Sika AG

Forbo unter den Top 3 börsennotierter Schweizer Unternehmen


Forbo gehört zu den besten börsennotierten Schweizer Unternehmen. Beim Obermatt Competition Ranking SMI/SPI 2008 platzierte sich der Bodenbelags-, Klebstoff- und Antriebsbänderkonzern auf Rang 2, nur übertroffen von einem ebenfalls branchennahen Konzern, dem Industriebodenhersteller Sika.

Für sein Ranking hatte das Zürcher Beratungsunternehmen CFO Intelligence Force Obermatt 90 Firmen und Divisionen unter die Lupe genommen; alle mit einem Umsatz von über 1 Mrd. CHF (knapp 620 Mio. EUR) und im SMI bzw. SPI-Index der Schweizer Börse gelistet. Der SMI (Swiss Market Index) ist eine Auswahl profitabler Unternehmen, auch als Blue Chips bezeichnet, und als solcher der bedeutendste Aktien-Index der Schweiz. Er enthält die 20 größten und liquidesten Papiere aus dem sogenannten SPI (Swiss Performanche Index), für den sich nur diejenigen Aktiengesellschaften qualifizieren, die einen Mindest-Free Float (Anzahl frei handelbarer Aktien im Umlauf) von 20% haben. Der SPI ist der am meisten beachtete Gesamtmarkt-Index der Schweiz.

Die Obermatt-Experten verglichen das Umsatzwachstum 2006/2007, die Differenz der EBIT-Marge und des Kapitalumschlags der 90 Probanden mit den entsprechenden Werten im internationalen Marktumfeld im selben Zeitraum.

Dabei lag Forbo beim Umsatzwachstum nur auf Platz 42 - Sika immerhin auf dem 8. Rang - , wies aber eine hervorragende EBIT-Marge (Platz 13) und einen noch besseren Kapitalumschlag (Platz 7) auf, was insgesamt für den Vize-Rang reichte. "Forbo hat die letzten Jahre tatsächlich viel geleistet" kommentierten Schweizer Wirtschaftszeitungen das Ergebnis. Allerdings sei auch wenig anderes übrig geblieben, nachdem die Gruppe 2004 mit einem Verlust von 157 Mio. CHF den "Super-Gau" in ihrer 80jährigen Geschichte erlebt habe. 2007 hat Forbo einen Umsatz von gut 2 Mrd. CHF, umgerechnet 1,29 Mrd. EUR erzielt, die Sika-Gruppe kam auf 3,9 Mrd. CHF, etwa 2,4 Mrd. EUR.

Experten aus Analystenkreisen äußern sich allerdings kritisch über das Obermatt-Ranking. Zum einen bemängeln sie, dass es sich bloß auf einige wenige Parameter abstützt, während für umfangreiche Unternehmensanalysen 20 und mehr Kriterien verwendet würden, zum anderen würde kein spezifisches Augenmerk auf die Währungseffekte beim Umsatzwachstum gelegt. Auch beanstanden sie, dass die Unternehmen nur anhand von Zahlen aus einem Jahr beurteilt werden und damit sowohl die mehrjährige Entwicklung wie auch das Verhalten des Managements in Krisenzeiten ausgeblendet würde. Obermatt-Geschäftsführer Stern reagiert gelassen auf die Vorwürfe: "Wir sehen das Ranking als Standortbestimmungstool für Firmen und hoffentlich als Anreiz, im nächsten Jahr einen besseren Rang zu erzielen."
aus BTH Heimtex 06/08 (Wirtschaft)