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Haustex fragte namhafte Branchenkenner

Was wird das Jahr 2008 - wirtschaftlich gesehen und auf die Haustextilien-Sparte bezogen - wohl bringen?

Horst Paetzel, Garant-Möbel-Holding, Rheda-Wiedenbrück:

Besser sein als die Wettbewerber

Die von der Garant-Möbel-Gruppe bearbeiteten Geschäftsfelder Wohnen, Schlafen, Kochen und Wellness spiegeln unterschiedliche Marktentwicklungen wider. Die mittelständischen Vollsortiments-Häuser im Bereich Wohnen spüren den durch Konzentration gekennzeichneten Wettbewerbsdruck am stärksten. Sie halten der Preisaggressivität der Großflächenvermarkter nur noch bedingt stand. Besonders trugen die Aktivitäten im Bereich Schlafen zum Erfolg bei. In den Modulen Morgana und Notturno, in denen heute 134 Handelspartner verbunden sind, kamen 2007 insgesamt 17 Häuser hinzu. Der Blick nach vorne auf das Jahr 2008 bündelt dagegen große Herausforderungen. Das Wachstum im kommenden Jahr hängt wesentlich vom Grad der Spezialisierung der Handelspartner ab. Als Spezialist für Spezialisten stellt sich die Garant-Möbel-Gruppe dieser Aufgabe. Wachstum in 2008 erzielen zu wollen, heißt, als Gewinner aus dem Verdrängungswettbewerb hervorzugehen. Der generellen Marktentwicklung fehlt die Sogkraft, mit der sich Unternehmen in den Erfolg hineinziehen lassen. Der auf Jahre hinaus nicht mehr wachsende heimische Einrichtungsmarkt erzwingt für das Einzelunternehmen, positive Firmenkonjunkturen anzustreben. Dabei geht es darum, das Vertrauen der Konsumenten zu gewinnen. Wer im Einzelhandel noch gewinnen will, muss einfach besser sein als sein Wettbewerber. Darüber hinaus sollte sich der Handel Bezugsquellen sichern, die sich als resistent gegen Marktveränderungen erweisen. Es geht für den Händler darum, sich Gruppierungen anzuschließen, die ohne künstlich durch Fusionen aufgebauschte Größe verantwortungsbewusst den Überblick behalten. Und diese Handelspartner bauen auf Konzepte, die von den Gruppierungen in zukunftsorientierter Form entwickelt werden und mit der notwendigen Power auch erfolgreich im Markt umsetzbar sind. Das Jahr 2008 erfordert mithin ziel- und zukunftsgerichtete Dynamik von allen an der Wertschöpfungskette beteiligten Gliedern. Da es aus sich selbst heraus keine goldenen zwölf Monate verspricht, wird es wie 2007 ein Jahr harter Arbeit. Dass es sich lohnen kann, zeigt schließlich die subjektive Zufriedenheit der hinter uns liegenden Zeit.
aus Haustex 01/08 (Wirtschaft)