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BAU 2015 in München

Bodenbeläge, Farben und WDVS jetzt in drei Hallen nebeneinander

Die Wege auf der BAU 2015 verkürzen sich für all diejenigen, die sich für Bodenbeläge und Zubehör, Wärmedämmung und Farben interessieren. Die Anbieter dieser Sortimente sind näher zusammengerückt und präsentieren ihre Sortimente in den benachbarten Hallen A5, A6 und B6. Ein Spaziergang dürfte der Messebesuch dennoch nicht werden, denn das Angebot ist riesig. Für Handwerker interessante Angebote hat der Veranstalter separat zusammengefasst.


Die Rahmendaten für die BAU 2015 sind beeindruckend: Vom 19. bis 24. Januar präsentieren auf 180.000 m2 rund 2.000 Aussteller aus 40 Ländern Materialien und Technologien rund ums Planen und Bauen. Dabei macht ihr gewerkeübergreifender Ansatz die Messe gleichermaßen zu einer wichtigen Informationsquelle für Investoren wie für Planer, für Architekten wie für Handwerker, für Händler wie für die Betreiber von Gebäuden.

So breit wie die Zielgruppen ist auch das Angebot der alle zwei Jahre stattfindenden Baufachmesse. In den 17 Hallen werden Neuentwicklungen und Konzepte unter anderem aus den Bereichen Energie- und Gebäudetechnik, Glas, Schloss/Beschlag/Sicherheit, Tor-/Parksysteme oder Ziegel/Dachkonstruktionen gezeigt. Und natürlich auch Bodenbeläge.

Bodenbeläge räumlich zusammengefasst


Die Anbieter von elastischen und textilen Belägen, Laminat und Parkett waren bislang auf die Hallen A4, A6 und B6 verteilt. 2015 werden sie in der A5 und Teilen der A4 und A6 zusammengefasst und bilden damit einen zusammenhängenden Ausstellungsbereich. Die Liste der Aussteller in diesem Segment ist lang und reicht von Amorim, Amtico und Classen über Debolon, Dura und Egger, Emco, Forbo und Gerflor, Hamberger, Hometrend, Joka und Mflor bis zu Moduleo, Object Carpet, Objectflor, Project Floors, Tarkett, Unilin, Vorwerk, Windmöller und Ziro, um nur einige prominente Namen zu nennen.

Hinzu kommen umfangreiche Sortimente an Leisten und Profilen sowie Verlege- und Anwendungstechnik. Hier sind unter anderem Bostik, Kiesel, Mapei, PCI, Prinz, Proline, Repac, Thomsit, Schönox, Stauf und Uzin mit seinen Marken angekündigt. Durch das Freiwerden der Halle B6 findet der Bereich Bauchemie und Bauwerkzeuge dort und in der A6 eine neue Heimat. Es werden Sortimente von Isolier- und Dämmstoffen, Putzen, Lacken, Farben und Klebstoffen für Fassade und Innenausbau zu sehen sein. Die Caparol-Gruppe, Erfurt, Keimfarben, Pufas oder Sto sind mit ihren Ständen vertreten.

Drei Leitthemen zeigen die Herausforderungen der Zukunft


Inhaltlich haben die Veranstalter für 2015 drei Leitthemen vorgegeben: Intelligent Urbanization, Mensch und Gebäude, Energie- und Ressourceneffizienz. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen nach diesen ausrichten und entsprechende Lösungen vorstellen. In den Messeforen werden Architekten, Bauingenieure und Projektentwickler die Thematiken unter verschiedenen Aspekten erörtern und diskutieren. Und in den Sonderschauen der BAU werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht.

Intelligent Urbanization - Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung werden sich bis 2025 in Städten konzentrieren. Zugleich gehen aktuelle Vorhersagen von einem Anstieg des Primärenergiebedarfs in einer Größenordnung von rund 50 % aus, verbunden mit einem entsprechenden Anstieg der CO-Emissionen. Daher müssen bei Planung, Bau und Betrieb der Städte von morgen vielfältige Aspekte berücksichtigt werden, etwa der demographische Wandel, die zunehmenden Klimaschwankungen und deren Auswirkungen oder das wachsende Bedürfnis der Bürger, an Planungs- und Entwicklungsprozessen ihres Lebensraums teilzuhaben. So kann beispielsweise die Verwirklichung der Zukunftsvision einer CO-neutralen, energieeffizienten und klimaangepassten Stadt nur gelingen, wenn gleichzeitig die energetische Modernisierung von Gebäuden und Produktionsanlagen, die zukunftsfähige Gestaltung einer nachhaltigen Mobilität sowie der Ausbau intelligenter Energienetze vorangetrieben werden. Die große Herausforderung wird die Festlegung strategischer und langfristiger Handlungsmaximen sein, die bereits heute erkennbare Entwicklungen berücksichtigen und Veränderungen flexibel antizipieren. Dafür müssen Städte als Gesamtsystem gesehen werden.

Mensch und Gebäude - Mitteleuropäer verbringen mehr als 80 % ihrer Arbeitszeit in Büros oder anderen Innenräumen. Dort können optimale thermische, hygienische, beleuchtungstechnische, akustische und olfaktorische Umweltbedingungen Denkprozesse, Emotionen, Motivation und Interaktion der Menschen extrem verbessern. Im Gegensatz dazu mindern schlechte Bedingungen die Leistungsfähigkeit. Praxistaugliche Lösungen für Menschen in Gebäuden und Räumen rücken daher immer stärker in den Fokus, beispielsweise innovative Lüftungssysteme und aufeinander abgestimmte Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen oder Schall-absorbierende Baustoffe.

Energie- und Ressourceneffizienz - Ressourcenverknappung und Energiewende fordern Gesellschaft und Wirtschaft gleichermaßen heraus. Innovative Lösungen sind sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen gefragt. So werden sich, angesichts steigender Rohstoffpreise und Energiekosten nur noch die Unternehmen auf dem Markt durchsetzen, die Materialien und Energie effizient und nachhaltig einsetzen. Auch im Gebäudebereich sind neue Technologien und Baustoffe nötig: Niedrig- und Passivhäuser sind schon Stand der Technik und der Trend zum Effizienzhaus Plus setzt sich stetig fort. Im Sinne einer ganzheitlichen Bilanzierung von Gebäuden spielen nachhaltige und umweltverträgliche Dämmstoffe dabei eine ebenso wichtige Rolle wie Technologien für das Recycling von Baumaterialien oder minimalinvasive Methoden für die Sanierung von Bestandsbauten. Die Entwicklung aufeinander abgestimmter Fassadenkonzepte und effizienter Energieversorgungsmodelle für Gebäude und Siedlungen sind da nur konsequent. Neue Bewertungs- und Berechnungswerkzeuge sowie intelligente Softwaretools unterstützen Architekten und Bauträger bereits in der Konzeptionsphase bei der Planung kosten- und energieeffizienter Gebäude.

Spezielle Angebote für das Handwerk


Annähernd 40 % der Besucher der BAU kommen aus dem Baugewerbe - vom Bodenleger über den Maler bis zum Dachdecker sind alle Branchen vertreten. Daher hat der Veranstalter die Angebote und Services für diese Zielgruppe unter dem Slogan "Treffpunkt Handwerk" zusammengefasst.

Im Forum Treffpunkt Handwerk in der Halle B0 geben Experten Tipps und Hilfestellungen für den Berufsalltag. Von der IT für Bauprofis bis zur Wärmedämmung ist für jeden etwas dabei. Themenspezifische Handwerker-Rundgänge - u.a. zu innovativen Dämmstoffen - geben einen schnellen Überblick der Highlights aus dem umfangreichen Angebot der Aussteller. Sie starten am 21. und 22. Januar am Stand des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe (ZDB) im Eingang Ost, jeweils 13 und 16 Uhr.

Neu ist der Handwerker-Stammtisch des ZDB. Von Dienstag bis Freitag finden um 11 Uhr moderierte Gesprächsrunden statt. Der Themenplan sieht vor: Wärmedämmung - immer noch ein heißes Eisen (20. Januar), Nachwuchsförderung und Fachkräfteakquise (21. Januar), Baumängel - Zusammenarbeit am Bau (22. Januar) sowie Suffizienz in der Baukultur - dauerhafte Qualität statt zweifelhafter Qualität (23. Januar).
aus BTH Heimtex 01/15 (Wirtschaft)