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Egger

Investitionsphase abgeschlossen - Im Direktdruckverfahren neue Ära eingeläutet


Mit dem erklärten Ziel, die führende Laminatbodenmarke Europas zu werden, investiert Egger in Anlagen und Produktionsprozesse. Jüngstes Beispiel hierfür ist die Einführung des Direktdruckverfahrens. "Die Investitionen sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und die weitere Unternehmensentwicklung", unterstrich Ulrich Bühler, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Egger-Gruppe, auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Bau. An den beiden deutschen Standorten Brilon und Wismar produziert das Tochterunternehmen Egger Floor Products heute 55 bis 60 Mio. qm Laminatböden. Seinen Anteil am europäischen Markt sieht der Hersteller bei "mehr als 14 %".

Stefan Pletzer, Leiter Vertrieb und Marketing bei Egger Retail Products, rechnet damit, dass nach dem Wegfall der nordamerikanischen Märkte die Überkapazitäten der Laminatbodenbranche weiter steigen werden. Das Problem werde noch dadurch verschärft, dass sich die Baukonjunktur in Europa massiv verschlechtert hat. Pletzer verwies in diesem Zusammenhang auf jüngste Branchendaten von Euroconstruct, wonach in 19 EU-Mitgliedsstaaten die Zahl der fertiggestellten Wohnungen bis 2010 um über 20 % gegenüber 2007 abnimmt.

Vor diesem Hintergrund sei eine weitere Konsolidierung auf der Anbieterseite zu erwarten. Als "verlässlicher Partner für den Handel mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis" sieht sich Egger jedoch gut aufgestellt. "Unsere Werke sind auf dem neusten technischen Stand und wir haben unsere großen Investitionen auch in neue Logistikkonzepte abgeschlossen. Wir sind gerüstet", zeigte sich Pletzer zuversichtlich.

Wie es hieß, hat sich das umweltfreundliche Direktdruckverfahren sehr gut etabliert. Auf der Bau wurden erste Entwicklungsstufen einer neuen Generation dieser Produkttype an den Start geschickt und einer Beurteilung der Kunden unterzogen. Alle Dekore verfügen über perfekt abgestimmte Oberflächen wie neue Synchronporenstrukturen und zusätzliche Glanzeffekte. "Mit frischen Optiken, fühlbar verbesserten Oberflächen und höchster Produktqualität läuten wir eine neue Ära im Direktdruck ein", unterstrich Pletzer.

Objektives "Umweltsiegel" für nachhaltiges Bauen

Um das Planen nach ökologischen Gesichtspunkten zu erleichtern, präsentiert Egger für alle seine Basisprodukte Umweltdeklarationen (Environmental Product Declaration = EPD). EPDs sind allgemein verbindliche, objektive Informationssysteme für Architekten und Hersteller. Sie beschreiben das Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus - von der Herstellung über die Nutzung bis zur Entsorgung - und machen unter anderem Aussagen zur Energiebilanz, zum Ressourcenverbrauch und zur CO2-Emission. Die Vergabe erfolgt nach unabhängiger Prüfung gemäß DIN ISO 14025 durch das Institut für Bauen und Umwelt, bei dem Egger seit 2004 Mitglied ist. "Die EPDs zeigen ganz deutlich, dass die zertifizierten Egger-Holzwerkstoffe über ihren Lebenszyklus hinweg mehr CO2 binden als freisetzen", erläuterte Produktmanagerin Jana Sprockhoff.
aus BTH Heimtex 02/09 (Wirtschaft)