Biofa

Natürliche Holzöle wohngesund und allergikergeeignet


Holzschutzprodukte, die vom Rohstoff bis zur Entsorgung umweltverträglich sind - nach dieser Philosophie gestaltet der baden-württembergische Anbieter Biofa sein Sortiment. "Die Produkte benötigen bei der Herstellung vergleichsweise wenig Energie, belasten die Luft kaum, werden weitestgehend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und lassen sich sehr gut verarbeiten", heißt es in Bad Boll. Diese Rohstoffe bezieht Biofa zu 80% aus Deutschland; einige Wachse stammen aus zertifizierten Quellen in Südamerika.

Unter den wohngesunden, allergikergeeigneten Produktlinien: natürliche Parkettöle auf pflanzlicher Basis mit angenehm seidenmattem Schimmer. "Die Poren werden dabei nicht verschlossen", erläutert Geschäftsführer Werner Hahn. "Das Holz kann atmen und das Raumklima durch Regulierung der Luftfeuchtigkeit positiv beeinflussen; gleichzeitig erhält es eine wasserabweisende und schmutzunempfindliche, antistatische Oberfläche." Schadhafte Stellen lassen sich mit ein wenig Öl ganz einfach ausbessern. Das Öl eignet sich übrigens nicht nur für Holzböden, sondern auch für Möbel, Arbeitsplatten, Korkfußböden - sogar für offenporige Steine und Cotto. Erhältlich sind die natürlichen Öle transparent und in verschiedenen Farben. Sie wurden nach der neusten Verordnung der Bauaufsicht DIBT geprüft und ohne Einschränkungen zugelassen.

Zur regelmäßigen Holzbodenpflege empfiehlt Biofa speziell darauf abgestimmte Produkte: Das ph-neutrale Reinigungsmittel Nacasa erhält den Glanzgrad der Oberfläche; die Pflegemilch Naplana soll bei regelmäßiger Anwendung die Lebensdauer des Parkettbodens steigern. "Selbstverständlich eignen sich unsere Reinigungs- und Pflegeprodukte auch für alle anderen geölten oder lackierten Flächen", betont Werner Hahn.

Im Jahr 2011 setzte das Unternehmen 4,5Mio.EUR um. Gerade im Ausland ist das Sortiment gefragt; große Zuwächse versprechen vor allem die östlichen Märkte wie Russland. Während der Umsatz im Export ständig steigt, ist der Absatz in Deutschland stabil. Hier sieht Biofa noch Potenzial. "Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit für natürliche, umweltverträgliche Produkte zu leisten und den Verbrauchern zu erklären, woran sie diese erkennen können", sagt Verkaufsleiter Timo Ascherl.

Der Wareneinsatz liegt bei bei etwa 45%, inklusive Verpackungen und Etikettierung sogar bei 50%. Ascherl: "Höhere Preise, die diese Quote reduzieren würden, lässt der Wettbewerbsdruck nicht zu." Steigende Rohstoffpreise fange Biofa mit immer neuen Entwicklungen und Herstellungsverfahren auf. Statt groß angelegter Werbekampagnen setzt man also lieber auf verstärkte Aufklärungsarbeit beim Verbraucher und auf die Empfehlungen zufriedener Kunden.

In Deutschland konzentriert sich Biofa vor allem auf Holzfachhändler. Rund 30% des Umsatzes werden mit dem Handwerk getätigt. Mit Zuwachsraten von jährlich 20% gewinnt auch der Werksverkauf am Bedeutung.
aus Parkett Magazin 05/12 (Wirtschaft)