Desso BV

Desso führt Cradle to Cradle-System ein


Zur Umsetzung seines neuen Umweltprogramms hat Teppichbodenhersteller Desso einen Partnerschaftsvertrag mit der EPEA Internationale Umweltforschung GmbH geschlossen. Ziel ist die Zertifizierung nach dem "Cradle to Cradle"-Prinzip, das von EPEA-Gründer Prof. Dr. Michael Braungart mit entwickelt wurde. Vorbild ist die Natur, in der alles Leben und seine Substanzen als Nährstoff für neues Leben dienen.

Für Desso bedeutet dies, dass zukünftig während des Herstellungsprozesses und nach dem Gebrauch der Teppichböden keine Abfälle mehr entstehen dürfen. Die Produkte sollen entweder vollständig abbaubar sein oder sich in Form von Rohstoffen für die Produktion neuer Waren verwerten lassen.

Aktuell sind bereits mehr als 90 % der Abfälle in den Produktionsstätten wiederverwertbar. Im Rahmen eines Pilotprojektes können zudem heute schon Kunden die Teppiche nach Gebrauch zur Wiederverwertung zurückgegeben.

Desso-CEO Stef Kranendijk betont: "Der Cradle to Cradle-Zyklus ist insbesondere für eine Branche wie die unsere, in der jährlich Millionen Quadratmeter ausgedienter Teppichboden weggeworfen werden, eine Herausforderung. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir dieses neue Konzept einführen, statt uns einfach an die derzeitige Umweltgesetzgebung zu halten. Durch den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe, die Einführung neuer Herstellungsmethoden und das Sammeln gebrauchter Teppiche nähern wir uns der Vervollständigung dieses Zykluses."
aus BTH Heimtex 04/09 (Wirtschaft)