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Egger präsentiert neue Laminatboden-Kollektion 2015-17

Eine Marke für alle Laminatböden

Mit einer groß aufgezogenen Preview inklusive Gala-Abend hat Egger seinen weltweiten Partnern aus dem Großhandel in Berlin die neue Laminatboden-Kollektion 2015-17 vorgestellt. Die Österreicher setzen auf Wachstum im Osten und wollen die unterschiedlichen Marktbedürfnisse mit individuellen Produkten bedienen. Mittels differenzierter Kundenansprache, einer erstmals aufgelegten Endverbraucherbroschüre in 18 Sprachen und einer neuen Markenstrategie will man die Kunden für sich gewinnen. Die neue Dachmarke heißt schlicht: Egger.

Der österreichische Laminatboden-Hersteller Egger hat seinen weltweiten Großhandelspartnern die neue Kollektion 2015-17 vorgestellt. Das aufwändige Event samt Gala-Abend fand im Estrel-Hotel Berlin statt. Was Händler, Verarbeiter und Endkunden erst auf der Bau in München 2015 erleben können, wurde hier vorweggenommen: Die Präsentation einer Kollektion mit fast 300 Varianten, die den unterschiedlichen Einrichtungsstilen, Kundenbedürfnissen und Partnern auf allen Vertriebsstufen entsprechen sollen.

Unterschiedliche Kundenwünsche, das heißt bei Egger, auf die nationalen und regionalen Geschmäcker einzugehen. Und das wirkt sich auch auf die Produktion aus: "Weniger Volumen, dafür mehr Spezialitäten und schnellere Reaktion auf die Bedürfnisse der Kunden", beschreibt es Stefan Pletzer, Leitung Vertrieb und Marketing Egger Retail Products.

Unter den rund 280 Handelspartnern bei der groß angelegten Veranstaltung auf 1.500 m2 Ausstellungsfläche waren auch Gäste aus Südamerika und Australien. Noch aber macht Egger 70 % seines Umsatzes in Westeuropa. Daher bleiben die gut integrierten Produktionsstandorte für Fußböden (Brilon und Wismar) unangetastet. Noch. Denn das Unternehmen ist, laut Ulrich Bühler, Leiter Vertrieb und Marketing der Egger Gruppe, ständig auf der Suche nach neuen Standorten.

Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, wohin die Produktion wandern könnte: in den Osten. Denn während der Gesamtbodenbelagsmarkt in Westeuropa rückläufig ist und eine Konsolidierung erst ab 2016 erwartet wird, rechnet man in Osteuropa - einschließlich Russland und der Türkei - bis 2020 mit Wachstum. Das, so analysiert Egger, werde zwar nicht kontinuierlich, sondern eher sprunghaft verlaufen. Aber immerhin wächst der Markt.

Bodenbeläge machen 14 Prozent des Konzernumsatzes aus

Mit 73,3 % entfällt in der Egger-Gruppe der Löwenanteil des Gesamtumsatzes von 2,2 Mrd. EUR auf Platten für Möbel und den Innenausbau. Abnehmer ist die Büro-, Küchen- und Wohnmöbelindustrie. Mit 12,5 % sind Bauprodukte aus dem eigenen Sägewerk die jüngste Sparte der Österreicher. Die Division Fußboden hält einen Umsatzanteil von 14,2 %. Dort ist der Fachhandel stärkster Vertriebskanal. Der Baumarkt steuert nur knapp 8 % zum Umsatzanteil bei Bodenbelägen bei.

Klare Zielgruppenausrichtung, mehr Digitalisierung und Differenzierung zwischen Kollektionen für den Groß- und Fachhandel sowie DIY sind die Grundpfeiler der neuen Boden-Strategie bei Egger. "Die Industrie wird innovativer", meint Pletzer. "Mit neuen Produkten wie etwa unserem Cork+-Fußboden schaffen wir auch neue Absatzwege. Im Großhandel setzen wir mit der neuen Egger-Laminatfußboden-Kollektion bewusst auf die Kraft unserer Marke und auf die Kompetenz der gesamten Gruppe."

Differenziertere Kundenansprache

"Verfügbarkeit schaffen, um dem Fachkunden das schnelle Geschäft zu ermöglichen", lautet die Devise von Egger im Fachhandel, die mit dem Claim "Always up to date" gestützt werden soll. Das bezieht sich auf die Aspekte Service, kurze Lieferzeiten, Dekor-Aktualität und Einfachheit in der Handhabung.

All das bündelt Egger nun auch in einer neuen Markenstrategie. Viele bisherige Marken laufen aus; eine Ausnahme bildet die DIY-Marke Megafloor. Der Name Egger übernimmt als Dachmarke die Regie.

Das gilt auch im deutschen Bodenbelagshandel. Hier sieht sich Egger gut vertreten. Hauptpartner ist Jordan, aktiv ist man auch bei der Mega und will die Partnerschaft ausbauen. Architekten sind eine weitere Zielgruppe. 16 neue Außendienstmitarbeiter im deutschsprachigen Raum sollen diesem Kundenstamm den objekttauglichen Laminatboden schmackhaft machen. Mit einem Preisbereich zwischen 7 und 15 EUR ist Egger hier sicher ein konkurrenzfähiger Anbieter.

Keramischer Fliese Konkurrenz machen

"Der klassische Laminatbodenbereich wächst", glaubt man bei Egger. Der Hersteller beansprucht einen europäischen Marktanteil von 15 bis 17 % und sieht Chancen, mit Steindekoren und seiner feuchtetauglichen Aqua Protect-Trägerplatte der keramischen Fliese stärkere Konkurrenz machen zu können.

Auf den Zug der Vinylböden will man dagegen nicht aufspringen. Auf HDF geklebte LVT-Beläge hätten aufgrund mangelnder Feuchteresistenz geringe Marktchancen, heißt es. Und in den Handel mit dünnen Vinylböden will Egger sich aus ökologischen Gründen und weil es genug Spezialisten für elastische Böden gebe, nicht einschalten. Stattdessen experimentiert das Unternehmen mit anderen, neuen Oberflächenmaterialien. Mit welchen, das bleibt bislang allerdings noch hinter verschlossenen Türen.

Neues Profil Unifit erleichtert Verlegung

Zurück zum Laminatboden: "Wir haben die individuellste Kollektion Europas", behauptet Egger. 52 von 70 Laminatdekoren in elf Stil- und Geschmacksvarianten wurden neu entwickelt. Darunter sind mit Ceramic und Barrique zwei neue Oberflächenstrukturen. Letztere ist zusammen mit den Strukturen Authentic, Vintage und Grand Canyon in die Rutschhemmklasse R10 eingeordnet.

Als neues Format zeigt sich eine Langdiele im Maß 2.052x248mm. Sie ergänzt die Formate Classic (1.292x192mm), Large (1.291x246mm) und Kingsize (1.291x327mm). Und für die noch einfachere Verlegung gibt es ein gemeinsam mit Unilin entwickeltes Profil namens Unifit, das an der Stirnseite eine Plastikfeder besitzt und sowohl durch bloßes Einwinkeln und Herunterdrücken einrastet, als auch mit dem Schlagklotz in die Verbindung gebracht werden kann - zum Beispiel unter Türrahmen.

Novum: 1,2 Mio. Endverbraucher-Broschüren

Um die neue Kollektion und Markenstrategie an den Point of Sale zu bringen, hat Egger sein Vertriebsmarketing neu fokussiert. Händler und Verarbeiter können über einen Online-Shop Belagsmuster und Werbemittel wie Broschüren sowie Musterkollektionen zur Beratung ihrer Kunden bestellen. Mit der Raum-Visualisierungssoftware VDS (Virtuelles Design Studio) gibt es digitale Lösungen, die dem Raumausstatter oder Handwerker die Beratung erleichtern und dem Endverbraucher (VDS Mobile App) eine Entscheidungshilfe sind. Das Egger-Profiprogramm hält mit Schulungen, Werksbesuchen, Prämien und Werbeunterstützung Kontakt zum Verarbeiter.

Sämtliche Werbemittel sind aufeinander abgestimmt. Aufgelegt wurden 30.000 Stück der bewährten Kollektionskoffer mit Originalmustern und Dekorbücher mit großen Musterabbildungen. 10.000 aktualisierte Displays dienen optimaler Warenpräsentation auf der ganzen Welt. Als Novum gibt es eine Endverbraucherbroschüre in 18 Sprachen mit einer Auflage von 1,2 Mio. Stück.


Egger Retail Products - Daten und Fakten


Egger Retail Products GmbH
Weiberndorf 20
6380 St. Johann in Tirol
Österreich

Tel.: +43(0)50/600-0
Fax: +43(0)50/600-10443
info-sjo@egger.com
www.egger.com

Geschäftsführung: Stefan Pletzer
Vertrieb: Matthias Danzl
Produktmanagement: Klaus Monhoff
Marketing Retail: Michael Gerbl

Gründungsjahr: 1996
Umsatz 2013: 0,3 Mrd. EUR
Produkte: Laminatböden (HPL, CPL, DPL, PDL), Sockelleisten, Profile,
Treppenkanten aus Holzwerkstoff
Vertriebswege: Großhandel, Fachhandel, DIY

Muttergesellschaft:
Fritz Egger GmbH & Co. OG
Umsatz 2013: 2,2 Mrd. EUR
aus BTH Heimtex 11/14 (Wirtschaft)