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Altro: 5 Fragen an Domingo Lpez-Dean, Verkaufsdirektor Altro

Das sind unsere Pläne für Debolon


Altro, britischer Hersteller von Sicherheitsbodenbelägen, wird Hauptgesellschafter bei Debolon. Das Unternehmen wird zukünftig vom bisherigen Geschäftsführer Andreas Kopf und Altro-CEO Richard Kahn geführt. Die Marke Debolon bleibt erhalten. Der Produktionsstandort Dessau soll ausgebaut werden. FussbodenTechnik wollte von Altro-Verkaufsdirektor Domingo Lpez-Dean wissen, warum die Briten Debolon übernommen haben.

FussbodenTechnik: Ist Altro immer noch der globale Marktführer für Sicherheitsbodenbeläge?

Domingo Lpez-Dean: Davon gehen wir aus. Die Sicherheitsbodenbeläge produzieren wir aktuell in unserem Werk am Firmensitz in England. Wir sind aber in Relation zum gesamten PVC-Bodenbelagsmarkt ein absoluter Nischenanbieter. Unsere Produkte kommen bisher nur in Bereichen zum Einsatz, in denen die Rutschgefahr hoch ist. Das sind die Segmente Transport, beispielsweise die Personenbeförderung in Bussen und Schienenfahrzeugen, Küchen in Hotels, Bars und Restaurants, außerdem Feuchträume wie Badezimmer und Umkleideräume in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheime.

FT: In Deutschland stehen Sie mit Sicherheitsbodenbelägen noch am Anfang. Ist dies ein Grund dafür gewesen, dass Altro Ende 2015 Debolon gekauft hat?

Lpez-Dean: Das war ein Beweggrund unter vielen. Wir wollen in Zukunft mehr auf Design setzen. Dabei hilft uns Debolon. Altro hat das Dessauer Unternehmen in erster Linie gekauft, weil wir eine langfristige Wachstumsstrategie für die kommenden 20 Jahre verfolgen. Dafür müssen und wollen wir in unterschiedliche Regionen, Märkte und Produktionen investieren. Die D/A/CH-Region spielt hier eine zentrale Rolle.

Debolon passt von der Firmenphilosophie her als Qualitätsanbieter in Familienhand perfekt zu uns, da wir auch ein Familienunternehmen sind mit hohem Qualitätsanspruch in allen Bereichen. Zudem haben unsere beiden Marken - Debolon für Design und Altro für Sicherheit - einen hohen Bekanntheitsgrad im Markt und können sich in Zukunft ergänzen.

FT: Wie sehen die Eigentümerverhältnisse bei Debolon aus?

Lpez-Dean: Altro gehört der allergrößte Teil von Debolon. Das versetzt uns in die Lage, die strategische Richtung vorzugeben.

FT: Wird Debolon in Zukunft anders aufgestellt in Bezug auf Vertrieb und Produkte?

Lpez-Dean: Es bleibt erst einmal alles wie es ist. Es gibt keine substanziellen Veränderungen: Wir haben zwei Mannschaften mit zwei Produktranges. Klar ist aber, dass wir in Zukunft Synergien schaffen werden. Dieser Prozess wird behutsam vonstatten gehen. Wir sind überzeugt, dass beide Seiten voneinander lernen können, um zusammen als Ganzes besser werden zu können.

FT: Aus beiden Unternehmen sind jüngst für den Verkauf zentrale Personen ausgeschieden: Anfang 2015 Timo Jahnen, Area Manager D/A/CH bei Altro, und im Dezember Josef Führes, Leiter Marketing und Vertrieb bei Debolon. Werden beide Positionen wiederbesetzt?

Lpez-Dean: Nein. Es wird einen gesamtverantwortlichen Vertriebsleiter geben für beide Vertriebsstrukturen in den deutschsprachigen Märkten. Diese Person, die wir gerade suchen, wird dann Ansprechpartner sein für Debolon und Altro im Objektbereich. Er führt die zwei Verkaufsmannschaften aber so, wie sie derzeit bestehen. Das Gleiche gilt auch für den Export.
aus FussbodenTechnik 02/16 (Wirtschaft)