Sopro Bauchemie im Krankenhaus Côte de Nacre in Caen, Frankreich

Logistische Meisterleistung: Estrich-Einbau in luftiger Höhe

Bei der Sanierung eines Krankenhauses im französischen Caen galt es, auch in luftiger Höhe 1.000 m2 anspruchsvolle -Estricharbeiten schnell und fachgerecht durchzuführen. Mit dem Sopro Rapidur FE Fließestrich 678 kam dabei ein besonders leistungsfähiger Schnellestrich aus dem Sortiment von Sopro Bauchemie zum Einsatz.

Das Krankenhaus Côte de Nacre (C.H.U.) in Caen ist ein Gebäudeblock mit 22 Etagen, der in den 1970er-Jahren von Henry Bernard konzipiert und 1975 in Betrieb genommen wurde. Mit einer Höhe von etwa 86 m prägt das Gebäude das Stadtbild der Hauptstadt der französischen Region Basse-Normandie. Die Klinik selbst ist ein Universitätsklinikum mit knapp 1.000 Betten. Es gibt dort mehr als 4.500 Beschäftigte. Auf Basis dieser elementaren Position in der Gesundheitsversorgung der Region durfte die Klinik auch im Rahmen eines Sanierungsvorhabens keine Einschränkungen im Betrieb erfahren. Eine etagenweise Sanierung eines sich im Betrieb befindlichen Krankenhauses ist an sich schon eine logistische und organisatorische Herausforderung. Wenn dann aber noch die Gebäudehöhe berücksichtigt werden muss, wird das Vorhaben zu einer wahren Meisterleistung, die nur mit Spezialbaustoffen bewältigt werden kann.

Sanierung im laufenden Betrieb

Auslöser für die Bodensanierung waren Asbestrückstände, die sich zwischen dem altem Estrich und dem Kernbeton befanden. Zudem erfolgte in diesem Rahmen eine Neukonzeptionierung der Raumeinteilung. Dies bedeutete, dass der Bodenaufbau komplett neu hergestellt werden musste. Maßgabe war hierbei, dass der Betrieb im restlichen Gebäude so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Besonderes Augenmerk lag auf dem direkt darunter liegenden Stockwerk, in dem sich OP-Räume befinden, die auch zum Zeitpunkt der Maßnahme in Nutzung blieben. Alle benötigten Materialien mussten mit einem an der Außenfassade installierten Lastenaufzug in den 22. Stock transportiert werden. Sie wurden im Gebäude angemischt, direkt auf der zu sanierenden Fläche. Dabei sollte natürlich eine möglichst geringe Schmutzbelastung entstehen. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass aufgrund der baulichen Gegebenheiten ein direktes Anfahren des Gebäudes mit Lkw nicht möglich war. Und wie häufig im Objekt gab es großen Zeitdruck.

Umfangreiche Voruntersuchungen am bestehenden Betonuntergrund zeigten, dass dessen Oberfläche mit einer Haftzugfestigkeit von teilweise lediglich 0,2 N/mm2 keine ausreichende Tragfähigkeit mehr aufwies, um den Verbund zum Estrich fachgerecht herzustellen. Im Kern zeigte der Beton allerdings gute Festigkeiten. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde beschlossen, zunächst mittels einer geeigneten Grundierung die Oberfläche des Betons zu festigen. Gewählt wurde die Sopro Epoxi-Grundierung EPG 522 plus entsprechender Absandung, die auf Basis ihrer niedrigen Viskosität ein ausgezeichnetes Eindringvermögen aufweist. Die Haftzugfestigkeiten konnten so auf Werte von über 3,5 N/mm2 verbessert werden.

Hohe Anforderungen an das Estrichmaterial

An das Estrichmaterial selbst wurden hohe Anforderungen gestellt. Es musste für eine Vielzahl von Oberbelagsmaterialien geeignet sein - vom PVC-Belag über Teppichboden bis hin zum keramischen Fliesenbelag. Genauso waren hohe Festigkeiten und gute Verarbeitungseigenschaften gefragt. Und natürlich sollte der Einbau und das Erreichen der Belegreife schnell gehen.

Die Wahl fiel auf den Sopro Rapidur FE Fließestrich 678, eine Trockenfertigmischung mit speziellen Bindemitteln und Additiven zur Herstellungschnell erhärtender und früh belegreifer Zementestriche. Dieser fließfähige Schnellestrich zeichnet sich durch seine besonderen Verlaufseigenschaften aus. Dazu kommen seine schnelle Erhärtung und Trocknung sowie seine variablen Einsatzhöhen: im Verbund 20 bis 70 mm, auf Trennlage 35 bis 70 mm und schwimmend 35 bis 70 mm. Die mit Sopro Rapidur FE Fließestrich 678 hergestellten Flächen sind schon nach etwa drei Stunden begehbar und nach etwa 24 Stunden mit Fliesen und Platten belegbar. Der als Sackware ausgelieferte, fließfähige Schnellestrich ist schwindarm eingestellt, erreicht eine planebene Oberfläche und lässt sich gerade im Renovierungs- und Sanierungsfall optimal einsetzen.

Professionelle Verarbeitung in nur drei Tagen

Die Verarbeitung erfolgte mit einer Anmisch- und Förderpumpe, die ebenfalls über den Außenaufzug ins 22. Stockwerk befördert wurde. Die knapp 1.000 m2 große Fläche konnte mit einem bis zu 85m langen Schlauch gut bedient werden.

Der Einbau lief extrem schnell: Pro Stunde wurden zehn Tonnen Frischestrich hergestellt. Vier Mann waren damit beschäftigt, den Estrich einzubringen, durchzurakeln und zu schwabbeln. Vier Mitarbeiter bedienten und - vor allen Dingen - befüllten die Maschine permanent. Weitere drei Mann kümmerten sich um den ständigen Materialzufluss vom Boden aus. Auf diese Weise konnten innerhalb eines Tages 85 Tonnen Sopro Rapidur FE Fließestrich 678 verarbeitet werden.

Ergänzend kamen noch an denjenigen Stellen, die nur einen extrem dünnen Aufbau von wenigen Millimetern benötigten, 2 t Sopro Fließspachtel FS 15 plus 550 zur Anwendung - eine selbstnivellierende, pumpfähige, schnell erhärtende, zementäre Universalspachtelmasse mit optimalen Verlaufseigenschaften. Inklusive aller Vor- und Nacharbeiten war der Estricheinbau innerhalb von drei Tagen abgeschlossen.

Das vom Bauherren vorgegebene, schon knapp bemessene Zeitfenster von sieben Tagen konnte so deutlich unterschritten werden. Insgesamt also ein voller Erfolg. Ein Erfolg, der auch maßgeblich darauf basiert, dass leistungsfähige Bauchemieprodukte verwendet wurden, begleitet von einer fachkundigen Planungs- und Baustellenunterstützung von Sopro Bauchemie.

Sopro Bauchemie im Überblick


Sopro Bauchemie GmbH
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65203 Wiesbaden
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E-Mail: info@sopro.com
Web: www.sopro.com

Profil: Hersteller von Verlegewerkstoffen und Estrichen.
Geschäftsführer: Andreas Wilbrand, Michael Hecker
Leiter Anwendungstechnik und Objektberatung: Mario Sommer

Gründungsjahr: 1985
Mitarbeiter: 270, davon 48 im Außendienst
aus FussbodenTechnik 06/14 (Wirtschaft)