertigte Schräganlagen inzwischen nicht mehr im Sortiment. "Man muss dafür Fachkräfte und Kapazitäten zur Verfügung stellen, obwohl es in einem Haus meist nur ein oder zwei Schrägfenster gibt", benennt Ingo Legnini den Knackpunkt.

Der Industriemeister mit Fachrichtung Energie- und Anlagentechnik ist seit 2009 bei dem Rettenbacher Unternehmen tätig und vor fünf Jahren in die Geschäftsführung aufgerückt. Er ist Stellvertreter von Miriam Albrecht. Die Diplomkauffrau und Tochter des Unternehmensgründers hat das operative Geschäft 2013 von ihrem Vater übernommen.

Die angestammte Kompetenz von Reflexa ist der Bau von Jalousien. Damit wagte Hans Peter Albrecht vor 55 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit und begann mit drei Mitarbeitern zunächst unter dem Namen "Vista" eine neuartige Modellvariante zu produzieren, die er bei einem Studienaufenthalt in London gesehen hatte. Er wollte "schneller, unkomplizierter und technisch besser sein als die Konkurrenz am Markt" und verwendete für seine Systeme nicht nur stranggepresste Ober- und Unterschienen, sondern als "weltweit erster" Hersteller auch stranggepresste Aluminium-Winkelblenden. Noch heute steuern Außenjalousien/Raffstore mit rund 37 % das Gros zum Umsatz bei, gefolgt von Rollladen (25 %), Markisen (15 %), Innensonnenschutz (15 %) und Insektenschutz (8 %). "Der Rollladen und Jalousiebau ist ein starker Markt von uns. Insbesondere bei der Renovierung und Sanierung", sagt Ingo Legnini. Als "außergewöhnliche Serviceleistung" propagiert er ferner die Reparatur von Produkten aller Marken und Anbieter, also auch solcher von Mitbewerbern.

In der Sparte innenliegender Sonnenschutz dominieren Plissees und Duette Wabenplissees das Sortiment. Reflexa ist Konfektionär des Plisseesystems EOS vom Komponentenhersteller Hunter Douglas. Jüngst ist eine neue Kollektion erschienen, die unter der Marke "Plisseo" vertrieben wird. Jalousien runden den Bereich Innenbeschattung ab, wobei man hier Modelle aus dem hauseigenen Programm einsetzt. Rollos, Flächenvorhänge und Vertikallamellen sind nicht im Angebot.

Außenliegender Sonnenschutz bildet den Schwerpunkt

Für Fachbetriebe, die vor allem im Außensonnenschutz tätig sind, bringen gerade Plissees lukrative Zusatzumsätze. "Das ist der Klassiker. Und das Produkt wird dann tatsächlich nach Farbe verkauft", erzählt Legnini amüsiert, "nach dem Motto ,Wir brauchen etwas in Gelb für das Kinderzimmer’". Über die Umsatzentwicklung insgesamt äußert sich der stellvertretende Geschäftsführer "zufrieden": "Das Plissee ist ein absoluter Trend und die groß angelegte Werbekampagne für Duette ein Türöffner für uns."

Der raumausstattende Fachhandel bezieht bei dem Rettenbacher Hersteller zwar auch Plissees, vor allem aber Markisen, Insektenschutz und inzwischen auch Jalousien. Häufig geordert würden Senkrechtmarkisen mit Zip-System für vertikale Glasflächen, insbesondere von Raumausstattern, die sich mit dem Thema "Terrassenwelten" beschäftigten. Über alle Kundengruppen hinweg wird außerdem eine wachsende Nachfrage beim Stofftausch von Terrassen- und Fassadenmarkisen mit Fixklip-System beobachtet. Interessant ist ein Blick auf die saisonale Auslastung. Während Raffstore, Rollladen und Plissees durchgängig Saison hätten, laufe die Markisensaison von April bis Anfang August, Insektenschutz von April bis Oktober.

Seit 1991 ist Reflexa in den neuen Bundesländern aktiv, zunächst im sächsischen Hohenfichte, dann mit einer komplett neu gebauten Fabrik für den Rollladenbau in Oederan bei Chemnitz. Ein täglicher Werksverkehr zwischen dem ostdeutschen Standort und der Zentrale in Rettenbach dient dem Warenaustausch. Alle anderen Produktgruppen werden hier auf einem Firmenareal mit über 40.000 m2 Grundfläche in vier Hallen gefertigt. Produktion, Verwaltung inklusive Lager, Zuschnitt und Montage umfassen 10.500 m2. Dazu kommt noch die 800 m2 große Pulverbeschichtung. Der Einkauf der technischen Teile, Metalle, Markisentücher und Sonnenschutzstoffe erfolge in der Regel in Europa, in bestimmten Fällen auch in Fernost.

"Rundum-sorglos-Paket" für den Fachhandel

Allgemein setzt das Unternehmen auf eine Strategie der größtmöglichen Kundennähe. "Wir sind fachhandelstreu. Das ist historisch gewachsen", informiert Andreas Buschner, Teamleiter Marketing. Der Medienwissenschaftler mit Magisterabschluss hebt die "hohe Beratungstiefe" hervor, die man leiste, bis hin zum Aufmaß und zur Montage. "Wir schnüren für unsere Kunden ein Rundum-sorglos-Paket." Verkaufsunterstützung bieten Kataloge, Werbemittel, Produktmuster und die Internetpräsenz bis hin zu Shop-Präsentationen. Ferner können die Fachhändler in der "Reflexa-Akademie" von Januar bis April auf ein komplexes Schulungsprogramm an bundesweit über 20 Standorten zugreifen, mobil und stationär, von der Montage-Tour und Produktseminaren bis zu Verkaufsschulungen. Einmal jährlich gibt es ein Kundenevent mit Einladung zum Oktoberfest. "Wir haben noch weitere Dinge vor, die wir jetzt noch nicht kommunizieren wollen", deutet man geheimnisvoll einen Ausbau des Angebotes an.

Das inhabergeführte Unternehmen setzt sich für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld ein und ist dafür mehrfach mit dem Förderpreis "Familie & Beruf" vom Landkreises Günzburg ausgezeichnet worden. Auch auf Landes- und Bundesebene gab es entsprechende Preise und Ehrungen für die flexiblen Arbeitszeitmodelle bis zum Kita-Sponsoring. Die Firmenchefin Miriam Albrecht, selbst Mutter eines 8-jährigen Sohnes, kennt die Belange berufstätiger Eltern aus eigener Erfahrung. Zudem ist Reflexa in der Aus- und Weiterbildung aktiv. Jährlich gibt es Ausbildungsplätze für bis zu 30 Azubis in sieben verschiedenen kaufmännischen und technischen Berufen.

Petra Lepp-Arnold


Daten + Fakten
Reflexa-Werke Albrecht GmbH
Silbermannstraße 29 89364 Rettenbach
Tel.: 08224 / 9 99-0
info@reflexa.de www.reflexa.de

Geschäftsführung: Miriam Albrecht
Gründung: 1961
Umsatz 2015: 40 Mio. EUR
Mitarbeiter: rund 350
Werke: Rettenbach und Oederan
Profil: Herstellung und Handel von Raffstoren/Jalousien, Rollläden, Schrägverschattung, Markisen, Wintergartenmarkisen, Insektenschutz, Plissees
aus BTH Heimtex 09/16 (Marketing)