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PCI Fußbodentechnik 10 Jahre am Markt

Markenstärke und ausgefeilte Produktpolitik als Erfolgsfaktoren

Dass PCI in lockerer Folge Pressekonferenzen am Standort Augsburg anberaumt, um das Geschäftsfeld Fußbodentechnik zu beleuchten, kann fast schon als Brauch bezeichnet werden. In diesem Jahr fand die Veranstaltung vor einem besonderen Hintergrund statt: 1999 gegründet, feiert der Unternehmensbereich ein kleines Jubiläum. Von der Bedeutung der Marke aus dem Stammgeschäft profitiert die Fußbodentechnik bis heute. PCI-Geschäftsführer Clemens Bierig: "Sonst wären wir nicht dort angekommen, wo wir heute sind." Mit der Unterstützung der BASF und der PCI verfolgt er das mittelfristige Ziel, die PCI-Fußbodentechnik unter den Top 3 der Branche zu etablieren.

Nach dem Markteinstieg in die Fußbodentechnik im August 1999 gelang es PCI Jahr für Jahr, die ehrgeizigen Wachstumsziele im von Verdrängung geprägten Wettbewerbsumfeld zu erreichen. Von Anfang an wurden die Aktivitäten konsequent vom PCI-Stammgeschäft mit Fliesenverlegewerkstoffen und Bauprodukten getrennt. Ein äußeres Zeichen dafür ist unter anderem das eigene Verpackungsdesign der Produkte.

Das Raster für den Vertrieb im deutschen Markt bilden heute 14 Verkaufsgebiete, die von ebenso vielen Mitarbeitern im Außendienst betreut werden; hinzu kommen drei Anwendungstechniker. Zielgruppen sind Maler, Boden- und Parkettleger sowie Raumausstatter, die über den einschlägigen Großhandel beliefert werden. Eine Ausnahme bilden - wie allgemein üblich - Objekteure. Um von der Bodenbelagsindustrie empfohlen zu werden, pflegt man auch in diese Richtung Kontakte.

Ziel ist ein Platz unter den Top 3

"Ein wesentlicher Erfolgsbaustein für unser Geschäftsfeld Fußbodentechnik war und ist, dass wir PCI als starke Marke aus dem Stammgeschäft in das neue Segment transferieren und uns mit den Leistungen dieser Marke auch beim Bodenleger-Kunden einen Namen machen konnten", bekräftigt auch Holger Sommer, Vertriebsleiter für die deutschsprachigen Länder. Erstklassige Produktqualität gehöre dabei ebenso zum Selbstverständnis der PCI wie umfangreiche Serviceleistungen für die Zielgruppen in Handel und Handwerk.

Zum Markenzeichen der PCI-Fußbodentechnik in der Branche hat sich in den vergangenen zehn Jahren das straffe Sortiment entwickelt. "Die klare und einfache Strukturierung mit einer überschaubaren Anzahl an Produkten erleichtert den Kunden die richtige Auswahl", ist man bei dem Hersteller überzeugt. Zur raschen Orientierung lässt sich zudem der Einsatzbereich bzw. die Art des Produktes ganz einfach dem Produktnamen entnehmen, zum Beispiel Universal-Belagskleber UKL 302 oder Linoleum-Kleber LKL 334. Das PCI-Sortiment besteht aus einem stimmigen Mix von Produkten mit breitem Anwendungsspektrum und solchen für spezifische Einsatzbereiche. Dies gilt sowohl für Klebstoffe wie auch für Spachtelmassen und Grundierungen.

Die Produktentwicklung der PCI zielt neben dem Ausbau der anspruchsvollen technischen Leistungsmerkmale darauf ab, das gesamte Sortiment sehr emissionsarm nach GEV-Emicode EC 1(R) anzubieten, "was inzwischen auch nahezu vollständig gelungen ist". Wie mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel verfahren wird, war zum Zeitpunkt der Pressekonferenz noch nicht entschieden.

Lösemittelhaltige Parkettkleber ersatzlos gestrichen

Zu den Produkten: Neu im Programm ist die Renovierunterlage RU 912 (dimensionsstabile Trennunterlage zum Kleben textiler und elastischer Beläge). Beim PU-Vorstrich VG 5 konnte die feuchtigkeitssperrende Wirkung im Untergrund bei unbeheizten Zementestrichen auf Restfeuchten bis 5 CM-% ausgedehnt werden.

Ersatzlos gestrichen wurde der Kunstharz-Parkettkleber PAR 367 sowie der dazugehörige Parkettklebstoff-Haftvermittler VG 6. "Dies geschah allerdings nicht aufgrund rückläufiger Nachfrage, sondern im Bestreben, alle PCI-Parkettkleber komplett frei von Lösemitteln anbieten zu können und damit ein deutliches Zeichen im Markt zu setzen", betonte Bernd Albers, verantwortlicher Produktmanager für den Bereich Fußbodentechnik. "Technisch gesehen besteht mittlerweile keinerlei Notwendigkeit mehr, mit lösemittelhaltigen Parkettklebern zu arbeiten."

Die Produkte Neoprene-Sockelkleber NSK 393 und Neoprene-Flächenkleber NFK 395 sollen zum Jahreswechsel 2009 / 2010 auf aromatenfreies Material umgestellt werden. Das bedeutet: Die Kleber sind zukünftig nicht mehr toluolhaltig und können bei der Giscode-Einstufung von S6 auf S1 zurückgenommen werden. Damit entfällt auch das Selbstbedienungsverbot. Anwendungsbereiche und Produkteigenschaften sind laut Hersteller gleich geblieben. Im Markt starke Beachtung finden dürfte auch die optimierte Verpackungstechnik, die das Öffnen von Papiersäcken erleichtert und in über 100 Ländern zum Patent angemeldet wurde.
aus Parkett Magazin 01/10 (Wirtschaft)