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VDHI Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V.

Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie, Wuppertal


Gesamtwirtschaftlich betrachtet, startete das Jahr 2014 positiv. Es folgte eine konjunkturelle Verlangsamung im weiteren Jahresverlauf. Gegen Jahresende hellte sich das Geschäftsklima allerdings wieder auf. Sowohl für 2014 als auch für 2015 rechnete das ifo Institut Ende letzten Jahres mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von jeweils 1,5 Prozent.

Die heimtextile Konjunktur verlief in der ersten Jahreshälfte mit -1,1 Prozent etwas schwächer als der gesamtwirtschaftliche Trend. Ab September mehrten sich jedoch die positiven Impulse in allen heimtextilen Sparten. Per Ende Oktober erzielte die deutsche Heimtextilien-Industrie ein Umsatzplus von 1,6 Prozent. Aktuellere Zahlen liegen derzeit noch nicht vor. Die Stimmung in den Unternehmen war jedoch sowohl im November als auch im Dezember positiv, so dass auch für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent gerechnet wird.

Die deutsche Heimtextilien-Industrie - und hier insbesondere die heimtextilen Stoffsparten sowie die Bettwaren - generierte 2014 wieder mehr Umsatzwachstum im Ausland (4,1 Prozent) bei einem Anstieg des Exportanteils um einen knappen Prozentpunkt auf 28 Prozent. Erstmals wieder positiv waren auch die Konsumsignale im Bereich Heimtextilien auf dem Inlandsmarkt. Es wird in das eigene Zuhause investiert, das als Rückzugsort zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Bettwaren mit Füllungen aus synthetischen Fasern beziehungsweise Naturhaaren zeigten in der ersten Jahreshälfte Umsatzstabilität. Pünktlich zum Beginn der kälteren Jahreszeit zog die Spartenkonjunktur an. Den Nachfrageschwerpunkt bildeten wärmere Deckenqualitäten (Winterbetten). Kopfkissen und insbesondere Nackenstützkissen weisen für 2014 ebenfalls ein Umsatzwachstum aus.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren für 2015 eine dynamische Wirtschaftsentwicklung von 1,5 Prozent. Es wird mit Wachstum im privaten und öffentlichen Konsumbereich sowie bei den Investitionen und im Baubereich gerechnet. Der Kursverfall des Euro gilt als Indikator für eine mit 5,2 Prozent deutlich positive Exportprognose. Auch bei den Unternehmen der deutschen Heimtextilien-Industrie ist die Stimmung derzeit grundsätzlich gut. Sorgen bereitet vielen Unternehmen der Branche - insbesondere aus dem Stoffbereich - weiterhin das deutlich rückläufige Russlandgeschäft. Mit einem schnellen Ende dieser Durststrecke wird nicht gerechnet. Innenpolitisch werden die Unternehmen insbesondere die Entwicklungen im Energiebereich verfolgen. Dies ist ein wichtiger Beurteilungsfaktor in Bezug auf den Produktionsstandort Deutschland
aus Haustex 02/15 (Wirtschaft)