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Garant Möbel Austria

Neue Handelspartner und Umsätze im Visier

Die größten Verbundgruppen des österreichischen Einrichtungshandels, Garant Möbel Austria und Wohnunion, gehen in die Offensive: "Wir wollen heuer trotz des schwierigen Umfeldes 15 neue Handelspartner mit insgesamt 20 Mill. Euro Umsatz dazu gewinnen und unsere Mitglieder durch den Ausbau von Serviceleistungen stärken", kündigt Geschäftsführer Mag. Christian Wimmer an. Garant Möbel Austria und Wohnunion sind mit rund 220 Mitgliedern die größten Einkaufsverbände für Klein- und Mittelbetriebe der österreichischen Einrichtungsbranche. Mit Aussagen zum Geschäftsjahr 2009 hält Wimmer sich begreiflicherweise zurück und riskiert nur eine Prognose: "Unsere Handelspartner werden wieder besser abschneiden als der Gesamtmarkt."

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten die Garant- und Wohnunion-Häuser ein durchschnittliches Umsatzplus von knapp 2,5 Prozent erwirtschaftet, während der gesamtösterreichische Einrichtungshandel um plus 0,6 Prozent zulegte. Hatte die Branche nach den ersten vier Monaten des Jahres 2008 noch kräftige Umsatzzuwächse bejubelt (plus acht Prozent), so rutschte sie im letzten Quartal in ein 5,5-prozentiges Minus. Das drückte kräftig auf die Jahresergebnisse.

Verbundgruppen machen stark

Nach aktuellen Auswertungen der KMU-Forschung Austria schnitten die in Verbundgruppen organisierten Einzelhändler Österreichs 2008 eindeutig am besten ab. Sie erreichten im Durchschnitt sämtlicher Branchen ein Plus von 2,0 Prozent. Franchisenehmer kamen auf plus 1,8 Prozent, Filialisten auf plus 1,0 Prozent. Eindeutig am schlechtesten waren Einzelkämpfer ohne Verbundgruppen unterwegs (plus 0,8 Prozent).

"Diese Tendenzen gelten auch für den Handel mit Möbeln, Waren der Raumausstattung und Beleuchtung", weiß Christian Wimmer, "ich halte unsere Handelspartner überdies für schwierigere Zeiten besser aufgestellt als die Großvertriebsformen, weil sie flexibler sind." Nachteilig wirke sich indes die Kreditklemme aus: Großbetriebe kämen eher in den Genuss von Förderungen, die Kleinen ließe man häufig im Regen stehen. Aber in Verbundgruppen erhielten sie Rückhalt, Nestwärme und Sicherheit.

Ausbau der Eigenmarken

Die Dienstleistungsgesellschaft Service & More, die ihre Handelspartner vor allem in den Bereichen Sortiment, Marketing und Werbung unterstützt, werde sich jedenfalls antizyklisch verhalten, verspricht Wimmer. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört der zügige Ausbau der Eigenmarken. Die nur in Garant- und Wohnunion-Häusern erhältlichen, größtenteils von österreichischen Erzeugern stammenden Produkte zeichnen sich für die Kunden durch ein vorteilhaftes Preis-/Leistungsverhältnis aus, den Händlern verhelfen sie zu angemessenen Erträgen. In diesem Jahr kommen unter anderem neun neue Polstermöbel und verschiedene Tischgruppen auf den Markt. Das Eigensortiment soll bis 2010 einen zehnprozentigen Umsatzanteil erreichen.

Ausgebaut wird auch das umfangreiche Schulungsprogramm, das u.a. Motivation der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter, Führungsstil und kundenfreundliches Verhalten im Verkauf ("Der Mitarbeiter: Visitenkarte des Unternehmens") zum Inhalt hat. Erfolgreich verläuft das Coaching des Unternehmensberaters Helmut Mayrhofer, der Organisation und Arbeitsabläufe der Handelspartner analysiert und verbessert. Seine Zielvorgabe "fünf Prozent Umsatzrentabilität" wurde bereits von zahlreichen Mitgliedern erreicht. "Das können Betriebe in Zeiten wie diesen gut gebrauchen", sagt Christian Wimmer.
aus Haustex 08/09 (Wirtschaft)