ePrivacy and GPDR Cookie Consent by CookieConsent.com

Unilin BVBA division Flooring

Unilin kauft in Belgien zu, startet in USA und baut in Frankreich


Die belgische Unilin-Gruppe (Wielsbeke) unterstreicht mit beträchtlichen Investitionen in verschiedenen Bereichen ihren Anspruch auf eine Führungsrolle im Laminatboden-Markt. So hat der expansive Holzwerkstoffhersteller angesichts fehlender Produktionskapazitäten im eigenen Haus unlängst den belgischen Laminatbodenproduzenten Decolam (Mouscron) übernommen.

Die neue Tochter bringt einen Umsatz von knapp 20 Mio. DM mit, beschäftigt 22 Mitarbeiter - die bald reichlich Zuwachs erhalten sollen und soll kurzfristig in Unilin Decor integriert werden.

Weil die Produktionskapazitäten auch mit dem Zukauf noch nicht als ausreichend betrachtet werden, investiert Unilin "mindestens 5 Mrd. Francs" (das sind über 240 Mio. DM) in sein nordfranzösisches Werk Bazeilles bei Sedan. Dort sollen bis 2002 nicht nur die Produktionskapazitäten für MDF- und HDF-Platten auf 500.000 m3 verdoppelt werden, sondern zusätzlich eine "nagelneue Fabrik" für Laminatböden entstehen. Laut Vorstandsvorsitzendem Frans de Cock ist sie "dringend notwendig, weil wir in Wielsbeke aus allen Nähten platzen."

Unilin expandiert aber nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee und hat dabei vor allem den vielversprechenden amerikanischen Markt im Blick. Im vergangenen Jahr haben die Belgier bereits eine US-Tochter in New Jersey gegründet, die von dem früheren Großbritannien-Statthalter geführt wird.

Offizieller Startschuss für Unilin USA war Ende Januar auf der Surface in Las Vegas. Vorstand Bernard Thiers verspricht sich einiges von dem Engagement in den Staaten. Ein Logistiksystem habe man dort bereits aufgebaut, eine Produktion allerdings noch nicht.

Im Umsatz ist die Unilin-Gruppe nicht mehr weit von der Milliarde entfernt: Rund 20 Mrd. BEF, knapp 970 Mio. DM, hat sie im vergangenen Jahr mit 1.500 Mitarbeitern erlöst. Die Laminatbodensparte Unilin Decor trägt mit 10,5 Mrd. BEF inzwischen über die Hälfte zum Umsatz bei. Stärkste Märkte waren 2000 Frankreich, die Niederlande, Italien, das heimische Belgien, Spanien und Kanada. Aber auch in Deutschland hat das Unternehmen wieder an Boden gewonnen, nachdem man in den Außendienst investiert hat: "Wir konnten unseren Umsatz auf dem deutschen Markt verdoppeln", berichtet Marketingleiter Philiep Caryn nicht ohne Stolz

Kräftig angezogen hat auch die Produktion: von 12,6 auf 18 Mio. qm. Davon entfällt inzwischen das Gros auf das leimlos verlegbare Uniclic-System. Für 2001 hat sich Unilin eine weitere Steigerung auf 25 Mio. qm vorgenommen.
aus BTH Heimtex 02/01 (Wirtschaft)