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Du Pont streicht Stellen und strukturiert um


Faseranbieter Du Pont sieht sich durch "die europaweite Schwäche des Bodenbelagmarktes, von der auch das Teppichbodengeschäft drastisch betroffen ist", zu tiefgreifenden Umstrukturierungsmaßnahmen gezwungen. Weltweit werden 4.000 Arbeitsplätze abgebaut.

Davon betroffen ist auch der deutsche Standort Östringen, in dem unter anderem Nylonfasern für die Geschäftsbereiche textile Anwendung und Teppichboden hergestellt werden. Hier sollen 190 Stellen gestrichen und eine von drei - nicht ausgelasteten - Stapelfaser-Produktionslinien stillgelegt werden. Grund dafür ist die rückläufige Nachfrage nach Stapelfasern bei der Teppichbodenherstellung.

Christan B. Marx, Direktor der europäischen Nylon-Teppichfaseraktivitäten will das nicht als Rückzug aus dem gesamten Teppichfasergeschäft verstanden wissen: "Du Pont hat in den vergangenen vier Jahren rund 70 Mio. Dollar in die Modernisierung des Werkes Östringen investiert. Dies unterstreicht das Engagement für die europäische Teppichindustrie, das auch Bestand der künftigen Unternehmenspolitik ist".

Laut Marx will Du Pont seine Marketingaktivitäten im Objektbereich weiter ausbauen und verstärkt Marken wie Antron Excel forcieren. So soll in den nächsten Monaten eine neue Kampagne für Antron-Fasern gestartet werden.

Im vergangenen Jahr hatte Du Pont in Europa, dem Nahen Osten und Afrika einen Umsatz von 6,87 Mrd. Dollar (knapp 14,5 Mrd. DM) erzielt. Das entspricht etwa einem Viertel des Gesamtumsatzes. Davon entfielen 12 % auf Nylon. Der Gewinn nach Steuern in diesen Regionen wird auf 842 Mio. Dollar beziffert, gut 24,2 % mehr als im Jahr zuvor.
aus BTH Heimtex 07/01 (Wirtschaft)