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Project Floors

Elastilon: Problemlöser bei schwierigen klimatischen Bedingungen

Holzfußböden im Urlaubsparadies

Steven Suntup ist seit über 20 Jahren und in dritter Familiengeneration in der Holzindustrie tätig. Der Inhaber von Suntups Wooden Flooring in Johannesburg ist zudem Vizevorsitzender des südafrikanischen Verbandes für Holz- und Laminatböden (SAWLFA) und leitet dort die Arbeitsgruppe Massivholzböden. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen auf den Seychellen. In dem Urlaubsparadies bekommt Parkett Probleme durch den großen Unterschied zwischen hoher Luftfeuchtigkeit außen und durch den Einsatz von Klimaanlagen bedingter niedriger Luftfeuchtigkeit innen. Steven Suntup empfiehlt aufgrund seiner Erfahrungen die Verlegung auf Elastilon.

Mir kommen alle Schadensfälle im Zusammenhang mit Massivholz- oder Lamellenparkett in Südafrika zu Ohren. Zu 90% nehme ich die Probleme persönlich in Augenschein und berichte darüber. Schwierigkeiten mit Holzfußböden treten häufig dort auf, wo an falscher Stelle gespart wurde, um die Preise der Konkurrenz zu unterbieten und so Aufträge an Land zu ziehen. Auch schlecht informierte Verleger haben Probleme, weil sie sich nicht die Mühe machen, unserem Verband beizutreten, um sich über die technische und wissenschaftliche Seite von Holzfußböden aufklären zu lassen.

Es gibt gute Gründe für die sehr strengen Regeln und Vorgehensweisen beim Verlegen. Holzfußböden sollen ein Leben lang halten - auch unter teilweise extremen Bedingungen.

Ein Beispiel dafür sind die Seychellen. Nachdem ich die Verhältnisse auf der Inselgruppe nordöstlich von Madagaskar kennen gelernt und mit den einheimischen Experten gesprochen hatte, wurde mir klar, warum ich dort so oft mit Schadensfällen konfrontiert werde. Im Wesentlichen gibt es dafür zwei Ursachen, die eng miteinander zusammenhängen:

1. Feuchtigkeitsgehalt
Die Luftfeuchtigkeit auf den Seychellen liegt oft bei 95% und die Temperatur bei 32 C. Aus diesen beiden Werten ergibt sich eine Holzausgleichfeuchte von 23%. Rohmaterial für Holzfußböden wird aber meist in Trockenkammern auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 8% gebracht. Wenn dieser durch das Klima auf 23% steigt, muss das zwangsläufig Auswirkungen haben.

2. Klimaanlagen
Die Luftfeuchte auf den Seychellen ist so hoch, dass ein Zimmer ohne Klimaanlage alles andere als komfortabel wäre. Während draußen eine Luftfeuchtigkeit von 95% herrscht, zeigt das Hygrometer im Hotelzimmer bei eingeschalteter Klimaanlage nur 45% an. Weil Klimaanlagen wie ein Luftentfeuchter wirken, sorgen sie für ein trockeneres Raumklima, das die Holzfeuchte bis auf 8% sinken lässt.

Daraus ergeben sich besondere Anforderungen für die Verlegung. Traditionell werden Holzböden bei uns auf Latten genagelt oder mit elastischem Kleber verklebt. Beides verhindert die Bewegung des Bodens. Anders ist es beim Einsatz des Elastilon-Systems. Hier wird der Boden auf einer selbstklebenden, permanent haftenden elastischen Matte verlegt und nicht am Estrich oder Unterboden befestigt. Vor allem in feuchten Umgebungen ist dies nach meiner Erfahrung das derzeit erfolgreichste System. Weil der Boden nicht am Untergrund haftet, kann er, wenn er sich extrem ausdehnt und aufwölbt, auf einfache Weise repariert werden. Dazu muss nur das Holz entlang der Wände frei gesägt werden, so dass eine Dehnungsfuge entsteht. Danach senkt sich der Boden wieder und wird eben, ohne dass Schäden erkennbar sind. Dauerhafte Verformungen werden so vermieden. Elastilon eignet sich übrigens auch für den Einsatz bei Bambusböden.

Grundsätzlich empfehle ich bei hoher Luftfeuchtigkeit Nut-und-Feder-Systeme statt Klickverbindungen zu verwenden, weil letztere bei starker Ausdehnung der Dielen abbrechen können. Wird eine Nut-und-Feder-Verbindung mit Elastilon kombiniert, nutzt der Verleger gewissermaßen das Beste aus zwei Welten.
aus Parkett Magazin 05/09 (Sortiment)