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Space Center Bremen - 3 Fragen an Thorsten Schimron, Bauleiter bei Freese:

"Optisch einheitliche Fläche für Höchstmaß an Kreativität"


FussbodenTechnik: Was zeichnet das Bodensystem Ardex Pandomo aus?

Thorsten Schimron: Ardex Pandomo ist ein sehr kreatives System. Man hat die Möglichkeit, jede Farbe und jeden Effekt zu wählen. Man kann z.B. einen unifarbenen Boden wählen und Firmenlogos mit Hilfe einer Schablone einarbeiten. Durch das dreimalige Versiegeln erhält man optisch wieder eine Fläche.

Man hat zum einen die Möglichkeit den Belag einzufärben, in dem man den Boden in unterschiedliche Felder einteilt, die man absprerren muss, weil es ein flüssiges Material ist. Ich kann an einem Tag erst das eine Feld machen und am nächsten das andere, sonst laufen die Flächen ineinander.

Zum anderen kann ich auch die Versiegelung einfärben. Das ist der Faktor, um Zeit zu sparen. In der Regel ist der Boden durchgängig gefärbt und nicht die Versiegelung. Wer drüberläuft hat also nie Kontakt zu der Farbschicht, da ja die Versiegelung die Deckschicht ist. Abnutzen kann so überhaupt nur die Versiegelung und die kann man erneuern.

FussbodenTechnik: Wie schnell ging die Verarbeitung?

Schimron: Wir haben mit den entsprechenden Maschinen bis zu 1.600 qm am Tag geschafft, wenn man jetzt mal nicht die Zeit für das Kugelstrahlen und Grundieren berücksichtigt. Bei einer so großen Tagesleistung habe ich kein Problem mit Fugen. Fugen entstehen ja nur dann, wenn ich Tagesansätze habe. Wenn ich also bei einer Fläche von 1.000 qm nach 500 qm aufhören muss, weil ich nicht die Kapazitäten habe.

Bedenken muss man die vielen Arbeitschritte. Bei anderen Bodenbelägen wird der Untergrund vorbereitet und der Belag verklebt. Hier braucht man für Kugelstrahlen und Reinigen, Grundieren, Pandomo aufbringen und dreimal Versiegeln jeweils einen Tag. Zudem wird der Untergrund leicht wellig, was man bei entsprechendem Aufwand vermeiden kann.

FussbodenTechnik: Was gab den Ausschlag für Ardex Pandomo?

Schimron: Der Bauherr wollte an dieser Stelle keinen normalen Bodenbelag, sondern die Optik eines zementären Systems, das eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten bietet.

Der Grund dafür war in erster Linie die erwartete Belastung. Hier wollte man kein PVC, Teppichboden oder Linoleum, sondern einen Hartestrich. der nicht innerhalb von drei Monaten abgelaufen und verkratzt ist.
aus FussbodenTechnik 05/04 (Referenz)