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Knauf beim Elektronik-Versandhändler in Monheim

1.500 m2 Fließestrich-Compound in 8 Stunden eingebaut


Auf einer Winterbaustelle bei einem großen Elektronik-Versandhändler im bayerischen Monheim wurden 1.500 m2 Calciumsulfat-Fließestrich an nur einem Tag eingebaut. Ausschlaggebend für den Erfolg waren neben der perfekten Baustellenvorbereitung und der leistungsfähigen Maschinentechnik die sichere Just-in-time-Lieferung des Bindemittels in gleichbleibender Qualität. Unter eher ungünstigen, nass-kalten Bedingungen baute das Fachunternehmen Estrich Ramser aus Unterschwaningen in dem Logistik- und Versandzentrum im Januar Heizestrich auf 1.500 m2 an nur einem einzigen Tag ein. Voraussetzung dafür waren eine optimale Baustellenvorbereitung, die leistungsfähige Maschinentechnik des Estrichspezialisten sowie eine zuverlässige Just-in-Time-Belieferung für den Sand und das Bindemittel. Mit zwei über den Tag verteilten Silozügen sicherte Knauf den kontinuierlichen Nachschub des Fließestrich-Compounds HPE 2011 für den Trans-Mix von Ramser. Den Zuschlag in der exakten Sieblinie lieferte die Firma Eireiner auf die Baustelle.

Bereits am nächsten Tag waren die Flächen begehbar und nach drei Wochen belegreif. Ebenfalls wichtig für das Tempo auf der Baustelle: Die hohe Oberflächenqualität der Knauf Compounds auf Basis von Alpha-Halbhydrat erforderte kein zusätzliches Schleifen. "Wir wollten natürlich auch bei diesem Projekt unserem guten Ruf bei der termingetreuen Estrichverlegung in optimaler Qualität gerecht werden", beschreibt Martin Ramser den eigenen Anspruch.

Voraussetzungen dafür waren unter anderem eine ausgefeilte innere Betriebsorganisation und die perfekte Vorbereitung auf der Baustelle. Wozu die komplett abgeschlossene Montage der Fußbodenheizung - in diesem Fall PE-Rohre auf 30 mm dicken Tackerplatten - ebenso gehörte wie die fachgerechte Anordnung und Fixierung der Randstreifen. Aber auch alle anderen Vorarbeiten wie die Feldeinteilung und die Nivellierung waren in Monheim fix und fertig erledigt, ehe am entscheidenden Tag der Trans Mix FE 3200 anrollte.

"Mit dieser Zwei-Kammer-Siloanlage, dem leistungsfähigen Schneckenförderer sowie dem integrierten Wiegesystem haben wir alles an Bord, was für die Estricherzeugung notwendig ist", erklärt der Unternehmer seine Maschine. "Das Bindemittelcompound und der Sand werden beim Mischvorgang über eine Waage gesteuert und immer gleichbleibend dosiert. Die Anlage arbeitet also weitestgehend automatisch - aber ganz von alleine geht es dann doch nicht", fügt Martin Ramser an.

Denn speziell für sehr große Flächen wie in diesem Logistikzentrum muss der Nachschub bei den Zuschlagstoffen und dem Bindemittel jederzeit gesichert sein, damit die Leistungsfähigkeit der Maschine auch wirklich ausgenutzt werden kann. Das erfordert einen leistungsfähigen, mit hoher Zuverlässigkeit liefernden Partner für das Fließestrich Compound, den Martin Ramser mit Knauf gefunden hat.
Der Gipsspezialist Knauf bietet verschiedene Compounds zur Herstellung von Calciumsulfat-Fließestrichen für Fahrmischer, Mixmobile und Ein- bzw. Zweikammer-Silosysteme an. Darüber hinaus unterstützen die Fachberater den Estrichleger bei der Wahl des wirtschaftlich und technisch optimalen Bindemittels sowie bei der Entwicklung ihrer Rezepturen und Produkte.

Zum Sortiment sagt Andreas Ingelmann, der die Monheimer Baustelle für Knauf betreut hat: "Als Bindemittel verwenden wir für unsere Produktreihe CB 20 thermischen Anhydrit, während die verschiedenen Durament- und HPE-Produkte auf Alpha-Halbhydrat basieren. Gemeinsam sind allen sehr offenporige Estrichstrukturen und hochwertige Oberflächen, die bei fachgerechtem Einbau keinen systembedingten Abschliff erfordern." Die Verarbeitungszeiten der Compounds werden auf die Bedürfnisse der jeweiligen Maschinentechnik eingestellt. Der in diesem Fall verwendete HPE 2011 hatte für das Mixmobil beispielsweise eine offene Zeit von etwa 2,5 Stunden. Das Compound kam genau nach einem vorab festgelegten Zeitplan in Silozügen auf die Baustelle und konnte bei Bedarf - ohne Unterbrechung des Misch- und Förderprozesses - in die Bindemittelkammer der Anlage gefüllt werden. Lediglich beim Nachfüllen des Sandes musste die Silomulde herunterfahren, sodass sich jeweils kurze Förderpausen von rund zehn Minuten ergaben.

Für Martin Ramser ist die Just-in-time-Lieferung und die Auswahl des Bindemittelpartners entscheidend: "Die einzelnen Chargen müssen unbedingt gleichbleibende Eigenschaften haben. Bei der Verarbeitung bemerken wir jede Abweichung sofort." Jedes Neueinstellen der Maschine würde Zeit kosten und die sorgfältige Planung und Vorbereitung der Baustelle wieder zunichte machen.

Hier aber klappte alles, sodass 1.500 m2 Calciumsulfat-Fließestrich innerhalb von lediglich acht Stunden in der Festigkeitsklasse CAF C25 F5 eingebaut werden konnten. Aus der notwendigen Überdeckung der Fußbodenheizung ergab sich eine Estrichdicke von etwa 60 mm.

Einen Tag später waren die Flächen begehbar, sodass die anderen Gewerke des Innenausbaus ihre Arbeit sehr bald fortsetzen konnten. Die Belegreife erreichen Heizestriche dieser Art sonst nach zwei Wochen. Hier waren es bedingt durch die sehr feuchte und kalte Januarwitterung drei Wochen. Was die Frage an Martin Ramser herausfordert, ob Winter und Frost nicht generell die Feinde von Hochleistungsbaustellen im Estrichgewerk sind? Auch dafür gibt es dann wieder eine Antwort mit kleinem Augenzwinkern: "Es muss beim Mischen und Verarbeiten einfach alles so schnell gehen, dass der mit genau definierter Temperatur gelieferte Sand und das kontinuierlich fließende Wasser gar keine Zeit haben zu bemerken, wie kalt es draußen eigentlich ist." So unkompliziert kann selbst im Winter ein hochwertiger, instandsetzungsfreier Estricheinbau sein - zumindest wenn ein Fachmann ihn in die Hand nimmt.

Objekt-Telegramm


Objekt: Neubau Logistik- und Versandzentrum, Monheim
Estrich: Knauf Fließestrich-Compounds HPE 201
Umfang: 1.500 m2
Ausführung: Ramser Estrich, Unterschwaningen
Fachberatung: Andreas Ingelmann, Knauf Gips

Estrich-Info:
Knauf Gips
Tel.: 0 93 23 / 31-0
www.knauf.de
aus FussbodenTechnik 03/15 (Referenz)