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Interzum

Kompetenz bei textilen Themen

Köln - Unangefochten die Nummer Eins: Wer sich informieren will, was in Sachen Zuliefertechnik der Möbelindustrie neu und Trend ist, der besucht die Interzum in der Rhein-Metropole Köln. Kaum eine andere Messe bietet ein vergleichbares Produktspektrum - Holzwerkstoffe über Oberflächenlösungen, innovative Beschlagtechnik bis hin zu einer Vielzahl textiler Materialien sind vom 25. bis 28. Mai bei der weltweit anerkannten Branchenschau vertreten.

Besonders die textile Kompetenz wird in Köln großgeschrieben. Hiervon konnten sich bei der letzten Veranstaltung in 2009 mehr als 47.000 Besucher überzeugen. Im Bereich "Comfort & Bedding", der Materialien wie z. B. Polstermaterialien, Bezugsstoffe und Leder zusammenfasst, stellten 250 Firmen ein umfassendes, internationales Angebot vor. Darüber hinaus präsentierten im Angebotsschwerpunkt "Machinery & Technology" noch einmal etwa 150 Unternehmen Neuheiten im Bereich Maschinen für die Polster- und Matratzenfertigung. Die Anmeldeliste für 2011 weist bereits einen sehr guten Buchungsstand auf: So haben u. a. Agro International, Albrecht Bäumer, Alfa Klebstoffe, Alfatex Italia, Anton Cramer, ATM Alfier Textilmaschinen, Bekaert Textiles, Bodet & Horst, Delahousse & Fils, Ecolatex, Eurofoam, Expert Systemtechnik, Fibertex, fsi Fuhrmann Schaum Industrie, Leggett & Platt, Otten Matratzenfabrik, Reinhardt Leder oder Vefer schon fest ihre Teilnahme zugesichert. Ein Grund mehr für Frank Haubold, Produktmanager der Interzum, sich optimistisch zu zeigen: "Die Interzum 2011 wird wieder - trotz einiger schwierigen Vorzeichen - das internationale Branchenereignis. Besonders wichtig erscheint mir, dass die Besucher, z.B. Polstermöbler, Hersteller von Matratzen, Raumausstatter und weitere verwandte Industriezweige, ihren Besuch fest einplant haben."

Gerade für die Polstermöbelindustrie gibt es noch große Rationalisierungsmöglichkeiten. Die Fachbesucher erfahren, wie sich die Produktionsprozesse optimieren lassen. Dies kann über eine durchgängige Automatisierung erreicht werden oder über eine bewusste Trennung der Arbeitsprozesse durch einen modularen Systemaufbau, der genau den individuellen Anforderungen des Anwenders entspricht. Zudem werden Detailreichtum und Handwerklichkeit bei Polstermöbeln immer wichtiger. In der Lederverarbeitung kommen differenzierte Nahtvarianten zum Einsatz. Zudem wird die Technik im Polstermöbel durch spezielle Beschläge immer raffinierter, die Bandbreite möglicher Funktionen immer größer.

Auch zum Thema Bedding bildet die Interzum neueste Trends ab: Im Produktbereich Matratzen findet ein enger Wettbewerb der Anbieter von Federkern (europaweiter Anteil: 50 Prozent), Schaum (35 Prozent) und Latex (15 Prozent) statt. Im Bereich Schaum kommen neue Frästechniken zum Einsatz, mit denen verschiedene Zonen unterschiedlich tief gefräst werden, um so die Ergonomie des Produktes zu optimieren. Immer weiter geht die Perfektion in der Produktion: hochwertige Keder, Klimabänder, Glanzfäden oder Muster werden problemlos eingearbeitet. Die antibakterielle Ausstattung ist für viele Matratzenhersteller ein wichtiges Thema. Einige Verfahren setzen dabei auf Silber-Ionen, bei anderen sorgen Mikroorganismen dafür, dass die Matratze frei von Hausstaubmilben, Pilzen und Bakterien bleibt.
aus Haustex 01/11 (Wirtschaft)