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Mapei weitet Produktlinien aus

Dynamisches Wachstum dank gezielter Investitionen


Das Ergebnis des Jahres 2011 beim Bauchemiehersteller Mapei Deutschland fällt positiv aus: "Wir haben uns sehr dynamisch entwickelt und konnten um 20% auf 61 Mio. EUR Umsatz zulegen" bilanziert Mapei-Geschäftsführer Heinrich Meier anlässlich der Jahrespressekonferenz in Berlin. Als Gründe für den Erfolg nannte er den Ausbau der Produktlinien und günstige Rahmenbedingungen. Bei der Muttergesellschaft in Italien haben die Rückgänge des keramischen Fliesenabsatzes zum strategischen Umdenken geführt: Man geht jetzt breit in die Baustoffsortimente hinein - mit Produkten vom Keller bis zum Dach.

Die Botschaft von Mapeis Inhaber Dr. Giorgio Squinzi ist eindeutig: "Wir wollen weltweit die Nummer eins in der Bauchemie werden, bei den Bauklebstoffen sind wir es schon." An dieser Vorgabe orientieren sich auch die ambitionierten Ziele von Mapei Deutschland. Ein 20-prozentiges Umsatzwachstum auf 61 Mio. EUR für 2011 kann sich sehen lassen. Zu dem guten Geschäftsverlauf hat auch das seit Herbst 2009 in der Mapei-Gruppe organisierte Unternehmen Betontechnik beigetragen, dass im Geschäft der Betonzusatzmittel aktiv ist. Zu den Märkten, die ins Portfolio des Unternehmens passen, gehören auch die Kunststoff-, Dach- und Dichtungsbahnen, die bei Mapei produziert und im Geschäftsbereich Roofing (Dach) vermarktet werden.

Auch in den schwierigen Jahren 2008 und 2009 hat Mapei Deutschland immer ins Kerngeschäft, neue Produkte und neue Mitarbeiter investiert. "Wir haben unseren Umsatz in den Jahren 2004 bis 2011 mehr als verdoppelt. Im Schnitt lag das jährliche Wachstum bei 13%", blickt der zweite Deutschland-Geschäftsführer Dr. Uwe Gruber zurück.

Wie alle Verlegewerkstoffhersteller hat Mapei 2011 unter den stark gestiegenen Rohstoffkosten gelitten. Ursache sind laut Dr. Gruber fehlende Produktionskapazitäten bei den Basischemikalien. Die zusätzlichen Kosten könne man nur teilweise an die Verarbeiter weitergeben, da der Verlegewerkstoffmarkt in Deutschland nach wie vor ein Verdrängungswettbewerb sei.

Investition ins Werk Weferlingen

Vom weiteren Wachstum ist das Unternehmen überzeugt und investiert in Deutschland in seine Standorte: 2011 hat die Anwendungstechnik des Geschäftsfeldes Fußbodentechnik eine neue Werkstatt in Bottrop erhalten. Darüber hinaus wird bis zum Jahreswechsel 2011/2012 in eine Abfüllanlage im Werk Weferlingen investiert. Auf diese Weise lassen sich die Produktionskapazitäten um 30% steigern. 2012 soll das Werk außerdem ein neues Lager, Laderampen, Büros und neue Sozialgebäude erhalten. Die Investition beträgt 3 Mio. EUR. Die Baumaßnahmen sind auf sechs Monate angesetzt.

Aufbau einer Objektberatung

Für Mapei sind Architekten und Planer ein wichtiges Thema, bei dem es noch Nachholbedarf gibt. "Hier wollen wir verstärkt ansetzen und unser gesamtes Leistungsspektrum in den Vordergrund rücken", stellt Dr. Gruber in Aussicht. Im ersten Schritt soll das Mapei Planungshandbuch auf das gesamte Sortiment erweitert werden. Im zweiten Schritt soll eine Objektberatung aufgebaut werden, die den Vorteil der Produktbreite gegenüber dem Architekten erklären kann. Bislang ist Mapei in der Beratung eher an den Produktlinien orientiert.

Mehrwert für das Handwerk

Nicht nur mit seinen Produktinnovationen, sondern auch mit einer Vielzahl marktorientierter Initiativen will Mapei in einem rückläufigen bis stagnierenden Markt Mehrwert für seine Handwerker schaffen.

Dem Verleger von textilen-, elastischen und PVC-Designbelägen werden neue und bewährte Produkte wie der Premiumklebstoff Ultrabond Eco V4 SP oder die Premiumspachtelmasse Ultraplan in der doppelten Auszeichnung, sowohl nach GEV Emicode EC1 Plus, als auch mit Blauem Engel angeboten. Das Parkettverlegehandwerk kann auf ein abgestimmtes Sortiment an Parkettklebstoffen, wie beispielsweise dem sehr emissionsarmen, ebenso mit EC1 Plus und Blauem Engel ausgezeichneten, SMP-Parkettklebstoff Ultrabond Eco S955 1K, als auch auf ein modernes Sortiment an Parkettlacken- und Ölen zurückgreifen.

Mapei-Designtouren ausgebaut

Zu einem überwältigenden Erfolg wurde die 2011 ausgebaute Mapei-Designtour, die in zwei parallel laufenden Veranstaltungsrunden auf sowohl Boden- und Parkettleger, als auch auf Fliesen- und Natursteinverleger abzielt. Die deutschlandweit angebotene Weiterbildungsveranstaltung machte mit 18 Veranstaltungen direkt beim Kunden Station. Mit Bernhard Zimmermann konnte für die Designtour Fussbodentechnik und Parkett ein erfolgreicher Referent für das Thema Wohntrends gewonnen werden. Weiterhin an Bord war der Sachverständige Siegfried Heuer, ein anerkannter Fachmann für die Weiterbildung in der Praxis.

"Wir wollen die Marke Mapei weiter im Markt etablieren", stellte Marketingleiter Michael Heim für 2012 in Aussicht. Dafür werde man in alle Marketinginstrumente investieren, um die Kernsegmente und die neuen Produktlinien weiter auszubauen.
aus FussbodenTechnik 01/12 (Wirtschaft)