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PCI Fußbodentechnik in einem besonderen Schweizer Objekt

Bodenaufbau in 800 Jahre alter Burg


Der 110 m große Burgkeller der 800 Jahre alten Burg Rebstein in der Ostschweiz schlummerte jahrzehntelang in einem Dornröschenschlaf. Ein neues Nutzungskonzept sollte nun das volle Potential der Räumlichkeiten ausschöpfen. Die grundlegende Sanierung verwandelte das Gewölbe zu einer erstklassigen Event-Location. Als besonders anspruchsvoll stellte sich der ausgeklügelte Bodenaufbau zur Parkettverlegung dar. In nur 30mm Aufbauhöhe wurden Dichtung, Heizung, Lastverteilschicht, Wärmeverteil- und Speicherschicht sowie der Massivholz-Nutzbelag eingebaut.

Seit 1974 ist die Burg mit ihrem begehbaren Gewölbekeller im Besitz der katholischen Kirchengemeinde Rebstein. Künftig soll das Gebäude die Attraktivität des gesamten Dorfes steigern. Deshalb hat die katholische Kirche als Eigentümerin ein Nutzungs- und Kulturkonzept ausgearbeitet, das auch vom Gemeinderat unterstützt wurde. Er beurteilte die Burg als kulturell und historisch wichtiges Gebäude. 2011 wurde das Gesamtgutachten präsentiert. Die Sanierung des Kellers wurde Anfang 2012 in Angriff genommen und binnen weniger Monate fertiggestellt. Der Bodeneinbau nahm inklusive Trocknungszeit nur zwölf Tage in Anspruch.

Das neue Nutzungs- und Kulturkonzept bietet der Kirchengemeinde sowie Vereinen und anderen Gruppierungen im Dorf Raum für Treffen, Feste und Veranstaltungen aller Art. Diese Art der punktuellen und intensiven Nutzung gab die Rahmenbedingungen für die Sanierung vor: Die Räumlichkeiten müssen den Anforderungen öffentlicher Gebäude mit Publikumsverkehr genügen. Entsprechend widerstandsfähig sollten Material und Ausstattung sein. Gleichzeitig müssen Raumästhetik und Raumklima den hohen Maßstäben in puncto Flexibilität heutiger Veranstaltungsorte gerecht werden.

Angesichts des Alters und der unklaren Baugeschichte sahen sich die Projektverantwortlichen damit einer äußerst anspruchsvollen Aufgabe gegenüber. So arbeiteten Architekt Andreas Jung, Bodenspezialisten der Belcolor Flooring, Fachberater der PCI Fußbodentechnik sowie erfahrene Verleger der Bürki Bodenbeläge eine beispielhafte Lösung aus: Auf nur 30mm Aufbauhöhe vereinten sie Dichtung, elektrische Heizung, Lastverteilschicht, Wärmeverteil- und Speicherschicht sowie den Massivholzbelag, ein Massivholzparkett aus Eiche Barrique von Belcolor Flooring. Dieser individuelle Systemaufbau erfüllt die zahlreichen Anforderungen des Nutzungskonzeptes perfekt: Die Raumtemperatur ist schnell regulierbar, der Boden robust und gleichzeitig ästhetisch.

Zur Vorbereitung des neuen Bodens wurden zuerst die alten Nutzbeläge wie Teppiche, PVC und geklebtes Parkett samt Klebstoffresten und oberer Bitumenschicht vollständig entfernt. Die etwa 25 Jahre alte Schaumglasdämmung über den erdberührten Schichten wurde geprüft und die Wandabschlüsse mit Stahlprofilen gebildet. Die gesamte Fläche wurde anschließend mit dem PCI Universal-Vorstrich VG 2, einer modifizierten Kunstharzdispersion, grundiert. Sie sorgt für die sichere Haftung der folgenden Spachtelmasse und gewährt eine sichere Verbindung der Bauprodukte und des Bodenbelags. In punkto Wärmeversorgung entschied man sich aufgrund schneller Reaktionszeiten für eine elektrische Fußbodenheizung mit einer Leistung von 130 W/m. Die Dipol-Netzheizmatten wurden direkt auf dem grundierten Boden verlegt und mit der standfesten PCI Spachtelmasse STL 39 mit einem elastizierenden Zusatz eingebettet.

Nach erfolgreicher Heizsystemprüfung wurde die gesamte Fläche erneut mit VG 2 grundiert und darauf die PCI Armiermatte GFM ausgelegt. Auf die Matten wurde auf Burg Rebstein anschließend als Lastverteil- und Nivellierungsschicht die faserarmierte Holz-Spachtelmasse HSP 34 in einer Schichtdicke von durchschnittlich 10mm ausgegossen, mit einem Spachtel verteilt und mit einer Stachelwalze entlüftet. Auf dem so vorbereiteten Boden konnte schon nach wenigen Tagen der traditionelle Ostermarkt der Burg Rebstein begangen werden.

Die Vollendung des Burgkellers erfolgte nach dem Fest: Der Untergrund wurde geschliffen und gesäubert. Auf den perfekt ebenen Boden wurde schließlich das 15mm starke Massivholzparkett von Belcolor mit dem MS-Parkettkleber PAR 365 geklebt. In einem letzten Arbeitsgang wurde die geschliffene Holzoberfläche mit Belcofinish Oil Premium geölt.

Die Erwartungen der Auftraggeber sowohl an die Termine als auch an die Umsetzung wurde dank der technisch ausgefeilten Lösung und schnell zu verarbeitenden Materialien voll erfüllt. Die Bodenheizung hat in dem Gewölbe ein angenehmes Raumklima geschaffen: Der Boden wurde leicht temperiert, wobei die Oberflächentemperatur sehr gleichmäßig ausfiel. Der kompakte Bodenaufbau auf historischem Grund von der Dichtung über die Heizung bis zum Massivholzparkett stellte aufgrund des wirkungsvollen Verbundausgleichs von PCI keine Hürde dar. Die konstruktive Zusammenarbeit zwischen PCI Augsburg und ihrem Schweizer Partner Belcolor Flooring ermöglichte die erfolgreiche Umsetzung des anspruchsvollen Bauvorhabens.
aus FussbodenTechnik 03/13 (Referenz)