ePrivacy and GPDR Cookie Consent by CookieConsent.com

4. Sopro-Profi-Tag: Über 400 Fachhandwerker zu Gast in Wiesbaden

Verlegetechnik in Theorie und Praxis

Der 4. Sopro-Profi-Tag war erneut ein voller Erfolg. Insbesondere konnte die Zahl der teilnehmenden Fachhandwerker im Vergleich zu den drei vorausgegangen Veranstaltungen nochmals deutlich getoppt werden. So zeigten sich in diesem Jahr über 400 Teilnehmer begeistert von dem gelungenen Seminarkonzept - einer attraktiven Kombination aus aktuellen Fachvorträgen und praktischen Vorführungen.

Auch diesmal war es das Ziel des Profi-Tags von Sopro, neuestes theoretisches Fachwissen mit praktischem, anwendungstechnischem Know-how zu verknüpfen. Das ist die Idee von Sopro-Geschäftsführer Andreas Wilbrand und Mario Sommer, dem Leiter der Sopro-Architekten- und Objektberatung. Beide freuten sich am Stammsitz des Unternehmens in Wiesbaden über Teilnehmer aus ganz Deutschland und der Schweiz. Dass dieses Ziel wiederum voll und ganz erreicht wurde, dafür sorgten renommierte Gastdozenten und die erfahrenen Anwendungsspezialisten aus dem eigenen Hause.

Die spannende Welt des Mischens

Den Auftakt bei den Gastdozenten machte Rainer Füger von Rühr- und Mischgerätehersteller Collomix. Unter dem Titel "Richtig mischen leicht gemacht" gab er dabei einen Einblick in die "spannende Welt des Mischens". Auch wenn es sich dabei nur um einen "kleinen Zwischenprozess" bei der Fliesen- und Natursteinverlegung handelt, so ist das Mischen dennoch weit mehr als ein "notwendiges Übel". Denn, so der Referent, "die Qualität der nachfolgenden Arbeitsschritte hängt entscheidend vom Mischen und deren Ergebnis ab". Vor allem aber reduziert und vermeidet die richtige Mischtechnik Bauschäden - vorausgesetzt, man macht es fachgerecht und verwendet die jeweils passenden Mischgeräte.

Mit "Vorarbeiten" ganz anderer Art beschäftigten sich im zweiten Vortrag Martin Heuberger und Miriam Geiger von Pro4Art Manufacture aus Vaihingen. Sie präsentierten eine Modulbauweise im Schwimmbad- und Whirlpoolbereich. Wie die Referenten anhand zahlreicher Beispiele eindrucksvoll zeigten, ermöglicht das aus einem Aluminiumkern und einem Hartschaumelement bestehende System alle Arten ganz individueller Beckenformen. Speziell im Modernisierungsfall mit teilweise sehr beengten Einbausituationen hat sich die Modulbauweise als optimal erwiesen. Die Elemente werden bereits komplett abgedichtet auf der Baustelle angeliefert. Abschließend können sie je nach Kundenwunsch vom Fachhandwerker problemlos mit Fliesen- oder Natursteinbelägen versehen werden.

Fakt ist aber auch, dass noch so sorgfältige Vorarbeiten und noch so perfekte handwerkliche Ausführung nicht immer vor Rechtsstreitigkeiten schützen. Rechtsanwalt Goetz Michaelis aus Werne, Fachanwalt für Bau- und Ingenieurrecht, präsentierte daher "Aktuelle baurechtliche Highlights aus dem Bereich des Gewährleistungsrechts". Dabei zeigte er insbesondere, warum es so wichtig ist, das Bau-Soll von Beginn an klar und eindeutig zu definieren, um damit genau festzulegen, was der Auftragnehmer schuldet und welche Ausführungen vom Auftraggeber verlangt werden können. Mit anschaulichen Fallbeispielen zu Mängelrügen, Bedenkenhinweisen und anderem mehr sorgte er für eine lebhafte Diskussion unter den Teilnehmern.

Jetzt wird’s dicht

Zurück zur Praxis ging es bei dem Vortrag von Sebastian Kammerer. Der Bereichsleiter Anwendungstechnik bei Sopro beschäftigte sich unter dem Titel "Jetzt wirds dicht" mit allen Aspekten rund um die Verbundabdichtungen. Am Beginn stand ein Blick auf die neuen DIN-Normen, in denen die Abdichtungen im Verbund künftig geregelt werden. Er erläuterte so wichtige Begriffe wie die relevanten Wassereinwirkungsklassen, skizzierte die künftigen Anforderungen, Planungs- und Ausführungsgrundsätze und zeigte, welche Abdichtungsstoffe wo und wie zum Einsatz kommen können.

Perfekt abgerundet wurde der Vortragsteil des diesjährigen Profi-Tags durch den "Überraschungsgast" Joey Kelly. Als Teil der Kelly-Family füllte er einst die Konzerthallen. Inzwischen ist Kelly als Ausdauersportler weltweit unterwegs. Acht Iron-Man in einem Jahr, Marathons in der Wüste oder im ewigen Eis - er geht an seine Grenzen und manchmal darüber hinaus. Deshalb hat er seinen überaus spannenden Vortrag auch "No Limits - Über Grenzen gehen" genannt. "Bei jedem meiner krassen Wettkämpfe kommt irgendwann der Punkt, an dem ich eigentlich aufgeben will", so der Extremsportler. "Aber mittlerweile habe ich damit Erfahrung und weiß, dass der Körper viel mehr leisten kann, als man meist glaubt. Deshalb überwinde ich mich und mache weiter." Ausdauersport erfordere Disziplin, Mut und Leidenschaft, also Dinge, die man privat und im Beruf gut brauchen kann. "Man muss für eine Sache brennen", so seine zentrale Botschaft, mit der es ihm gelang, die Zuhörer in Wiesbaden in seinen Bann zu ziehen.

Eindrucksvolle Praxiszirkel zu aktuellen Problemstellungen

Perfekt ergänzt wurden die Fachvorträge durch eine Reihe von anwendungstechnischen Demonstrationen mit bewährten und teilweise ganz neuen Sopro-Produkten, die mehrmals am Tag in drei eigens dazu vorbereiteten Vorführzelten durchgeführt wurden. Dabei ging es zum einen um das Thema Abdichten - Rinnen/Badewannen, und zum anderen um zementäre Fließestriche, Fußbodenheizungssysteme und schlämmbare Fugenmörtel. Und last but not least beschäftigte sich ein dritter Praxiszirkel mit den im Fliesensektor überaus aktuellen Großformaten für den Innen- und Außenbereich. Neben den Sopro-Experten standen den Tagungsteilnehmern die Vertreter zahlreicher weiterer wichtiger Industriepartner für Fragen zur Verfügung, so beispielsweise aus dem Maschinen- und Werkzeugbereich sowie der Sanitär-, Entwässerungs- und Heizungstechnik. Der große Andrang in den Vorführzelten zeigte, dass man mit allen drei Themen richtig lag. Trotz des breiten Angebots an Referaten und Praxiszirkeln bot der Sopro-Profi-Tag reichlich Gelegenheit, sich mit Spezialisten und Kollegen ausführlich über die aktuellen Branchenthemen auszutauschen.
aus FussbodenTechnik 02/16 (Marketing)