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PCI Augsburg GmbH

Who ist who in der Anwendungstechnik


Dr. Josef Felixberger

PCI Augsburg GmbH
Piccardstraße 11
86159 Augsburg

Postfach 10 22 47
86012 Augsburg

Tel.: 0821/5901-353
Fax: 0821/5901-419

Internet: www.pci-augsburg.de
E-Mail: josef.felixberger@degussa.com

Beruflicher Werdegang

- 1979 Ausbildung zum Chemie-laboranten bei der Hoechst AG
- 1981 Erwerb der Hochschulreife über den 2. Bildungsweg
- 1989 Promotion im Studiengang Diplom-Chemie an der TU München
- 1990 einjähriger Forschungsaufenthalt an Australian National University
- bis 1997 Entwicklung, Anwendungstechnische Beratung und Vertrieb von Zementzusatzmitteln, Bauchemie SKW Trostberg
- seit 1997: Leiter Anwendungstechnik und Prokurist bei PCI Augsburg

Aufgabenstellung im Unternehmen

- Leitung der gesamten Anwendungstechnik für die Bereiche Fußboden-, Fliesenverlegewerkstoffe, Reparaturmörtel, Estriche und Abdichtungsprodukte
- Organisation und Koordination der technischen Beratung
- Organisation des Telefonberatungsservices mit 7 Telefonberatern (100.000 Anrufe pro Jahr)
- Organisation und Konzeption von Kundenseminaren für Handwerker, Architekten und Planer bis hin zu Leitenden Angestellten des Handels
- Begutachtung, Dokumentation und Bewertung von Schadens-fällen
- Koordination der regionalen Leiter Anwendungstechnik für eine einheitliche und standardisierte Aussage am Markt
- Erstellung von Fachpublikationen und Mitarbeit bei der Erstellung von Produktbroschüren und Merkblättern
- Verbandsaktivitäten

- Vorstand Industrieverband Dichtstoffe e. V.
- Leiter Technischer Arbeitskreis Dichtstoffe
- Vorstand Qualitätsgemeinschaft Deutsche Bauchemie
- Obmann des Fachausschusses "Modifizierte mineralische Mörtelsysteme" der Deutschen Bauchemie

Anwendungstechnischer Service im Unternehmen

Die Anwendungstechnik der PCI Augsburg umfasst ca. 50 Mitarbeiter (Ingenieure, Techniker, Vorführmeister, Telefonberater, Sekretariatskräfte). Die Abteilung versteht sich als Serviceabteilung und Dienstleister für den externen Kunden (Verarbeiter, Händler) und firmenintern für die PCI-Fachberater.

Im Rahmen dieses Servicegedankens erfolgen technische Aufbauempfehlungen für Verarbeiter und Architekten in schriftlicher Form und per Telefonberatung. Neuentwicklungen, wie Pulverparkettkleber PAR 362, werden durch Seminare bei Verarbeitern, Händlern und Innungen bekannt gemacht und vorgestellt. Sollte der Kunde eine Einweisung vor Ort wünschen, stehen Vorführmeister zur Verfügung, um die korrekte Verarbeitungsweise zu demonstrieren.

Da die Anwendungstechnik bei ihren zahlreichen Kundenkontakten das Ohr am Markt hat und die Wünsche der Kunden hinsichtlich Produktqualität und Verarbeitungskomfort mit als erstes erfährt, ist sie eine wichtige interne Schnittstelle zu den Abteilungen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Marketing.

Praxisbeispiel

Über Jahrzehnte haben sich Kunstharzkleber für die Verlegung von Parkett bewährt. Der einzig große Nachteil, den dieser Klebertyp aufweist, ist sein hoher Lösemittelanteil. Durch das Verdunsten des Lösemittels kann es zu gesundheitlich negativen Beeinflussung des Verarbeiters und eventuell auch des Nutzers kommen. Deshalb dürfen in den Niederlanden Kunstharzkleber seit 01.01.2000 von professionellen Verarbeitern nicht mehr eingesetzt werden.

Die gewünschten Verarbeitungseigenschaften und die auftretenden mechanischen Beanspruchungen - hervorgerufen durch unterschiedliche Holzfeuchte - wurden für das Entwicklungsprojekt "Pulverparkettkleber als lösemittelfreie Alternative zu Kunstharzklebern" zu Beginn in einem Pflichtenheft festgelegt. In einer Klimakammer wurde das Arbeiten des Holzes praxisnah simuliert, so dass in kürzester Zeit ein lösemittelfreier Pulverparkettkleber mit allen positiven Eigenschaften eines Kunstharzklebers, wie hohe Anfangsklebekraft, kombiniert mit den physiologischen Vorteilen eines Dispersionsklebers - entwickelt werden konnte.

Dieser innovative Pulverparkettkleber mit der Bezeichnung Pulverparkettkleber PAR 362 ist seit zwei Jahren auf dem Markt und es wurden mittlerweile mehr als 100.000 m2 Parkett völlig reklamationsfrei verlegt.

Veränderungen in der Branche

Im wesentlichen werden drei Grundströmungen ausgemacht:

- Erhöhter Zeitdruck:
Fixe Einzugstermine verbunden mit hohen Konventionalstrafen lasten vor allem auf den Schultern des Bodenlegers, als eines der "letzten" Gewerke auf der Baustelle. Deshalb ist es wichtig, dass dem Handwerker Estriche, Grundierungen und Spachtelmassen zur Verfügung gestellt werden, die einen zügigen Baufortschritt gewährleisten. Unser Haus gibt dem Bodenleger nicht nur Schnellestriche, wie Schnellestrichmörtel SES 36 - an die Hand, sondern auch einen "Blitzvorstrich" VG 3, wodurch bereits 10 Minuten nach dessen Auftrag die Spachtelmasse eingebracht werden kann.

- Abnahme der Qualifikation:
Die Öffnung der Grenzen im Rahmen der Erweiterung der Europäischen Union und die etwaige Abänderung der Handwerksordnung tragen gerade im Objektbereich zur Abnahme des Ausbildungs- und Qualifikationsniveaus der beteiligten Handwerker bei. Somit wird es immer wichtiger werden, dass der Produkthersteller zum einen ein ausgeprägtes Serviceangebot (technische Beratung, Produkteinweisung, Telefon-Hotline etc.) und zum anderen Produkte mit einem breiten "Verarbeitungsbuckel" für Objekte bereit stellt.

- Zunahme des ökologischen Bewusstseins:
Nicht nur der Nutzer, sondern auch der Verarbeiter legt immer mehr Wert auf emissionsarme Verlegewerkstoffe. Es versteht sich von selbst, dass PCI Grundierungen, Spachtelmassen und Kleber im Fußbodengewerk bereitstellt, die die stringenten EMICODE EC1-Kriterien der Gemeinschaft Emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe (GEV) erfüllen.

Der Nutzer kann somit bedenkenlos seine Wohn- und Arbeitsräume nutzen, ohne einer Belastung durch leichtflüchtige Bestandteile aus den Verlegewerkstoffen ausgesetzt zu sein.
aus FussbodenTechnik 05/04 (Personalien)