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TÜV-Rheinland zertifiziert Fachbetriebe für Fußbodentechnik

FHR stolz auf erste ausgezeichnete Partnerbetriebe

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der zertifizierten Produkte in der Bodenbranche sprunghaft gestiegen. Jetzt sollen auch die Verlegebetriebe der Handwerker von unabhängiger Seite überprüft werden. Der Fachhandelsring hat sich dazu mit dem TÜV Rheinland einen starken Partner an die Seite geholt. Erste FHR-Mitglieder sind bereits ausgezeichnet worden.

Die Anforderungen für Verlegebetriebe im Objekt sind hoch. "Besonders die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und technischen Regeln, aber auch die Optimierung der Arbeitsabläufe wird häufig unterschätzt", sagt Torsten Grotjohann, der seit Juni 2011 Vertriebsleiter Fußbodentechnik beim Fachhandelsring (FHR) ist. Daher hat sich die Kooperation entschlossen, für ihre Partnerbetriebe eine eigene Zertifizierung anzubieten. Für die vom unabhängigen TÜV-Rheinland geprüften und ausgezeichneten Unternehmen werde sich zukünftig das im Objekt übliche Procedere erleichtern, da ein Teil der geforderten Kriterien bereits durch die neue Zertifizierung erfüllt wird, erläutert Grotjohann. Sie ersetze allerdings nicht die Präqualifizierung, da diese nur bei öffentlichen Aufträgen die Auftragsvergabe erleichtert. Diese Einschränkung war vom FHR nicht gewollt.

Damit Fachbetriebe für Fußbodentechnik die TÜV-Zertifizierung leichter erlangen, bietet der FHR gezielte Schulungsmaßnahmen an. Schwerpunktthemen sind Organisations- und Zeitmanagement, die in Richtung einer ISO 9000 Prüfung zielen. Anhand eines umfangreichen Handbuches werden essentielle Themen für Verlegebetriebe abgearbeitet. Nach der zweitägigen Fortbildung bekommen die Teilnehmer eine Menge "Hausaufgaben" mit in ihren Betrieb. Sind die gemacht und die Voraussetzungen für das Zertifikat erfüllt, führt ein TÜV-Mitarbeiter im jeweiligen Unternehmen ein Audit durch. Diese Überprüfung muss alle zwei Jahre wiederholt werden.

Als einer der ersten FHR-Partner folgte Behrends Bodentechnik aus Bad Zwischenahn dem Aufruf der Kooperation und stellte sich mit Erfolg der Prüfungskommission. Bereits im September 2011 wurde das erste Zertifikat überreicht. "Die zweijährige Vorbereitungsphase, bei der unter anderem unsere Fachkräfte des Technischen Service und der Betriebsberatung involviert waren, trägt erste Früchte. Die kommenden Schulungstermine sind bereits nahezu ausgebucht", bilanziert FHR-Geschäftsführerin Sabine Wiegand den gelungenen Start.

Stellvertretend für die Schulungsteilnehmer sieht Frank Leonhardt von Leos Fussboden & Design aus Chemnitz die Zertifizierung als Chance: "Die Sicherheit, die wir mit den Leitlinien für unser Unternehmen erhalten, erleichtert uns die Bearbeitung von neuen Objektanfragen. Mit dem TÜV-Siegel können wir in der Außendarstellung die Qualität unserer Serviceleistung speziell in der Fußbodentechnik verstärkt hervorheben."

Zertifizierte Fachbetriebe für Fußbodentechnik können mit dem TÜV-Rheinland-Qualitätsnachweis jenseits der Preisverhandlungen punkten und sich von Wettbewerbern abheben. Sie dürfen mit dem TÜV-Logo werben - das macht ersten Erfahrungen zufolge Eindruck bei den Auftraggebern. Dass dabei das Know-how des Unternehmens und nicht die Verlegeleistung geprüft wird, tut dem keinen Abbruch.
aus BTH Heimtex 01/12 (Wirtschaft)